Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 25.01.19 16:02

Bezeichnung: Espadeiro - Vinho Verde DOC
Winzer/Produzent: Quinta de Carapeços
Land / Region: Portugal - Minho
Jahrgang: 2015
Typ: Rosé
Rebsorte: Espadeiro
Alkohol (Vol.%): 12
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben:
Preis: 6,3 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 2016
Bewertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 19/25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 20.12.2018
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Die Farbe hat sich mittlerweile deutlich zu einer Scharlach-Kupfer-Mischung hin verlagert, perlt immer noch etwas. Nasenmäßig zeigen sich dicht und reif Granatäpfel und ansatzweise Kumquat sowie Cointreau. Am Gaumen ein ähnlicher Fruchteindruck mit deutlichem, aber angenehmen Campari-Bitterchen, die Säure ist trotz des nominell hohen Restzuckers (s.u) recht belebend, das bißchen verbliebene CO2 macht dabei eine ganz gute Figur, Zuckerschwänzchen gibt's immer noch kein's; ein paar blau-herbe Steine gibt's als Unterlage auch noch. Der Abgang ist von ordentlicher Länge und bietet eine schöne Balance zwischen Mineralik, Säure und dem Fruchtmix.

Da hat sich in der Flasche tatsächlich einiges getan, diese Reifung steht dem rosa Grünen äußerst gut zu Gesicht, ich war recht positiv überrascht...

Verkostung vom 21.05.2016:

Im Glas eigentlich erschreckend himbeerrot mit ordentlich Schaum vorm Mund, also noch ziemlich ungestüm. In der Nase findet man vornehmlich Himbeere, zwar intensiv, aber doch nicht zu dropsig oder zu künstlich. Etwas Granatapfel schwingt auch mit. Am Gaumen dann -auch wegen der deutlichen Perlage- sehr spritzig, zu der Himbeere gesellt sich wieder der Granatapfel dazu. Die Frucht- und Restsüße ist weit entfernt von jeglicher Klebrigkeit, obwohl der leicht restsüße Eindruck gegeben ist. Der Rosé hat immerhin über 10 g/l Restzucker zu bieten; daß mir sowas überhaupt schmeckt bzw. keine Probleme bereitet, spricht absolut für den Wein. Säure ist dabei gar nicht im Übermaß vorhanden, aber für den frischen Eindruck reicht's allemal. Zum Glück hilft die Kohlensäure da deutlich mit. Der Nachhall ist für einen Wein dieser Preisklasse erstaunlich lang und rein.

Nachtrag nach 72 Stunden mit Luft: Ein bißchen was war noch übrig und ich dachte mir, daß der Wein nach ein paar Tagen vielleicht nicht mehr so schön ist. Denn wenn die Kohlensäure weitgehend draußen ist, schlägt womöglich die Restsüße mehr durch. Aber weit gefehlt: auch ohne Bläschen macht der Zucker keinerlei Probleme. Eher im Gegenteil: der Wein wirkt jetzt deutlich trockener als vor 3 Tagen. Ehrlich gesagt, einen so trocken schmeckenden Wein mit 10 g/l Restzucker hatte ich noch nie im Glas, wenn ich mich recht erinnere. Finde ich jetzt schöner als direkt nach dem Öffnen!

Wertung vom 21.05.2016: Nachkauf 2/3
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2018/12/21/vinho-de-rosa/
Link 2: -
Link 3: -
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