Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 27.09.20 19:28

Bezeichnung: Pinot bianco - De Silva - Südtiroler DOC
Winzer/Produzent: Peter Sölva
Land / Region: Italien - Südtirol
Jahrgang: 2013
Typ: Weißwein
Rebsorte: Pinot bianco
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L 10641
Preis: 11 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 18.08.2014
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 26.09.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 18.12.2014:

Was mir an diesem Pinot bianco respektive Weißburgunder so gut gefällt, ist die außergewöhnliche Paarung der Vielfalt von gehaltvollen Aromen -viel gelbes Obst und leichte Kräuternote- mit einer sehr schönen Frische und Leichtigkeit. Trotz seiner 13,5 PS ist da eine Flasche weg wie nix. Und man spürt die Aromen am Gaumen eine halbe Ewigkeit lang. Und trotzdem kein lauter Bruder. Sehr schöner Stoff, einen vergleichbaren WB muß man schon ein bißchen suchen.

Wertung vom 18.12.2014: Nachkauf 3 von 3

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Verkostung vom 24.07.2016:

Die Farbe ist immer noch ein sehr jungfräuliches Strohgelb. In der Nase für etwa zwei Minuten noch eher grün-frisch wirkend, kommen dann auch recht zügig und deutlich die gelben Aromen zum Vorschein. Weißer Pfirsich, etwas Quitte, Mirabelle, ganz leicht Estragon, noch weniger Braunwürze. Mit der Zeit wird der Pfirsich auch etwas gelber. Am Gaumen sehr cremig-geschmeidig, fruchtseitig deutlich intensiver, aber fern jeder Fettigkeit. Hier auch Backäpfel mit etwas Zimt, der Pfirsich von Anfang an recht gelb, Abate-Birne leg' ich auch noch dazu. Die Säure tut ihren Dienst in vorbildlicher Manier, ohne sich dabei in den Vordergrund zu schieben. Steinchen findet man nur, wenn man konzentriert danach sucht, der PB ist und bleibt einfach fruchtdominiert. Auch der Abgang ist intensiv und recht lang, dabei ebenfalls sehr samtig und gibt die Fruchtaromen nochmals sehr differenziert wieder.

Der De Silva PB ist kein Wein, der mit der Brechstange um die Ecke kommt. Ich würde ihn in die "feine" Ecke schieben, auch wenn er nüchtern betrachtet durchaus von recht intensiver Natur ist. Aber die einzelnen Aromabestandteile sind hier sehr schön klar voneinander differenzierbar, was für mich die besagte Feinheit ausmacht. Und der geschmeidige Charakter tut ein Übriges dazu. Dies ist und bleibt einer meiner Lieblings-Südtiroler.

Wertung vom 24.07.2016: Nachkauf 3 von 3

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Verkostung vom 26.09.2020:

Im Glas ein leuchtendes Goldgelb, riecht nach Nektarinen und Kaktusfeigen mit Pfeffer und Brennessel sowie einem Tick Großholz. Schmeckt einerseits recht intensiv, wobei die Frucht aber trotz der Dichte sehr beschwingt wirkt, Pfeffer und eine leicht kantige Kräuterigkeit incl. Zitronenmelisse sorgen im Verbund mit der sehr jugendlich wirkenden Säure für hohe Frische, das Ganze kommt auf einem satten Salzbett daher. Der lang hallende Nachhall lebt in erster Linie genau von dieser Salzigkeit, die mehrere Minuten präsent bleibt, dabei aber nicht austrocknend wirkt.

Ich denke, daß ich diesen Weißburgunder blind nicht älter als 2016 geschätzt hätte, er ist immer noch etwas ungestüm, aber andererseits auch voll entwickelt. Paßte wunderbar zu selbstgemachten Kastaniennudeln mit Pilz- / Maronensauce, da er den leicht süßlichen Nudeln incl. der Maronen in der Sauce einerseits gut Paroli bieten kann und andererseits der relativen Mächtigkeit des Gerichts seine kantig-frische Jugend entgegenhält. Für mich einer der Top 5 WB's aus Südtirol, zumindest soweit ich sie selbst kenne.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/09/27/kalterner-highlight/
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