Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 11.06.21 15:18

Bezeichnung: Perlen vor die Säue - Deutscher Schaumwein
Winzer/Produzent: Weinreich
Land / Region: Deutschland - Rheinhessen
Jahrgang: 2016
Typ: Schaumwein
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%): 11,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: Cuvée aus maischevergorenem Riesling und Silvaner, noch gärend und unfiltriert in die Flasche gefüllt. L 105/17
Preis: 13,11 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 07.06.2019
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 10.06.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 08.06.2019:

Im Glas eine etwas urinös anmutende Farbe mit leichter Trübung, feine, durchaus beständige Perlage, in der Nase "cidrig" mit frischen mürben Äpfeln, ganz leicht Quitte, ein Hauch herber, weißer Rauch. Am Gaumen knochentrocken, die Cidre-Frucht plus einem bißchen Kumquat hier in der zweiten Reihe, vorn d'ran ist ein Mix aus Gerbstoffen, leicht zementigen Steinen, wieder leicht rauchig, fast etwas räucherspeckig, recht straffe Säureseite, leicht adstringierend. Der schön lange Abgang ist sehr herb-staubtrocken mineralisch, die gerbstoffige Frucht ist auch hier klar in der zweiten Reihe, setzt aber dennoch deutliche Akzente.

Supertrockener, sehr mineralischer herb-gegerbter Schäumer mit sehr eigener, aber hoch animierender Textur; muß man mögen. Aber wenn man's mag, dann richtig...

Wertung vom 08.06.2019: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 10.06.2020:

Farblich ein leicht trübes Hellorange, mittlere Blubberblasen mit schöner Beständigkeit. Riecht nach mürben mostigen Äpfeln sowie einem Hauch Apfelessig, am Gaumen sehr trocken, mit den Äpfeln kommen auch Korund sowie ein kleines Bitterchen mit, kernige Säure(n), kühler Tuffstein mit etwas Moos und leichtem Heferest. Der sehr lange Abgang ist geprägt von den korundigen Äpfeln, im Finale bleiben einige verschiedene, animierende Bitterchen sowie etwas Rauch übrig.

Nach wie vor ein sehr gelungener, knalltrockener, halboranger PétNat mit schöner Gerbstoffspur. Hat auch den meisten eher ungeübten Mittrinkern ganz gut gefallen, in jedem Fall führten die Perlen zu Erstaunen, wie Blubberwasser auch schmecken kann.

Wertung vom 10.06.2020: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 10.06.2021:

Ockergelb im Glas, mittelfeine, mäßige Perlage, aber nachhaltig. Geruchlich Kelleräpfel und verhalten Hefezopf, gaumal sind die sekundären, fast ledrigen Äpfel leicht angebittert und mit Gerbstoffen gepudert, deutliche herbe Säure, kantig-pampelmusiger Kalk incl. Bitterchen, im Abgang sind die Bitterchen dann komplett weg, Kalk und süßliche Gerbstoffe dominieren hier vor der Restfrucht.

Ist nunmehr merklich angereift, die Komplexität hat leicht gelitten, aktuell aber noch ohne jegliche Schwächen, mal schauen wie lange noch; den gleichen Jahrgang würde ich jetzt aber nicht mehr unbedingt nachkaufen, es sei denn für zeitnahe Vernichtung...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2021/06/11/perlen-vor-die-saeue/
Link 2: -
Link 3: -
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