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  <title>Verkostungsnotizen.net</title>
  <link>http://www.verkostungsnotizen.net</link>
  <description>Wein-Verkostungsnotizen von marzemino</description>
  <language>de-de</language>
  <pubDate>Tue, 29 Sep 2026 23:13:43 +0200</pubDate>
  <lastBuildDate>Tue, 29 Sep 2026 23:13:43 +0200</lastBuildDate>
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    <title><![CDATA[Leistadter Felsenberg Spätburgunder GG trocken 2018, Rings, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86436</link>    
    <pubDate>Sun, 27 Sep 2026 15:33:25 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Unmittelbar herbe und frische Nase nach Waldbeeren, Sauerkirsch und roter Johannisbeere. Etwas Orange im Oberton und Leder mit einer Spur Kaffee oder Karamell im Hintergrund. Nass-erdige Noten mit pflanzlich-schaligen Aspekten. Wirkt recht natürlich und komplex, aber irgendwie unpräzise und ganz leise lauern im Untergrund die Baumarktaromen. Im Mund wie erwartet sehr herb, säurefrisch und saftig. Dabei leicht pflanzlich-schärfend. Und bei aller Festigkeit und Straffheit vergleichsweise feingliedrig gebaut. Das ist schon recht gelungen und wäre richtig gut, wären da mehr aromatische Präzision und Tiefenschärfe. Und etwas mehr innere Harmonie und Balance.<br><br>Verkostet am 27.09.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Spätburgunder trocken 2022, Greiner, Baden, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86417</link>    
    <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 21:02:41 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Feingliedrig-offener Duft nach Erdbeere und nicht ganz reifer Zwetschge. Agrumen im Hintergrund. Floral überhaucht. Hagebutte und Wacholder. Im Mund taktil zartgliedrig, sehr zurückhaltend extrahiert, frisch und schlank. Herb, saftig  und frisch. Belebend, mit feinem Säurezug und phenolischem Biss ohne Härte. Das wirkt sehr natürlich, unprätentiös und wohltuend entspannt, geradezu entlastend. Vor allem ist es enorm trinkig da weit weg von verkrampftem Stilwillen, Überambitioniertheit und jeglicher Kraftmeierei. Macht Spaß!<br><br>Verkostet am 19.09.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Benje 2023, Envinate, Islas Canarias, Spanien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86354</link>    
    <pubDate>Sat, 05 Sep 2026 17:01:11 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Wild-würzige Frucht nach roter Johannisbeere, Sauerkirsche und einem Anflug von Schlehe. Herb, saftig und frisch. Kräutrige und nass-steinige Assoziationen, kalt-rauchig. Im Mund wieder kühl, herb, frisch und sehr saftig. Dabei durchaus fest und griffig mit schönem Säurezug und phenolischem Grip. Keinerlei Wärme, kein Alkoholschmelz, nichts klebt oder schmiert hier. Wirkt sehr natürlich, authentisch, organisch gewachsen. Edle Einfalt, rustikale Eleganz. Auch das muss man sehr gekühlt trinken und dann in großen Schlucken! Cool-climate Wein aus heißem Land. Super!<br><br>Verkostet am 05.09.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Chardonnay Welzbachtal trocken 2023, Knewitz, Rheinhessen, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86330</link>    
    <pubDate>Sun, 30 Aug 2026 19:18:13 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Hell, komplex und strahlend schon in der Nase, zarte Frucht nach unreifer Birne und unreifer Aprikose. Unterlegt mit kühler Minze, Meeresgischt, Muschelschalen und nass-kreidigen Noten. Darüber gepflegte Reduktion, warmer Kunststoff, Gummi und Schweiß. Ganz selbstverständlich, nicht erzwungen oder mit Gewalt hingebogen, gar nicht überambitioniert. Alles wirkt wie aus sich selbst gewachsen, strahlend, erleuchtet. Im Mund taktil straff, phenolisch-griffig und mineralisch marmoriert. Ganz