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  <title>Verkostungsnotizen.net</title>
  <link>http://www.verkostungsnotizen.net</link>
  <description>Wein-Verkostungsnotizen von Michl</description>
  <language>de-de</language>
  <pubDate>Tue, 14 Apr 2026 18:08:28 +0200</pubDate>
  <lastBuildDate>Tue, 14 Apr 2026 18:08:28 +0200</lastBuildDate>
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    <title><![CDATA[Spätburgunder Réserve trocken 2021, Freiherr von Gleichenstein, Baden, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85522</link>    
    <pubDate>Sun, 12 Apr 2026 18:32:59 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Sehr schöne, klassische Spätburgundernase, deutlich rotfruchtig (auch Hagebutte) und fruchtzentriert, bisschen trockenes Laub.
Die braune Randaufhellung (im Zalto beim Schwenken sehr deutliche Brauntöne) machen sich dann geschmacklich aber deutlich bemerkbar. Der Wein wirkt schon etwas gezehrt und der sowieso recht leichte Körper kann dem auch nichts mehr adäquat entgegensetzen. Auch die Säure wirkt im Zusammenspiel mit dem zurückhaltenden Tannin dadurch etwas unfein. Verträgt das große Glas nicht...
War bestimmt mal ziemlich balanciert, wenn auch etwas gesichtslos. Zum aktuellen Preis von 15,90 nicht überzeugend. Auch mit den 20 %, die das Weingut aktuell gibt, würde ich den nicht mehr nachkaufen. Ist ein Beispiel dafür, dass 21 auch in rot problematisch sein kann. Mit gutem Willen 85 P, aber eigentlich ist das maximal noch gut und nicht mehr sehr gut, auch wenn die Nase einen zunächst etwas viel Gelungeneres erwarten lässt.<br><br>85<br><br>Verkostet am 12.04.2026 von Michl]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[Ihringer Winklerberg Chardonnay trocken 2021, Freiherr von Gleichenstein, Baden, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85510</link>    
    <pubDate>Fri, 10 Apr 2026 21:04:19 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[In der Nase richtig schön mit bisschen nasser Straße, Gelbfrucht, un gewissen grün-rindigen bzw. vegetabilen Aspekten.
Im Mund dann deutlich mehr Argrumen-Aromatik und mit viel Luft auch mineralisch, aber auch die typische 21er Problematik mit einer recht ungeschliffenen Säure, die neben einem eher substanzschwächeren Körper etwas verlassen stehen bleibt, auch die Holztöne sind vor allem zu Beginn nicht wirklich integriert, finden sich dann mit Luft aber gut ein.
Da ist schon echt gut, vor allem stilistisch auf der "hellen", weil leichten, frischen und unfetten Seite angesiedelt, dennoch halt in sich etwas sperrig. Zu Beginn 86 P, dann immer besser und schließlich 88-89 P. <br><br>89<br><br>Verkostet am 10.04.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chardonnay 2024, Kleines Gut, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85506</link>    
    <pubDate>Thu, 09 Apr 2026 19:44:48 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Die ganze mir zugängliche Geschichte dieses noch sehr jungen Garagenweinguts "catchte" mich und ich wollte sofort dort etwas einkaufen, aber mein erstes sehr großes Interesse prallte dann auf das, was da halt im Glas ist: Naturwein!
Hier gibt es zwar keine Aromen, die mir widerstreben, selbst der Hauch Blechdose hat hier eine stimmige Berechtigung. Dennoch verstehe ich diesen Stil einfach nicht. Hinter alle dem, was man hier wahrnehmen kann, scheint so viel Schönes durch: Leichtigkeit, Beschwingtheit und großartige Balance. Das hätte konventionell ausgebaut so richtig schön sein können, vor allem dieser wunderbare Süßholzton, den ich im Chardonnay liebe, kommt hier in einer Zartheit zum Ausdruck, wie ihn nur wenige hinkriegen. Aber letztlich wirkt der Wein auf mich so, wie Naturwein immer - selbst in den besten Ausführungen - zu sein schien, nämlich sehr und zu einfach. Ich weiß nicht, ob das an den mostigen Aromen liegt, über die Naturwein in meinem sehr bescheidenen Erfahrungshorizont nicht hinauswachsen konnte. Bei diesem Wein fallen sie nur sehr zurückhaltend aus und verlieren sich in einem schönen Hefeeindruck. Dennoch bleibt dieser Letzteindruck. Sehr schade! 

