Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 03.03.20 15:04

Bezeichnung: Kerner - Sabiona - Südtirol Eisacktaler DOC
Winzer/Produzent: Eisacktaler Kellerei
Land / Region: Italien - Südtirol
Jahrgang: 2013
Typ: Weißwein
Rebsorte: Kerner
Alkohol (Vol.%): 14
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben:
Preis: 22,6 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 25.03.2016
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 27.02.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 10.07.2016:

Im Glas eher unspektakulär mit einem mittleren Goldgelb, in der Nase anfangs noch etwas verhalten, dann kommen erst grüne Äpfel und Birnen, später wird das Ganze etwas gelber und es kommen weißer Pfirsich und Mirabelle sowie etwas Grapefruit dazu. Auch wieder mal etwas schieferig anmutende Steine, obwohl es in der Gegend -soweit ich weiß- gar keinen Schiefer gibt. Entfernt noch ein bißchen unaufdringliche Braunwürze. Geschmacklich ist der Kerner um einiges reifer, gelber, dichter als in der Nase, aber durch einige eher grüne Komponenten wie Karambole und entsprechend gefärbtem Apfel wirkt der Wein trotz des deutlichen Fruchtextrakts und den stattlichen 14 PS nicht überfrachtet, sondern immer noch elegant bis beschwingt. Die Säure verrichtet dabei ihren Dienst eher unauffällig, aber effektiv, die oben genannten Steine kann man auch gut erkennen, verschrecken aber niemanden. Nach dem Schlucken kann man sich einige Zeit lassen, das Glas wieder anzufassen, die Früchte incl. einem ganz kleinen und dadurch sehr angenehmen Bitterchen machen noch lange Freude.

Man kann dem Wein aus meiner Sicht eigentlich nur ankreiden, daß die Rebsortenkollegen aus der Aristos- und der Basis-Linie darunter bei deutlich geringerem Preis nicht so viel schlechter sind, das Preis-Leistungs-Verhältnis leidet im direkten Vergleich mit der Konkurrenz aus dem eigenen Haus. Aber das spricht eher für die beiden Underdogs als gegen den Sabiona. In jedem Fall ein sehr schöner Berg-Kerner, der seinen Preis aus meiner Sicht allemal wert ist.

Wertung vom 10.07.2016: Nachkauf 2 von 3

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Verkostung vom 27.02.2020:

Helleres, aber durchaus leuchtendes Goldgelb mit leicht grünlichem Stich. Geruchlich zeigt sich ein frisch-gelber Mix aus Mirabellen und Kaktusfeige sowie Zitrone und Bergamotte plus ein paar blaue Steinchen. Schmeckt recht dicht fruchtig, die leicht ankandierte und etwas grünere Zitrusseite ist hier in der Pole Position, die Säure ist -der Rebsorte angemessen- recht kernig und sorgt für Niederviskosität, auch hier eine kühlende, blaue Mineralik. Der Abgang ist ebenfalls dicht fruchtig jenseits des primären und lebt von der Spannung zwischen kühlem Säure-Stein-Mix und dem hier vorherrschenden Zitruskonzentrat.

Sehr spannungsgeladener Kerner der Extraklasse (wobei ich es schon bemerkenswert finde, daß die Oberliga dieser KG "nur" durch Sylvaner und ausgerechnet Kerner vertreten wird), trotz aller Opulenz komplett anstrengungsfrei zu trinken, hat sich -wenn ich Erinnerung und mein obenstehendes Geschreibsel kombiniere- auch spannungsseitig gut nach vorne entwickelt.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/02/29/die-elite-der-genossen/
Link 2: -
Link 3: -
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