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  <title>Verkostungsnotizen.net</title>
  <link>http://www.verkostungsnotizen.net</link>
  <description>Wein-Verkostungsnotizen von Michl</description>
  <language>de-de</language>
  <pubDate>Sun, 12 Jul 2026 15:34:52 +0200</pubDate>
  <lastBuildDate>Sun, 12 Jul 2026 15:34:52 +0200</lastBuildDate>
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  <item>
    <title><![CDATA[Neuffener Riesling Weißer Jura 2025, Dolde, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86019</link>    
    <pubDate>Tue, 07 Jul 2026 18:19:09 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Marzemino hat den Wein einmal mehr super beschrieben. Blind hätte ich aufgrund der Nase wahrschenlich sogar auf eine Cuvée mit Scheurebe getippt. Insgesamt  erinnert mich der Wein aber sehr an Txakoli.

Vielleicht könnte man noch ergänzen, dass der Wein herrlich leicht ist. Auch aromatisch ganz stimmig zum Körper eher zurückgenommen, aber eben nicht wässrig, sondern "zart phenolisch durchzogen" und "lichtdurchflutet". Ein großartiger Sommerwein! 

<br><br>86<br><br>Verkostet am 07.07.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chardonnay Mineral trocken 2023, Karsten Peter, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86010</link>    
    <pubDate>Sun, 05 Jul 2026 19:31:37 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Deutlich reduktive Töne, auch etwas unangenehm grün-kernig, nasser Asphalt, wenig Frucht (v.a. zitrisch). Nase erinnert mich sehr an Knewitz.
Im Mund dann glücklicherweise balancierter, sogar ein minimaler Hauch Extraktsüße bei max. mittlerem Körper, aber retronasal wieder sehr viel Reduktionsnoten.
Das ist schon ganz gut, ziemlich trinkig, vor allem auf der "hellen" Seite mit animierender Säure. Dennoch verstellen die Reduktionsnoten  den Wein, lassen ihn disparat, unfertig und auch etwas unreif erscheinen. Da findet sich kein hinreichender Gegenspieler im Körper und die grüne Aromatik beißt sich ebenfalls mit der Reduktivität. Überzeugt mich nicht wirklich. Wirkt überambitioniert in diesem Stilwollen. Könnte genauso schlecht altern wie Knewitzsche Chardonnays.<br><br>Verkostet am 05.07.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chardonnay HA 2023, Ziereisen, Baden, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85974</link>    
    <pubDate>Sun, 28 Jun 2026 19:13:53 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Zart reduktive Nase mit Feuerstein, wilder, trockner Wiese, auch ausgetrocknete, helle Erde, im Hintergrund vollreife Gelbfrucht und ein Hauch Süßholz, großartig inegrierter zarter Holzton
Im Mund leicht feinölig, was sofort vom weißen Tannin aufgebrochen, eitwas breiter angelegte Säure, die aber mit Luft immer wirkungsmächtiger wird, durchaus nachhaltig, strukturell nicht fest, aber auch nicht zerfließend.
Völlig natürlich wirkender Chardonnay, hat wildere Züge, wirkt aber überhaupt nicht ungeschliffen, sondern in sich völlig austariert und mit Luft dann sogar edel. Das zeigt große Könnerschaft, ist charaktervoll, ja vielleicht sogar stilistisch einzigartig. Zu Beginn 90-91 P, später dann locker 92 P<br><br>91<br><br>Verkostet am 27.06.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Fleur de Craie - Brut Nature 2021, Barrat-Masson, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85959</link>    
    <pubDate>Fri, 26 Jun 2026 22:46:46 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[33 Mon auf der Hefe, dégorgement 04/2025