Warum die spartanisch ausgefallene homepage des Weinguts (bei Händlern erfährt man da wesentlich mehr) nur auf Englisch gehalten ist , erschließt sich mir auch nicht. Will man ein internationales Publikum erreichen? Ist das Berlin-Style? Soll das hip wirken? Keine Ahnung... seltsam ...<br><br>Verkostet am 09.04.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Kieselsandstein Riesling trocken 2022, Beurer, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85492</link>    
    <pubDate>Sun, 05 Apr 2026 20:17:10 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[In der ziemlich eleganten Nase sehr kultiviert mit Kernobst, Zitruszesten, aber auch dunkleren Tiefen, alles bleibt aber ganz schwebend-leicht, deutlich floral.
Im Mund ebenfalls bei leichtem-mittlerem Körper wunderbar bei sich, sehr fluide, sehr trinkig, mit fein ziselierter Säure und und leichtem, weiß-mineralischem Grip hinten raus.
Großartig gelungen. Das ist sehr, sehr schön, "herzlich-beschwingte Ernsthaftigkeit", tiefer und edler als der "Gipskeuper". 89-90 P<br><br>90<br><br>Verkostet am 05.04.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Gipskeuper Riesling trocken 2022, Beurer, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85491</link>    
    <pubDate>Sun, 05 Apr 2026 20:15:17 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Sehr schöne Nase, ganz auf Kernfrüchte gestellt, etwas floral.
Im Mund bei leichtem-mittlerem Körper, klar und saftig, nur leichte erdige Mineralität, hoher Zug und Trinkfluss.
Sehr schöner Riesling, für mich auch regionstypisch, was ich aber nicht in Worte fassen kann.<br><br>88<br><br>Verkostet am 05.04.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Viña Gravonia 2010, López de Heredia, Rioja, Spanien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=67266</link>    
    <pubDate>Fri, 03 Apr 2026 19:36:24 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Goldgelbe Farbe.
In der intensiven, sofort zu erkennenden Nase natürlich leicht oxidativ, Brotteig, grün-vegetabil, aber auch deutlich reife Frucht, hoch interessant und erstaunlich tief und komplex für den Gravonia. Mit Luft kommt dann noch nach 2 h etwas Krokant dazu.
Im Mund im Antrunk verhalten mit zartem, fast fluffigem Schmelz, auch in der Mitte noch nicht entwickelt, sehr zarte, fast schon schüchtern-fragile Säure, die dennoch nicht nachgibt und dem mittleren Körper einen ätherisch-schwebenden Charakter verleiht (mit Luft dann deutlich dominanter), hinten raus ganz traditionell mit besten, völlig integrierten Holzaromen (null Vanillekitsch, sondern feiner Hauch Mandel) und etwas Petrol.
Braucht noch einige Zeit auf der Flasche, entwickelt sich aber auch schon etwas mit Luft. 89-90 P

7 Jahre später (03.04.2026) einfach großartig! Intensive Nase mit Petrol, Nuss, braunem Kandis, Fenchel, Kamille und versteckt eine völlig intakter Gelbfrucht. 
Im Mund jetzt völlig aufgeschlossen mit viel Schmelz und einer Säure, die kongenial dagegen arbeitet. Wächst in diesem Jahrgang über sich hinaus!. Absurd, wie in kürzester Zeit die Preise für die Weißen des Weinguts explodiert sind. Heute liegt dieser formal kleinste Wein bei über 50 €. Aber ja, dieser Stil ist singulär und so anregend wie befriedigend, dass offensichtlich nicht wenige das ab und an im Glas haben müssen. 92 P<br><br>92<br><br>Verkostet am 04.04.2019 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Spätburgunder trocken 2022, Lassak, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85467</link>    
    <pubDate>Tue, 31 Mar 2026 20:02:15 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[In der Nase ganz reine Herz- und Sauerkkirsche, rote Johannisbeeren, vielleicht minimal gelbe Pflaume, alles wunderbar leicht geliert, floral.
