Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 27.09.20 16:04

Bezeichnung: Massoni - Lugana DOC
Winzer/Produzent: S. Cristina di Zenato
Land / Region: Italien - Venetien
Jahrgang: 2013
Typ: Weißwein
Rebsorte: Trebbiano di Soave
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben:
Preis: 11,29 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Metro Neuaubing - 13.07.2014
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 23.09.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 04.06.2015:

Im Glas ein kräftiges strohgelb, in der Nase zuerst etwas an Sauvignon erinnernd aufgrund eines deutlichen Stachelbeeraromas, das aber nach kurzer Zeit zurücktritt. Danach entfaltet sich in Nase und Gaumen eine Vielzahl von Fruchtaromen wie Sternfrucht, Limette, Pfirsich, Netzmelone, Banane, ein paar florale Noten sowie eine ganz dezente Holzaromatik. Die Säure ist sehr geschmeidig, der Abgang intensiv und lang anhaltend. Anfangs wirkt der Santa Cristina noch etwas zupackender, mit der Zeit wird er zunehmend eleganter.

Für mich bis jetzt der beste "einfache" Lugana, den ich probiert habe.

Meine Wertung vom 04.06.2015: Nachkauf 2 von 3

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Verkostung vom 19.11.2016:

Im Glas ein schönes, dichtes Goldgelb mit Touch ins Zitronenschalige, geruchlich frisch fruchtig, zuvorderst Limette und Sternfrucht, ein paar Yosterbeeren, Galamelone und Löwenzahn. Am Gaumen spürt man ein bißchen Holzaromatik in Form von Karamell und Buchenspänen, aber nur sehr dezent, dafür doch eine deutliche, wenn auch zurückhaltende rauchige Note. Auf der Fruchtseite ist nicht so viel vorhanden wie das Bukett noch geboten hat, hier erkenne ich Sternfrucht, weiße Johannisbeere, grünfleischige Melonen und leicht Pampelmuse. Die Säure unterstützt den frischen Charakter, hinten am Gaumen machen sich einige herbe Steinchen bemerkbar. Der Abgang ist wieder relativ lang und betont anfangs die Fruchtseite, um dann zu den Sekundäraromen überzugehen.

Vor allem am Gaumen merkt man, daß die Fruchtvielfalt und -intensität etwas zurückgegangen ist und dafür die mineralische Seite stärker hervor tritt. Der Lugana wird dabei aber nicht "dicker", an Frische hat er meiner Meinung nach nichts eingebüßt. Jedenfalls zeigt er keinerlei Schwächen, er hat sich einfach schön weiterentwickelt. Reine Fruchtfreunde sollten den Lugana allerdings früher austrinken als ich. Im Keller liegt aber noch was, mal sehen, ab wann es bergab geht. Heute jedenfalls unverändert

Wertung vom 19.11.2016: Nachkauf 2 von 3

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Verkostung vom 18.11.2019:

Die Farbe ist ein recht sattes Goldgelb, riecht nach angereifter Khaki, Aprikosen und verschwitztem Lederkragen sowie etwas alter Berghütte. Am Gaumen ebenfalls leicht firnumwobene, dunkelgelbe Frucht, etwas staubige Gerbstoffe, schöne Säure, leicht belehmte Steine. Der recht lange Abgang ist der herbste Teil mit einem prägenden, aber auch animierenden Baumrindenbitterchen, es bleiben eine ganze Menge von recht sekundären, gereiften, aber nicht morbiden Fruchtfetzen fürs Finale.

Dieser Lugana ist jetzt in einem deutlich angereiften Stadium, er zeigt aber noch keinerlei Schwächen, jedenfalls nicht, wenn man auch Weine mit etwas Firnis noch animierend findet.

Wertung vom 18.11.2019: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25

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Verkostung vom 23.09.2020:

Farblich ein ordentlich fortgeschrittenes Goldgelb, in der Nase recht dichte und schon deutlich sekundäre, reife Gelbfrucht aus der Physalis- / Kumquat-Ecke, dazu Lemon Curd und etwas Zitronengras; wirkt auch etwas großholzig. Schmeckt dann auch einerseits intensiv sekundärfruchtig, andererseits hält die relativ großzügig bemessene Säure den Wein gut auf der frischen Seite; dazu noch ein bräunliches Kräuterbitterchen sowie etwas herbes Honigaroma, so in Richtung Korianderhonig. Der recht lange Nachhall ist der schmelzigste Teil des Genusses, aber auch hier verrichtet die Säure gute Dienste, im Finale ein animierendes Kräuterbitterchen.

Das hat nun -zum Glück- gar nichts mehr mit dem üblichen Lugana-Massen-Bullshit zu tun, mit nunmehr 7 Jahren auf dem Buckel zeigt sich der "Massoni" in Hochform und beweist, daß auch bei dieser DOC ernsthafte Weine möglich sind. Was ich allerdings vermute, ist, daß es hier auch ein paar Flaschenvarianzen gibt, denn die letzte Flasche (s.o.) war schon deutlich befirnt, was ich von dieser hier gar nicht behaupten kann.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/09/27/ausblick-auf-den-gardasee/
Link 2: -
Link 3: -
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