Leicht geschminkt und parümiert wirkende Nase, erscheint fast bisschen maskiert. Aprikose, Orange, und auch etwas brioche, aber alles hinter diesem gekünstelt wirkenden Schleier. Eher goldener als  heller Charakter.
Im Mund ebenfalls ganz auf diese Früchte gestellt, retronasal floral, ziemlich feine, etwas schaumig aufbrausende mousse, gut integrierte Säure, die nicht die Zügel übernehmen will. Max. mittlerer Körper. Hat viel Grip und auch herben Zug, aber auch eine leichte feinölige Schwermütigkeit, die man als Tiefe interpretieren kann.
Ist schon richtig gut, aber auch ziemlich gestylt und kommt für mich einfach  nicht so richtig ehrlich rüber. Aber so ging es mir auf die eine oder andere Art bisher mit allen Champagnern dieses Winzers. 
<br><br>90<br><br>Verkostet am 26.06.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Lemberger trocken 2023, Lassak, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85935</link>    
    <pubDate>Fri, 26 Jun 2026 18:02:12 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Saftige Nase, mit eher roter als blauer Frucht, von ganz entfernt etwas Würze, die an Lorbeer erinnert, minimaler, aber wirklich nur minimaler Hauch Lack, der in dieser Dosis ungemein bereichernd ist.
Im Mund sehr saftig mit Kirschfrucht, herrlich straffes Tannin, das innere Spannung erzeugt. Leichter-mittlerer Körper, erfrischender, aber nicht dominanter Säurekick, dazu etwas steinige Mineralität. Wunderbar geringer Alk.
Toller Lemberger, der nicht mit Kraft und Intensität arbeitet, sondern von seiner (reduktiven) Struktur geprägt ist Läuft leicht gekühlt selbst bei den aktuell hohen Temperaturen. 88-89 P<br><br>89<br><br>Verkostet am 25.06.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chardonnay Brut Nature 2020, Krack, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85922</link>    
    <pubDate>Sat, 20 Jun 2026 20:38:38 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Feine, aber ziemlich schaumige mousse, schlank, crisp, hell, mineralisch, mit schöner Säure. Da passt alles zusammen, vor allem bei diesen hohen Temperaturen gerade, aber letztlich ist das schon ein echt einfacher Sekt. 85-86 P<br><br>86<br><br>Verkostet am 20.06.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Millésime Grand Cru Blanc de Blancs Extra Brut 2014, Pierre Moncuit, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85921</link>    
    <pubDate>Sat, 20 Jun 2026 18:44:58 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[10 Jahre auf der Hefe, 3 gr. dosage, 09/25 dégorgiert

In der Nase brotig, wenig Frucht (kandiert), nussig.
Im Mund mit sehr feiner mousse, sehr gut integrierter Säure, aber sehr viel weißem Tannin, das den Wein ziemlich ernst ausfallen lässt. Ganz leicht sherryhafte Tiefe im Nachklang.
Selbst für den französischen Preis und im Verhältnis zu früheren Jahrgängen etwas enttäuschend, vor allem mangels höherer Komplexität. Dennoch erstklassig, letztlich aber eher ein weinintellektuelles Vergnügen.<br><br>92<br><br>Verkostet am 20.06.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Riesling trocken 2023, Lassak, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85911</link>    
    <pubDate>Sun, 14 Jun 2026 20:00:23 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[In der Nase heimisches Kernobst, auch unreife exotische Aspekte (grüne Mangoschale), Grüntee, vielleicht ein Hauch Rosen im Oberton.
Im Mund erstaunlich substanzreich für den geringen Alk, deutlich Rieslingschmelz, der für gewisse Tiefe sorgt, aber sofort von der Säure aufgebrochen wird. Wirkt sehr bäuerlich unverstellt mit erdigen Noten, aber vor allem vegetabilen Aromen (Gurke). Wirkt letztlich völlig gewachsen und nicht gemacht, aber auch unkonventionell.
Joa, ist wirklich charaktervoll, aber strengt mich auch ziemlich an. Glanz, Strahlen, Helligkeit, Leichtigkeit fehlt hier. Will nicht richtig laufen.<br><br>87<br><br>Verkostet am 14.06.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Pureté 1er Cru Brut Nature 2019, Geoffroy, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85909</link>    
    <pubDate>Sun, 14 Jun 2026 17:42:29 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[35 % Pinot Noir, 35 % Pinot Meunier, 30 % Chardonnay, primär 2019 mit réserve perpetuelle, 04/25 dégorgiert

