Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 07.04.20 19:25

Bezeichnung: Chateau Charmail
Winzer/Produzent: Oliver Sèze
Land / Region: Frankreich - Bordeaux - Haut-Médoc
Jahrgang: 2006
Typ: Rotwein
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: 17/20 WW
Preis: 14 Euro je 0,75 l (im Handel) - Oktober 2009
Bewertung: Charmail auf dem Tiefpunkt
Preis / Genuss: schlecht
Autor/Verkoster: Albrechtstraßenbewohner
Verkostungsdatum: 09.10.2009
Eingetragen von: Albrechtstraßenbewohner ... geändert von Albrechtstraßenbewohner ... [Rückfrage zur VKN an Albrechtstraßenbewohner]
VKN im Detail: 06.04.2020: Jahre über die Haltbarkeitsprognose die bislang beste Flasche, und das sogar aus einer Demi: Immer noch dunkel, zunächst auch harsch, die Charmail-typischen Schwarzteearomen, aber es gibt sogar noch Frucht und nach einer Stunde Luft hat er eine gute Zwischenphase. Verabschiedet sich dann aber wieder ins Spröde. Wer noch eine Magnum hat, entkorken, eine Stunde warten, auch auf die zehn Gäste, denen dann rasch ausschenken, ein kräftiges Fleischgericht servieren, austrinken, besseren Wein holen.

15.10.2013: Komischerweise ist dieser Wein bei erinnerungswürdigen Abenden oft dabei - und diesmal passte er wirklich gut. Wie Innauen zurecht bemerkt, ein schwarz-grüner Wein. Es ist nicht mehr die unvorstellbare Katastrophe wie früher, in der Jugend, aber so richtig behagt dieser Wein nicht. Charmail-typisch harsch, wie man mittlerweile leider sagen muss; eher Künast als Klöckner. Bis 2017 muss der unbedingt geleert werden.

In den frühen Morgenstunden und am Abend des 15. April 2012 aus einer Magnum: Deutlich besser, wenn auch am Anfang das Harsche deutlich da ist, nach einem halben Tag Luft jedoch weitgehend verschwindet. Der Wein ist jetzt keine opulente Orgie, aber gut und mit Genuss trinkbar, was man bislang nicht von diesem Wein behaupten konnte. Vermutlich braucht er noch Zeit und sicher sollte er lange Luft haben, aber immerhin besteht die Hoffnung, dass die restlichen Flaschen nicht in Bratensossen umgesetzt werden müssen.

11.11.11: Immer noch derselbe grünliche Brett-Ton, v.a. in der Nase, etwas gemildert am Gaumen, das Tannin ist aber sehr trocken und spröde, nicht auszuschließen, dass der Wein demnächst austrocknet. Was ist da nur passiert? Und wie kann es sein, dass Gabriel diesen Wein mit 17/20 bewertet? Aber zur Verwunderung über die Gabrielschen Punkteorgien bot diese Mövenpick-Probe einigen Anlass.

Oktober 2010 das ganze nochmal: Was ist da bloss passiert? Zu lange im Fass mein Innauen. recht hat er wohl. Wie kommt Gabriel zu 17 Punkten? Aber wiederum ein Wein, von dem man mindestens vier Magnums im Keller haben sollte, um das weiter zu verfolgen. Graus.

09.10.2009: Mövenpick-Probe: grünlich-holzige Aromen in der Nase; rieht als hätte er einen bislang in der Weingeschichte einmaligen Fehler (was ihn wenigstens irgendwie herausheben würde), dünn-vernagelter Gaumen, zähnebeschlagendes Tannin, unangenehm adstringierend, unreif, zu früh geerntet (?). Der schlechteste Charmail seit 1993. In fünf oder zehn Jahren nochmal probieren.

Unverständlich, wie Rene Gabriel zu seiner Bewertung kommt:

Rene Gabriel [WeinWisser 04/2007]:
Sehr dunkles Granat mit violettem Schimmer. Süsses, pflaumiges Bouquet, Schoko-Kokos-Noten, Kandis und Sandelholz im Hintergrund. Samtener, cremiger Gaumen, viel Gharme, wieder schöne Pflaumentöne, geschliffene Gerbstoffe, früh schon Freude machend. 17/20
Trinken: 2010 - 2019
Trinkreife: noch lagern
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