Im Mund bei eher leichtem als mittlerem Körper herrlich kühl, frisch, leichtfüßig, extrem trinkig, ebenfalls ganz auf die Frucht gestellt, nur leichter Tanningrip.
Wow, das ist stilistisch klasse und völlig auf der Höhe der Zeit! Kein behäbiger Schmelz, keine Holzkeule, keine Überextraktion, nur fruchtige Freshness. Hier gibt es keine dumpf-stumpf-diffuse Erd- oder Zersetzungsaromatik, das ist ganz auf die klare Frucht gestellt, nichts wird dicht. Hochgradig animierend und süffig, nur leider noch etwas zu einfach. Aber komplex oder gar tief will und muss ein Wein, der derart ausgebaut wird, auch gar nicht sein. Richtig klasse! 89-90 P<br><br>89<br><br>Verkostet am 31.03.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Markgräflerland Spätburgunder trocken 2022, Martin Waßmer, Baden, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85466</link>    
    <pubDate>Tue, 31 Mar 2026 20:01:58 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[In der Nase Waldfruchtmix, auch Zwetschge, darüber etwas Blumenerde, welche die Frucht etwas verstellt, und stimmiges Holz.
Auch geschmacklich sind die erdige Aromen etwas zu stark, erstaunlich viel Tannin, aber gewisser Säurekick.
Einfach, aber okay, eher zum Runterspülen. Braucht gewisse Kühle, PGV aber gut.<br><br>85<br><br>Verkostet am 31.03.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chardonnay Reserve trocken 2023, Wagner-Stempel, Rheinhessen, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85461</link>    
    <pubDate>Sun, 29 Mar 2026 21:00:23 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[In der recht verhaltenen Nase Kernost, Aprikose, Pfirsich, keine Reduktivität.
Auch geschmacklich ganz auf die Frucht gestellt, saftig, hier mehr Mango. Max. mittlerer Körper, relativ wenig Schmelz, zurückhaltende Säure. Mit Luft wird er wesentlich eleganter, leichter und kühler und es dringt eine feine Mineralität durch.
Wäre es eine Basisqualität und und würde der Wein 15 € kosten, würde ich sagen, top gelungen. Vor allem der luftig-beschwingte Charakter gefällt mir. Warum dieser Wein jedoch 25 € kostet, erschließt sich mir nicht. Das ist gut gemachter, aber letztlich doch etwas gesichtsloser Chardonnay. Da zeigt der günstigere "Feldspat, Quarz, Glimmer" des Weinguts deutlich individuellere Züge.<br><br>87<br><br>Verkostet am 29.03.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Vina Ardanza Reserva 2005, La Rioja Alta, Rioja, Spanien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=46498</link>    
    <pubDate>Sat, 28 Mar 2026 19:42:47 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[80% Tempranillo, 20% Garnacha. Unglaublich animierende, erhabene, süß-säuerliche Nase. Frische, v.a. dunkle Fruchtnoten: Brombeere, Zwetschge, aber auch etwas Sauerkirsch und Johannisberre, darüber schwebt ein köstliches orientalisches Bukett, etwas Malz. Im Mund ist der Wein noch unentwickelt, mittlerer, tendenziell ins Leichtere gehender Körper, schwebend mit feinem Schmelz vom Holz, Säure ist eher zurückhaltend (für traditionelle Riojas), aber hochfein und edel, wunderbar stützendes, etwas nachtrocknendes Tannin, retronasal feinste Gewürz- und Tabaknoten. Das ist eine Weinpersönlichkeit, der Wein schindet mit nichts Eindruck, bleibt immer bescheiden und zurückhaltend , glänzt aber in jedem Aspekt. Der Geschmack bleibt in faszinierender Weise am Gaumen präsent, nur das Holz muss sich noch einbinden.