Super Schampus! Weniger kräftig als der Volupté, mittlerer Körper, auf Zug ausgerichtet, aber mit hoher aromatischer Intensität und Individualität. Trotz brut nature mit wunderbar leichtem Süßehauch. Gefällt mir subjetiv mehr als der Volupté ist aber "objektiv" der etwas schwächere Wein.<br><br>92<br><br>Verkostet am 14.06.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Volupté 1er Cru Blanc de Blancs Extra Brut 2016, Geoffroy, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85908</link>    
    <pubDate>Sun, 14 Jun 2026 17:41:39 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[6 Jahre auf der Hefe, 4 gr. dosage, 11/23 dégorgiert

Großartiger Schampus, kraftvoll, intensiv, viel Nuss und Kandis, auch blonder Tabak, herbstlich, auch tief, aber nicht von wirklich hoher Komplexität, leicht oxidativ. Weniger gewichtig als ich den 15er erinnere. Jetzt perfekt, aber mit viel Zeit vor sich. <br><br>93<br><br>Verkostet am 14.06.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chardonnay Kapelle 2023, Kleines Gut, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85854</link>    
    <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 22:41:39 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Bei meiner Erstbegegnung vor vielleicht 3 Wochen war ich richtig fasziniert. Der Wein hat mich auf eine Reise mitgenommen.

Deutlich geringerer Naturweincharakter als der "einfachere" Chardonnay. Nicht trüb.

In der zurückhaltenden Nase nur zu Beginn ein wenig Blechdose, dann Sanddorn und ein Hauch warmer Sandstein. Hochgradig individuell. 
Im Mund sehr feinölig, was allein schon ziemlich edel wirkt, vor allem aber erdrückt der Schmelz nicht den Wein, sondern fasst ihn wie ein äußerst filigranes und dünnwandig gearbeitetes Glas. Der Wein bleibt leicht und wirkt durch den Schmelz hindurch faszinierend fragil, scheu, zart, fast zart besaitet. Die Säure scheint zu Beginn eher zu zurückhaltend zu sein, letztlich passt sie aber gerade deshalb sehr zum Gesamtcharakter des Weins. Auch das weiße Tannin setzt sich mit der Zeit spürbar durch und verleiht Grip. Variiert mit Luft spürbar.
Einerseits zwar aromatisch limitiert, fast einfach, andererseits aber edel und mit zarter Tiefe, die klar erkennbar ist, wenn man sich darauf konzentriert. Ein Wein von sehr eigener Art und hochgradig faszinierend. Hin- und hergerissen bin ich dennoch, ob der Wein letztlich zu einfach oder einfach nur sehr leise und edel ist. Ich neige zu Letzterem. Er gefällt mir stilistisch sehr. Und aromatisch ist das in meinem Horizont echt einzigartig.<br><br>Verkostet am 04.06.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Spätburgunder Dorf 2022, Andreas Durst, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85800</link>    
    <pubDate>Sat, 30 May 2026 22:57:22 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Ohne Jahrgangsangabe, laut Händler 2022, Los.-Nr. 04/24

In der ganz wunderbaren, "hell-dunklen" Nase Schwarzkirsche, Schwarztee, auch Hauch Bitterschokolade. Sehr ätherisch-lebendig, aber auch geerdet.
Im Mund wunderbar bissig, anhaltend, Hauch feinste Extraktsüße, hier auch Hauch Orange, viel griffiges Tanin, dass Struktur schafft, und zum Kauen einlädt. Sehr trinkanimerende, bestens intergierte und völlig unscharfe Säure, toller Zug, hohe Mineralität. Hat bei mittlerem Körper Kraft, zeigt aber auch Athletik und Spannung.
Großartig gelungen. Beste Reduktivität. Dunkel und spannungsvoll, aber auch frisch. Jetzt genau richtig. <br><br>91<br><br>Verkostet am 30.05.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Cote Blanche Blanc de Blancs Brut 2021, Le Brun de Neuville, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85795</link>    
    <pubDate>Fri, 29 May 2026 21:23:53 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[38% Reservewein, 06/25 dégoriert, aus Holz und Stahl, z.T. Malo, 7 gr. dosage

