Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 22.11.20 20:41

Bezeichnung: Zierfandler - Traiskirchner Igeln - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Stadlmann
Land / Region: Österreich - Thermenregion
Lage: Igeln (Traiskirchen - Thermenregion) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2012
Typ: Weißwein
Rebsorte: Zierfandler
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: LN 8496/13
Preis: 15,74 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 28.11.2015
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 21.11.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 06.03.2016:

Im Glas ein recht kräftiges Goldgelb. In der Nase sehr intensiv nach reifen bis gedörrten bzw. kandierten Quitten und Aprikosen sowie Rosinen und Erikahonig duftend. Auch eine steinige Mineralik kündigt sich an. Am Gaumen ebenfalls sehr reif und würzig, Quitte und Aprikose auch hier dominierend, aber auch Marula und Khaki lassen sich ausmachen. Eher entfernt die Säure mit etwas Limettenaroma, aber doch erkennbar. Der Wein müßte eigentlich mit dieser eher schweren, fast phenoligen Aromatik ein nicht so leicht zu stemmendes Gewächs sein, aber am Gaumen gibt sich der Zierfandler so cremig samtig, daß er dennoch trotz eher schmächtiger Säuretextur ungehindert fließen kann. Schmeckt nach 15 Umdrehungen, hat aber "nur" 13,5. Der Nachhall hält kaum abklingend über mehrere Minuten an und betont die konzentrierten Frucharomen recht warm und eindrucksvoll.

Ziemlich fetter Stoff im besten Sinne. Ein Bio-Macho in feinstem Abendzwirn sozusagen.

Wertung vom 06.03.2016: Nachkauf 3 von 3

-------

Verkostung vom 21.11.2020:

Im Glas ein intensives Altgold, fürs Näschen gibt's Orangenmarmelade und Lemon Curd, dazu etwas Zitronenmelisse und ganz leicht auch was Flintiges. Am Gaumen kommt der Zitrus-Jam-Mix incl. Bitterorange mit einiger Cremigkeit daher, die recht deutliche Säure sorgt jedoch in Verbindung mit etwas weißem Pfeffer für ungebremsten Trinkfluß; steinseitig auch eher was kühl-Blaues als Unterlage. Nachhallmäßig dauert das Ganze mehrere Minuten, im Finale wärmt die Orangenmarmelade etwas, als wenn ein Hauch Cointreau im Spiel wäre, ansonsten trotz aller Fülle sehr animierend.

Der "Igeln" wirkt aktuell allenfalls leicht angereift und ist mit Sicherheit noch nicht auf dem absteigenden Ast; gegenüber der Erstbegegnung hat sich das Stein- und Kernobst weitgehend zurückgezogen und gibt der zitrischen Seite mehr Raum, was trotz der Tatsache, daß wir hier etwas mehr auf der marmeladigen Seite unterwegs sind, die Frische deutlich befördert. Zierfandler können nämlich auch sehr mastig sein, wenn ich's also "weiß und dick" brauche, steht solches Zeug weit oben auf der Wunschliste.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/11/22/rebsorte-mit-z/
Link 2: -
Link 3: -
  Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 306 mal abgerufen

Bilder:

 

Codes zur Veröffentlichung in Internet-Foren

Als Bilddatei für Internet-Foren (z.B. dasweinforum.de oder weinfreaks.de):


Einbindung als Text (forenunabhängig):


Veröffentlichung in facebook

Bitte einfach den Link aus der Adresszeile oder diesem Feld kopieren:





Kommentar zu dieser VKN schreiben:

Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
RSS      2004 - 2012 von Gerald Schuster, Advanced Technical Software :: e-mail: webmaster@verkostungsnotizen.net :: Datenschutzerklärung