12 Jahre später: Großartig gealter, ganz leicht jetzt, mit völlig abgeschmolzenem Tannin, aber auch mit deutlich sich zurückziehender Frucht. In sich perfekt, kühl und erhaben, noch immer völlig intakt und lebendig. Wunderbare Säure, die so nur aus Rioja kommen kann. 89-90 P<br><br>93<br><br>Verkostet am 04.07.2014 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Blanc de Blancs Brut 2017, Rudolf Fürst, Franken, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=84149</link>    
    <pubDate>Sat, 28 Mar 2026 19:39:08 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[76 Mon auf der Hefe, 12/24 dégorgiert.

In der Nase deutlich Brioche, aber auch etwas Sauerteig, Hauch zart-filigrane Reduktionsaromen, dahinter etwas wunderbar unreife  gelbe Frucht, Hauch Feigenblatt.
Im Mund mit einer zunächst etwas schaumigen, nach kürzester Zeit aber feinen mousse, schlank und bescheiden, ja fast etwas schüchtern auftretend, dennoch mit zum Körper passendem Druck, schlanker, aber durchaus lang anhaltender Säurenerv, aromatisch nicht wirklich komplex, dafür aber ganz bei sich, definiert, hier eher Apfel als Aprikose, wirkt nicht brut, sondern sensorisch trocken, nur ganz minimale Restsüße, die sofort von der Säure gekontert wird.
Scheint zu Beginn etwas einfach zu sein, ist aber nur ganz balanciert und vornehm zurückhaltend. Gefällt mir charakterlich sehr, sehr sortentypisch, sicherlich teuer für das Gebotene, aber das ist schon richtig schön. 90-91 P

2. Tag: Wow, heute viel druckvoller und tiefer. Was sich gestern mit viel Luft schon andeutete, ist heute offensichtlich: Das ist richtig große Klasse! 92-93 P, Preis geht jetzt voll in Ordnung.

27.03.26: Heute nimmt mich der Sekt nicht mit. Hab durchgängig einen seltsamen Weingummiton (weiß). Schon richtig gut, aber heute ist er mir wieder viel zu teuer. 89-90 P<br><br>90<br><br>Verkostet am 10.09.2025 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Untertürkheimer Gips  Chardonnay trocken 2023, Aldinger, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85422</link>    
    <pubDate>Sat, 21 Mar 2026 21:23:00 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Braucht viel Luft. Dann in der Nase bester reduktiver Funk (rund und nicht scharf), Süßholz, Kieselstein und hochedle Frucht. Ganz luftig-erhaben, duftig und mit Tiefensog.
Im Mund bei max. mittlerem Körper großartig. Alles bleibt schwebend. Die zunächst erstaunlich zurückhaltende Säure entwickelt immer mehr Biss. Dann kommt viel Grip dazu. Lädt richtig zum Kauen und Schmatzen ein. Zupackend, nobel und beschwingt zugleich. Sehr, sehr gut! Viel besser als die zuletzt schwächeren Jahrgänge. 92-93 P <br><br>93<br><br>Verkostet am 21.03.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Le Triumvirat - Prestige Millésime 2009, Tarlant, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85411</link>    
    <pubDate>Sat, 21 Mar 2026 09:54:19 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[58 % Chardonnay, 42 % Pinot Noir, aus Oeuilly, fast 13 Jahre auf der Hefe, 01/23 dégorgiert, 0 gr. dosage

In der Nase ganz in sich versammelt, fast etwas scheu mit vollreifer (aber keinesfalls überreifer) Gelbfrucht, Nuss, Tabak, Hauch Nougat, zitrisch durchsetzt.