In der "zuckrig" wirkenden Nase ziemlich verhalten mit etwas Brioche, Gelbfrucht und ganz leichter Kräuterigkeit.  Letzlich ziemlich langweilig
Im Mund mit einer feinen, aber wenig kraftvollen mousse, was den Schampus ziemlich weinig wirken lässt. Aromatisch recht einfach, wenig Säure, vor allem aber viel zu viel Restzucker, der die ganze Aromatik überlagert, positiv gewendet aber auch für Cremigkeit sorgt.
Puh, meins ist das gar nicht, das nervt regelrecht. Bah!
Das ist ein prototypisches Beispiel, warum Restzucker im Schaumwein in aller Regel nichts taugt. Selbst zum französischen Preis zu teuer. Die in Deutschland aufgrufenen Preise sind angesichts der Qualität eine Zumutung.<br><br>Verkostet am 29.05.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Blanc et Noir Brut Nature , Scheuermann, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85794</link>    
    <pubDate>Fri, 29 May 2026 20:01:39 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Chardonnay und Spätburgunder

Herrlich straight, mundwässernd, relativ viel Tannin, das für ordentlich Grip sorgt. Fruchtig auf der roten Seite, mit Himbeere, Kirsch und Rhabarber, insgesamt aber nicht fruchtdominiert, sondern steinig, sehr trocken, fast etwas karg wirkend und recht einfach.
Zu den aktuell hohen Tedmperaturen auf der Terrasse ganz wunderbar, auch wegen des relariv geringen Alks. <br><br>87<br><br>Verkostet am 29.05.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Delos - Blanc de Blancs Grand Cru Extra Brut , Pierre Moncuit, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85721</link>    
    <pubDate>Thu, 21 May 2026 20:43:08 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[40 Mon auf der Hefe, 3 gr. Dosage, 10/25 dégorgiert

In der kühlen, mineralischen Nase unreife Geldfrucht und Kernobst, bisschen Brioche, aber auch roher Teig, viel nasser Flusskiesel.
Im Mund unerwartet trocken (nur ein Hauch Restsüße), mittlere-feine mousse, erfrischende Säurespur, straight nach vorn gerichtet, zitrische, aber auch leicht kandierte Aromatik, recht einfach. Gewinnt mit Luft aber Substanz und Tiefe.
Zum aktuellen Sonderangebotpreis in Frankreich im Kontext der Region richtig okay. Besser als ich frühere Ausgaben erinnere, erfreulich und durchaus anregend. Zu Beginn 87-88 P, schließlich 89-90 P.<br><br>89<br><br>Verkostet am 21.05.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chardonnay - Alte Reben - trocken 2024, Reinhold und Cornelia Schneider, Baden, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85720</link>    
    <pubDate>Thu, 21 May 2026 18:35:04 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Wow, das ist mal schön! Viel besser als die ***-Spätlese.
In der Nase ähnlich, vor allem das recht süße Holz lässt wieder etwas Gewichtiges erwarten.
Im Mund ist der Wein dann jedoch wesentlich frischer, klarer und mit höherer innerer Spannung. Die schneidersche Holzaromatik passt zum Körper, da sie etwas moderater und heller ausfällt. Ganz feinperlige, völlig rund polierte Säure. Schielt weder ins nordisch Karge noch ins badisch Behäbige, sondern bleibt ganz klar auf der schlankeren, wenig reduktiven, aber durchaus erdig-mineralischen Spur.
Das ist richtig super! Wenn man mal spürbares Holz im Chardonnay haben mag, dann gerne so.<br><br>90<br><br>Verkostet am 20.05.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Crémant d'Alsace Clos Liebenberg 2013, Valentin Zusslin, Elsass, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85719</link>    
    <pubDate>Wed, 20 May 2026 19:22:07 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[90 % Auxerois, 10 % Riesling, über 10 Jahre auf der Hefe, 12/24 dégorgiert, 0.3 gr. Restzucker.

