Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 20.01.19 12:51

Bezeichnung: Ex Vero III - trocken - Landwein Steirerland
Winzer/Produzent: Werlitsch
Land / Region: Österreich - Südsteiermark
Jahrgang: 2011
Typ: Weißwein
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%): 14
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: Cuvée aus 50% Sauvignon Blanc und 50% Chardonnay
Preis: 30,58 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 09.12.2017
Bewertung: Nachkauf 3/3, Gesamt 25/25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 20.01.2019
Eingetragen von: EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Im Glas ein helleres Mandarinengelb, leicht trüb. Der geruchliche Eindruck ändert sich ständig, es kommen immer wieder neue Aromen dazu bzw. gehen auch wieder um dann teilweise erneut aufzuploppen; nachfolgend daher völlig ungeordnet, was ich so alles gefunden habe: Rauch, Gummiabrieb, Mandarine, Blutorange, Gerbstoffe, etw. Hefe, Armagnac, Malz, Lakritze, Eukalyptus, Minze, Roiboos-Tee, Akazienhonig, Jasmin-Tee, Kandis, Salbei, ganz leicht Uhu, Bitterorange, Pfirsich, Heftpflaster, altes, sonnengegerbtes Holz; aus der Runde wurde auch mal "urinös" eingeworfen, was ich auch ein bißchen nachvollziehen kann. Am Gaumen dann dieselbe Vielfalt und hochfrequente Veränderung: dichte Frucht mit etwas Malz, super balancierte Säure (baut streckenweise zwar etwas ab, was die Frische aber nicht weiter beeinflußt), leicht kribbelige Fruchtsüße auf der meist herberen Seite, Pfeffer, Weihrauch, Darjeeling-Tee mit vielen Buchstaben, fermentierte Orangenschalen, Palmzucker. Der Abgang ist extrem lang und dabei genauso vielschichtig wie Nase und Mund zusammen, dabei kaum abschwellend, im Finale meist auf der Pampelmuse endend, auch hier eine super balancierte Säure.

Ich habe ja schon vor einiger Zeit dem 2006er meine Höchstnote gegeben, dieser Jahrgang steht dem aus meiner Sicht in nichts nach. Diese Vielschichtigkeit und Wandelbarkeit ist für mich ohne gleichen und trifft bei mir genau ins Schwarze, besser geht's für mich nicht mehr, höchstens anders. Das wurde jedoch in der Runde nicht einheitlich so gesehen, z.B. wurde auch angemerkt, daß viele der aromatischen Bestandteile zu sehr nebeneinander stehen würden; ich dagegen fand es in höchstem Maße erstaunlich, wie klar differenziert die Einzelaromen dastehen und trotzdem bzw. gerade deswegen ein schönes Gesamtkunstwerk ergeben. Wie auch immer, das ist einfach "mein" Wein, über dem ich derzeit nichts anderes sehe...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2019/01/16/33-weinrunde-in-muenchen/
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