wunderbarer Säurezug, Freshness, Vitalität. Dabei auch fest, zentriert und präzise gespurt. Plumpen Schmelz und warme Alkoholsüße sucht man vergebens. Hier changiert nichts, das ist balanciert und bei sich und bleibt es auch nach viel Luft. Gar nix kippt hier ins Gelbe, Behäbige, Oxidative. Lediglich ein feiner Hauch von ganz hellem Karamell und ungeröstetem Sesam verrät den Fassausbau. Das ist derart einnehmend, stilistisch überzeugend und geradezu mitreißend, dass es mich schier schüttelt. Wunderbarer Stoff, geiles Zeug und das Beste, was ich seit langem im Glas hatte!<br><br>Verkostet am 30.08.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Trollinger Alte Reben trocken 2024, Schnaitmann, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86323</link>    
    <pubDate>Fri, 28 Aug 2026 17:12:32 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Schon in der Nase herb, frisch und saftig. Sauerkirsche, rote Johannisbeere und florale Noten im Hintergrund, Hibiskus, Hagebutte. Auch ein bisschen reduktionsstinkig, Hauch Schweiß und Hefe. Taktil recht fest, konturiert und phenolisch-griffig mit super schönem Säurezug. Leicht unreife Zwetschge kommt in den Sinn. Saftig ist das, kühl, straff und konturiert und gar nicht labbrig, weich oder plump. Man muss es sehr gekühlt trinken, dann ist das eine echte Wonne. Erfrischt, erfreut, belebt! <br><br>Verkostet am 28.08.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Weinheim Melaphyr Riesling 2023, Heiligenblut, Rheinhessen, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86300</link>    
    <pubDate>Sun, 23 Aug 2026 21:30:12 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Komplexer Duft mit verhaltener Frucht nach gelagertem Apfel mit einem Hauch Ananas im Hintergrund. Etwas Fallobst und Gummi. Reneclaude und Aprikosenschale. Vor allem aber schon in der Nase feuchter Stein, Gesteinsmehl und nasse Straße. Fest im Mund, zupackend mit deutlicher Tanninspur und mineralischem Biss. Dezent und mundwässernd bitter im Nachhall. Vitaler Säurezug und doch ruhig, gediegen, fordernd. Erdverbunden, geerdet, dem Boden verhaftet. Strahlt mit Ruhe, nicht mit Getöse. Das hier erheischt Stille, zwingt zum Innehalten. Nur was ruhig ist, kann zuhören.<br><br>Verkostet am 23.08.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[La Quinta 2022, Giodo, Toskana, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86292</link>    
    <pubDate>Sat, 22 Aug 2026 11:42:53 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Strukturell und taktil sehr schön gebaut mit polierter Säure, feingliedrigem Körper und luftig-zartem Tannin. Das fließt kühl und seidig ohne hemmenden Schmelz, Alkoholwärme oder sinnloser Extraktionsgewalt. Aromatisch aber ist das gar nicht überzeugend. Kaum Frucht, Pflaumenschale ist zu erahnen, dafür viel Tapetenkleister, Tusche und nasse Blumenerde. Nasse Lederschuhe und Pappe. Man findet wenig bis gar keine Aromen, die Lust auf einen weiteren Schluck machen. Unerfreulich und für mich am Rande der Fehlerhaftigkeit.<br><br>Verkostet am 22.08.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Rüdesheim Spätburgunder trocken 2023, Robert König, Rheingau, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86228</link>    
    <pubDate>Sat, 08 Aug 2026 10:27:46 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Floral duftende Nase nach Erdbeere, Granatapfel und etwas Hibiskus. Im Hintergrund rauchige und fleischige Anklänge, Pancetta oder Lardo. Hellfarbig und schlank im Mund, ganz zart extrahiert, weich und fließend und doch mit Kontur. Ganz trocken, dennoch mit charmantem Fruchtschmelz. Dabei strukturell eher karg und mit transparenter Textur. Eine Weingattung sui generis sozusagen, irgendwo zwischen Rosé und Rotwein. Man muss das sehr gekühlt trinken. Dann macht das enorm Spass!<br><br>Verkostet am 08.08.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[Chardonnay trocken 2023, Schloss Schönberg, Hessische Bergstrasse, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86016</link>    
