Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 06.07.22 20:04

Bezeichnung: [Spätburgunder] - Blanc de Noirs - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Kress
Land / Region: Deutschland - Baden
Jahrgang: 2015
Typ: Weißwein
Rebsorte: Spätburgunder (Pinot noir)
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Glasstopfen
Weitere Angaben: AP 3648 14 16
Preis: 12,4 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 27.05.2016
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 06.07.2022
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 08.09.2016:

Im Glas Strohgelb mit Touch ins Apricot, ganz leicht perlend. In der Nase weiße Johannisbeere, reife Karambole und Abate-Birne. Am Gaumen etwas röter, die Johannisbeere hier deutlich farbintensiver, dazu mürbe Äpfel, etwas Granatapfel, leicht Himbeere und Lychee. Weiters etwas nasser Tuffstein. Die Säure ist eher zurückhaltend, paßt aber noch ganz gut zum Fruchtextrakt, der wohl jahrgangsbedingt etwas deftiger ausgefallen ist. Dazu passen dann auch die immerhin 13,5 PS. Der Abgang ist recht intensiv fruchtig und extraktbetont, fast schon ein bißchen zu viel des Guten.

Dieser Jahrgang ist trotz der eigentlich bemerkenswerten Fruchtaromatik leider nicht so schön und ausgewogen wie der vorangegangene, da hier die Frische doch ziemlich auf der Strecke geblieben ist. Vor allem beim Abgang merkt man das recht deutlich. Mal wieder so ein Fall, wo der Hype-Jahrgang 2015 nicht übermäßig punkten kann.

Wertung vom 08.09.2016: Nachkauf 1 von 3

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Verkostung vom 06.07.2022:

Farblich ein deutliches Goldgelb mit Rotstich, nasal gibt's einen recht kühl wirkenden Mix aus diversen Johannisbeeren und Mirabellen sowie Physalis, etwas Talcum und Penaten-Creme, ein Hauch Bienenwachs. Gaumal dann deutlich weniger Frucht, dafür so eine Art zuckerfreier Thymianhonig in nicht viskositätserhöhender Dosis, schöne samtige Säure, leichte flaumige Microfaser-Adstringenz, eine Art Speckstein-Kreide-Mischung als Unterlage. Der schön lange Nachhall ist dann auch leicht flaumig, hier wieder etwas mehr Frucht in deutlich sekundär, ein Mini-Hauch Krautwickel im Finale.

Das wirkt nunmehr deutlich attraktiver als in der Jugend; mit dem weitgehenden Schwinden der Frucht gewinnen Säure und Mineralik mehr Raum, was der Ernsthaftigkeit dieses Blanc de Noirs erheblich zugute kommt. Wenn's das noch gäbe -wovon ich nicht ausgehe- könnte ich mir mittlerweile den Nachkauf einer Kleinstmenge für den zeitnahen Verbrauch durchaus noch vorstellen, denn so ein paar ganz zarte Altersnoten deuten an, daß es jetzt so langsam aber sicher bergab geht...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2022/07/06/bleicher-pinot/
Link 2: -
Link 3: -
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