Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 12.04.21 19:07

Bezeichnung: Blaufränkisch - [Horitschoner] Hochäcker - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Weninger
Land / Region: Österreich - Mittelburgenland
Lage: Hochäcker (Horitschon - Burgenland) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2012
Typ: Rotwein
Rebsorte: Blaufränkisch
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L-N 2982/14
Preis: 12 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 30.10.2014
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 11.04.2021
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 07.11.2016:

Die Farbe ist ein eher dunkles Granatrot mit ein paar violetten Schimmern, wenig Transparenz. Die Nase findet Sauerkirschen, etwas Brombeere sowie Limettenschale, dezent Tabak, etwas nasser Schiefer (woher der auch kommen mag, vielleicht wegen des Eisenanteils im Boden). Geschmacklich sehr frisch wirkend, trotz der deutlichen und noch etwas kernigen Tanninstruktur. Dabei aber nicht pelzig, ein kleines Gerbstoffbitterchen schwingt mit. Die Früchte sind vorwiegend auf der Kirschseite angesiedelt, wobei man durchaus unterschiedliche Sorten identifizieren kann. Da sind herb-säuerliche Noten dabei, frisch-süße und saftig-reife. Dazu einiges aus dem Wald, Heidel- und Brombeeren ziehen im Laufe der Zeit an einem vorbei. Wieder leicht Tabak und was steiniges, das ich hier aber nicht mit "Schiefer" betiteln würde. Die Säure ist schön ausgeprägt und senkt die Viskosität des Weins deutlich ohne ihn "dünn" zu machen. Der Abgang ist frisch-belebend auf der fruchtigen Seite angesiedelt und ist frei von jeglichem störenden Beiwerk.

Dafür, daß dies -soweit ich weiß- der günstigste Lagen-BF des Weinguts ist, bekommt man hier schon eine ganze Menge Spaß ins Glas, der vor allem auch anhaltend ist, denn der Wein ermüdet aufgrund seiner frischen Säurestruktur kein bißchen.

Wertung vom 07.11.2016: Nachkauf 3 von 3

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Verkostung vom 11.04.2021:

Im Glas ein leicht trübes Rubinrot mit bräunlichem Einschlag, riecht nach Kirschkompott, gegerbten Preiselbeeren und tabakdotierten roten Pflaumen, bleibt dabei aber auf der reduziert-samtigen Seite. Am Gaumen verschmilzt das Ganze zu einer Art Hybridfrucht, welche ein flaumiges Tannincoating aufweist, auch die Säure kommt trotz ordentlicher Konzentration recht fluffig daher, untendrunter ein mächtiges Kalkbett. Beim minutenlangen Abgang wechselt das Fruchtcoating vom Tannin zum Kalk, das Finale verbreitet eine Art kühle und geschmeidige Wärme, der dann im quasi zweiten Finale noch eine Art gehaucht gesüßte Honigkirsche folgt.

Auf den ersten Blick weist der Hochäcker einige frappierend ähnliche Grundattribute zum gestrigen Kochwein auf, im Detail betrachtet ist hier jedoch alles viel feiner verwoben, distinguierter in Stellung gebracht und harmonischer in Wechselwirkung gehend, es fällt mir auch mehr zu diesem Wein ein. Hier konnte man mal wieder im direkten Vergleich sehr schön sehen, warum ein Wein nur "ganz nett" ist und ein anderer dann schon drastisch mehr Spaß macht. Ist jetzt auch gerade mal angereift und hat noch einige erfolgreiche Jahre vor sich, wenn man von dieser Flasche mal absieht...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2021/04/12/blaufraenkisch-von-verschiedenen-boeden-teil-2/
Link 2: -
Link 3: -
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