    <pubDate>Mon, 06 Jul 2026 17:06:08 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Recht komplexer Duft nach gelber Frucht, gelagerter Apfel, Karamell und Gummi. Hefe im Hintergrund. Gelbe Würze, Kurkuma, Fenchelsaat. Und vor allem angegorenes Fallobst, maischige Noten. Ein Anflug von Dörrobst. Was schön ist sind die Anklänge von Stein und Rauch. Taktil dann schmelzig, feinölig. Mit recht deutlichem Süßeeindruck und dezentem Säuremangel. Läuft mit Wärme einigermaßen in die Breite, zieht nicht durch. Mir fehlt die Festigkeit, die Freshness, der Säurebiss. Aromatisch hat das durchaus Länge. Wirkt stilistisch ambitioniert, aber ein wenig drüber einerseits und richtungslos andererseits. <br><br>Verkostet am 06.07.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Spätburgunder Alte Reben 2019, Saalwächter, Rheinhessen, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85902</link>    
    <pubDate>Fri, 12 Jun 2026 20:48:47 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Frisch und gegenwärtig in der Nase mit Orange, Grapefruit und Sauerkirsche. Metallische Noten,  herbe Johannisbeeren. Etwas trockenes Laub und nasse Erde könnte man vermuten. Dann wieder rostiges Klettergerüst. Im Mund unmittelbar frisch und saftig, verhalten extrahiert, luzide, lichtdurchflutet, transparent und strahlend. Das hat Zug und Freshness, ist vitalisierend und lebendig. Gar nichts ist hier alkoholschwer, schmelzig-süß oder dumpf-dunkel-überwältigend. Die Säure ist belebend, der Gerbstoff präzise feindosiert. Hier weiß jemand, was zu tun ist, hier ist jemand auf der Höhe der Zeit. Alles ist erleuchtet!<br><br>Verkostet am 12.06.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Langhe Nebbiolo 2020, G.D. Vajra, Piemont, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85877</link>    
    <pubDate>Sat, 06 Jun 2026 18:00:06 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Aromatisch nicht ganz überzeugend, leicht dumpf-gedeckte Noten nach Erdbeere und Zwetschge, etwas Dörrobst mit nass-schmutzigen Facetten. Auch etwas feuchte Pappe. Taktil aber grandios balanciert, sehr elegant gebaut mit feinstem Tannin und schwebender Säure. Herb und zugleich mit vertrackter, hintergründiger Fruchtsüße. Dabei in keinster Weise klebrig, sondern frisch-schwebend, feingliedrig und transparent. Mürb-griffig und gleichzeitig fließend kühl. Tolles Mundgefühl, nichts ist hier dick, laut, wirr oder zu viel. Auf den Punkt extrahiert derart, dass es eine Wonne ist. Wunderbar!<br><br>Verkostet am 06.06.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Kapelle Chardonnay 2023, Kleines Gut, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85875</link>    
    <pubDate>Fri, 05 Jun 2026 21:34:15 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Einigermaßen schwer zu fassen in vielerlei Hinsicht, anziehend und abstoßend zugleich, changierend und schwankend. Einerseits etwas dumpf-gereifte Noten nach Opas Kartoffelkeller, nach überreifem Boskopapfel und karamellisierten Walnüssen, gelagertem Most und Politur. Dann aber auch feste Noten nach nassem Stein, nach nach ätherischen Saaten, ja beinahe Floralem und Agrumenschale. Taktil ebenso fordernd: Da ist kühle Säure ebenso wie feinöliger Schmelz, da ist glatter, kühler Fluß genauso wie bitter-phenolischer Grip und salzige Festigkeit. Wird mit Luft meinem Empfinden nach eher heller und findet taktil zu innerer Harmonie, so dass man mit einigem Recht sagen kann: Der Schmelz "fasst ihn wie ein äußerst filigran und dünnwandig gearbeitetes Glas" (Michl), oder dass "frischer Apfel sich mit kurz gezogenem Tee zum beiderseitigen Vorteil verbindet." (Kle). Das wird sicher nicht jedem gefallen, dennoch empfinde ich das keineswegs als extremistisch-überspannt, sondern durchaus als gelassen-rustikal, abseits vom Mainstream aber unaufgeregt und ohne laute Exaltiertheit.  <br><br>Verkostet am 05.06.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Neuffener Riesling Weißer Jura 2025, Dolde, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85807</link>    