Nicht unbedingt komplexe, aber durchaus tiefe Nase. Herbstlich reif mit Kandis, Nuss, durchsetzt mit Agrumenzesten (v.a. Orange). Richtig schön, aber ganz in sich versammelt und gesetzt.
Im Mund substanzvoll und sehr nachhaltig mit ziemlich feiner mousse. Ebenfalls durchaus tief, ohne aber auffallend komplex zu sein. Alter ist nicht zu spüren. Wunderbare rebsortentypische, nie ins Plakative abgleitende Aromatik (aber Riesling ist für mich nicht zu schmecken, zu Beginn eher Chardonnay).
Ja, das ist richtig gut! Klar herausragend und der beste Crémant, den ich je im Glas hatte. Hat noch einige Jahre vor sich. Für mich auch sehr regionstypisch. <br><br>92<br><br>Verkostet am 20.05.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chardonnay *** Spätlese trocken 2024, Reinhold & Cornelia Schneider, Baden, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85715</link>    
    <pubDate>Tue, 19 May 2026 18:43:34 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[In der sehr süßen, leicht wärmenden Nase Gelbfrucht, auch kandiert, brauner Kandis, etwas Süßholz und recht viel (Neu-?)Holz.
Im Mund bei mittlerem Körper sehr viel Schmelz, der doch ziemlich zäh ausfällt. Ebenfalls hohe und für mich unangenehme Extraktsüße, aber auch eine wunderschön rund polierte und gut integrierte Säure. Hinten raus vanilliges Holz. Ist nicht dick oder träge, hat durchaus gewisse Agilität, in letzter Konsequenz bleibt er aber adipös. Freshness, Leichtigkeit, Grip sucht man hier vergebens, das ist old-school badisch und ziemlich sättigend
Der 23er hat mir deutlich besser gefallen. Das bedient wieder meine alte Hass-Liebe zu den Weinen des Weinguts. Wer den Stil mag, wird hier aber viel Freude haben.<br><br>88<br><br>Verkostet am 18.05.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Epos I Réserve Brut Nature 2019, Lena Singer-Fischer (Lena macht Sekt), Rheinhessen, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85699</link>    
    <pubDate>Sat, 16 May 2026 21:36:39 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[66 Mon auf der Hefe

In der Nase Brioche, grüner Apfel, Zitrus, auch gewisse Nussigkeit.
Im Mund mit feiner, aber schnell nachgebender mousse, was den Sekt relativ weinig wirken lässt. Die Qualität des Grundweins schimmert deshalb stärker durch und diese ist gemessen am Preis nicht wirklich überzeugend. Die Säure, aber auch die Aromatik wirken etwas sperrig. Mit Luft dann pudriger Grip und auch deutliche Mineralität
Für das Gebotene leider viel zu teuer. 89-90 P<br><br>90<br><br>Verkostet am 16.05.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Leirana Genoveva 2023, Forjas del Salnés, Rias Baixas, Spanien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85685</link>    
    <pubDate>Thu, 14 May 2026 11:47:03 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[LOB: 98 P, Parker: 97 P, Suckling: 98 P, Atkin: 97 P, Galloni: 96 P

In der Nase kühle Gelbfrucht, wunderbar in einen "Granit-Nebel" gefasst, im Oberton ein zarter Hauch Grapefruit, gewisse Tiefe, aber sehr in sich versammelt, kein spürbares Holz (klasse!)
Im Mund bei mitterem Körper zunächst schmelzig, was dann in der Mitte und letztlich sehr nachhaltig von der Säure aufgebrochen wird. Zeigt dadurch Länge, aber die Säure ist eher etwas ungezügelt und nicht wirklich geschliffen. Aromatisch (aktuell?) nicht wirklich generös.
Klar herausragend, aber nicht groß, wie die Bewertungen der Profis erwarten ließen. Wirkt auch mich etwas zu "international" und gemacht. Aber dieser Granit-Ton spricht dann schon für Individualität und Persönlichkeit. Gefällt mir, aber günstig ist der Wein für das Gebotene sicherlich nicht.<br><br>92<br><br>Verkostet am 13.05.2026 von Michl]]></description>
  </item>
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