Aromatisch nicht wirklich catchy, ebenfalls ganz in sich versammelt. Aber dann kommt ab der Mitte diese Säure und die ist schlichtweg spektakulär! Das ist die möglicherweise schönste Säure, die ich je im Schaumwein hatte: Ganz schlank, äußerst fein ziseliert, aber dennoch großartig dynamisch-expressiv und unfassbar nachhaltig. Hohe Mineralität und viel weißes Tannin, das aber ganz schwerelos und pudrig ausfällt. Agil und energetisch, aber immer schlank bleibend. Das ist ein Schauspiel, das sich ab der Mitte entwickelt!
Großer Strukturschampus! Für mich ein prototypisches Beispiel, warum brut nature der Gral ist. Jetzt völlig auf der Höhe und mit viel Zeit vor sich. Alter hätte ich um viele Jahre unterschätzt.<br><br>95<br><br>Verkostet am 20.03.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chardonnay 2023, Uwe Schiefer, Südburgenland, Österreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=84948</link>    
    <pubDate>Mon, 09 Mar 2026 21:07:43 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[In der Nase audringlich exotische Frucht (leider auch Banane) und Blechdose, die Schlimmes erwarten lässt.
Im Mund dann tatsächlich naturweinig mit viel Blechdose (als könne man in sie hineinbeißen), schräg-beißende Säure prallt auf dicken Schmelz.
Nee, da passt nichts zusammen, dafür muss man schon Liebhaber von Naturweinen sein. Kann man trinken, aber das war's auch schon.
Ist nur zusammen mit anderen Weinen im Festtagspaket zu beziehen. Vielleicht erklärt dieser Wein den erstaunlich günstigen Preis des Gesamtpakets. 81-82 P

09.03.26: Heute eigentlich als Kochwein geöffnet, dann probiert und schließlich zu Orecchiette mit Brokkoli, Sardellen, Knofi und Chili erstaunlich gut. Säure wirkt heute moderater, auch der Naturweineindruck und insgesamt schon 84 P, also gut, aber noch nicht sehr gut.<br><br>82<br><br>Verkostet am 20.01.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Ruthe Lemberger GG 2020, Graf Neipperg, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85313</link>    
    <pubDate>Sat, 07 Mar 2026 22:29:25 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Ziemlich nobler Duft nach Blaubeeren, Schlehen, Hauch schwarzes Johannisbeergelee. Kühl und sehr fluide, äußerst balanciert bei max. mittlerem Körper, sehr feines, zurückhaltendes Tannin, ganz wunderbar rund-sanfte, aber durchsetzungsfähige Säure, wirkt, als habe er 12,5 %.
Großartiger Lemberg, zählt klar zur deutschen Spitze, burgundisch-edel im Gesamtcharakter. Hier ist nichts auf fordernden Auftritt, Überwältigung oder Kraftpotzerei angelegt, alles bleibt sanft, subtil und schmeichelnd. Jetzt perfekt.<br><br>92<br><br>Verkostet am 07.03.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Kallstadt Spätburgunder 2016, Rings, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85310</link>    
    <pubDate>Sat, 07 Mar 2026 19:40:57 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Wenn ich mich recht erinnere, floss 2016 das Saumagen GG vollständig in diesen Ortswein.

Sensationell gereift. Strotzt nur so vor Kraft, Saft und Vitalität, unglaublich agil und austrainiert, kühl, feine Mineralität, mit vollständig abgeschliffenem, unaufdringlichem und perfekt dosiertem Tannin, das wunderbar eine leicht herbe Struktur schafft. Genau die richtige Dosis Säure, die den max. mittelkräftigem Wein ungemein trinkig werden lässt. Ein ganz zarter, warm-morbider Schleier (trockenes Laub und Holz), umschleicht den Wein, ohne die Frucht (rote Johannisbeeren, Cranberrys, gelbe Pflaume, Orange) zu beeinträchtigen. Perfekter Trinkzeitpunkt! Für den damaligen Preis (ich meine noch unter 20 €) heute grandios. Sehr regionstypisch, ohne jeglichen behäbigen Schmelz, aufdringliches Holz, Überextraktion oder zu mineralisch-reduktive Zeitgeistigkeit. 91-92 P<br><br>92<br><br>Verkostet am 07.03.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Bönnigheim Sonnenberg Chardonnay 1G 2023, Dautel, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85269</link>    
    <pubDate>Sun, 01 Mar 2026 18:39:08 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[In der Nase unmittelbar überzeugend und einnehmend mit moderaten Reduktionsnoten, Gelbfrucht, Agrumen, Süßholz und ungesüßtem Popcorn.
Im Mund ebenfalls extrem balanciert, ja regelrecht durchkomponiert bei mittlerem Körper. Feiner Schmelz, rundpolierte Säure, Saft und innere Dichte formen einen Wein, der fernab jeder Klebrigkeit und überzogener Kraft, aber ebenfalls fern jeder nordisch-kühlen Kargheit und phenolischer Strenge die "Mitte" der Chardonnay-Bandbreite findet. Das ist belebend und in sich ruhend zugleich. Das ist einfach eine große Freude! Zu kritisieren finde ich hier gar nichts. Hier steht ein Wein im Glas, der sich selbst gefunden hat und nicht mehr sein will und nicht mehr sein müsste, als das, was er ist. Wunderbar! 90-91 P<br><br>91<br><br>Verkostet am 01.03.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Weißer Schiefer 2024, Uwe Schiefer, Südburgenland, Österreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85251</link>    
    <pubDate>Thu, 26 Feb 2026 18:12:28 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Cuvée aus Welschriesling und Weißburgunder (so zumindest 2023)

In der Nase breit, Gelbfrucht, wirkt überreif und latent alkoholisch, minimal Blechdose.
Im Mund ebenfalls zerfließend breit, furchtbar hoher, alkoholisch wirkender Süßeeindruck, ziemlich sättigend.
Nee, das ist nicht mein Fall, kann man trinken, aber hat keine Frische, nichts Mundwässerndes, wirkt "südrhonesk". Ich weiß nicht, was aktuell im Weingut los ist. Alle Weißweine aus dem Weihnachtspaket sind enttäuschend und z.T. extrem schwach.<br><br>83<br><br>Verkostet am 26.02.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Weißburgunder Réserve trocken 2024, Battenfeld-Spanier, Rheinhessen, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85236</link>    
    <pubDate>Mon, 23 Feb 2026 19:24:24 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[In der Nase zunächst extrem viel reduktiver Funk (dachte zunächst, das könnte ein Knewitz-Chardonnay sein), am 2. Tag dann moderater und mit mehr Gelbfrucht.
Im Mund dann ein ungewöhnlich substanzreicher, mittlerer-voller Körper, aber nicht plump oder träge, sondern erstaunlicherweise ungemein trinkig, starker Schmelz, der aber nicht kleben bleibt, sehr saftig (vollreife Aprikose und Pfirsich), für meinen Geschmack etwas zu wenig Säure.
Äußerst gekonnt ausgebauter Wein, gesichtslos zwar, könnte von überall her stammen (v.a. aus wärmeren Regionen der Welt) und auch noch nicht tief oder komplex, aber eben extrem gut vinifiziert. Wer reduktive Aromatik nur mag, wenn der Körper ein Gegengewicht bildet, könnte hier Gefallen finden. <br><br>89<br><br>Verkostet am 23.02.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Weißburgunder trocken 2024, Fritz Haag, Mosel-Saar-Ruwer, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85235</link>    
    <pubDate>Mon, 23 Feb 2026 19:24:16 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Herb-frische Nase mit gerade anreifendem Steinobst, sogar ganz leicht Agrumen, Hauch nasser Kiesel, scheint minimal Fass im Spiel zu sein, schön.
Im Mund bei leichtem-mittlerem Körper mit gutem Zug, obwohl die recht feingliedrige Säure nicht hervorsticht, Schiefer ist spürbar, auch gewisser Grip.
Guter Basis-Weißburgunder, individuell aufgrund der Schiefer-Note, zwar einfach, aber nicht banal. 85-86 P<br><br>86<br><br>Verkostet am 23.02.2026 von Michl]]></description>
  </item>
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