    <pubDate>Sun, 31 May 2026 20:28:51 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Helle und klare Nase nach unreifer Birne, weißem Pfirsich und einem Anflug von Grapefruit. Kräutrige Noten, Minze vielleicht. Deutlich nasse Straße, feuchtes Gesteinsmehl, Flusskiesel. Im Mund unmittelbar überzeugend, balanciert, straff und griffig. Salzig-mineralisch und zart phenolisch durchzogen mit vitaler Säure. Klare Konturen, lichtdurchflutet und kühl und freundlich. Frisch ist das und saftig und wie selbstverständlich. Als könnte es gar nicht anders sein. Sehr erfreulich, vitalisierend, erhebend. So geht Riesling, weder banal noch anstrengend. Wunderbar!<br><br>Verkostet am 31.05.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[Handwerk Spätburgunder 2022, Bertram-Baltes, Ahr, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85798</link>    
    <pubDate>Sat, 30 May 2026 17:38:29 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Eigenartig schon in der Nase, Holundersaft mit Reduktionsnoten. Gummiabrieb, Chinaböller im Hintergrund, Käserinde vielleicht, auch an Animalisches erinnernd. Im Mund extrem weich und glatt. Kühl-fließend mit zarter Säure und einem Hauch Kohlensäure auf der Zunge. So gut wie kein Gerbstoff, nicht einfach das als Wein zu erkennen. Selbst Fruchtsaft hat mehr Grip und Festigkeit, mehr Halt und Struktur. Immerhin wird die Frucht mit viel Luft ein wenig heller, die Reduktionsnoten binden sich schöner ein. Eigenartige, eigenwillige Stilistik. Erfreulich ist der geringe Alkoholgehalt. Stark runtergekühlt immerhin ein brauchbarer Saufwein zum Essen.<br><br>Verkostet am 30.05.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[Aus Godramstein Riesling trocken 2024, Stefan Meyer, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85724</link>    
    <pubDate>Sat, 23 May 2026 18:24:39 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Scheint ein ganz klein wenig von der Naturweinstilistik inspiriert. Teeartige Aromen, grüner Tee und Grapefruit. Auch herbale und florale Noten, ein Anflug von Holunderblüte vielleicht. Leicht phenolisch-schalig im Mund, mit kreidig-mineralischem Unterbau. Zart-süßer Fruchtschmelz, verwoben mit deutlicher und doch sehr abgerundeter Säure. Wirkt ein bisschen als hätte er BSA gemacht. Ein Anflug von Cremigkeit, mineralisch marmoriert. Hat Charakter und Wiedererkennbarkeit. Macht Spaß!<br><br>Verkostet am 23.05.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Longuich Maximin Herrenberg Riesling trocken 2024, Carl Loewen, Mosel-Saar-Ruwer, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85701</link>    
    <pubDate>Sun, 17 May 2026 12:57:37 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Steinig-fest schon in der Nase, Steinschlag, feuchtes Gesteinsmehl, nasser Sand. Frucht nur leise im Hintergrund, Apfel, weißer Pfirsich und gelbe Kiwi. Andeutungen von Ananas. Pflanzliche Noten im Inneren. Komplex und vielschichtig. Mords Druck im Mund, salzig-mineralisch, phenolischer Grip und ordentlich Extrakt. Dabei aber nicht schwer, behäbig oder plump. Wird von vitaler Säure ordentlich in die Länge gezogen und in der Spur gehalten. Straff und griffig. Dennoch kein easy-drinking, sondern fordernd, Aufmerksamkeit einfordernd, beinahe ein wenig anstrengend.<br><br>Verkostet am 17.05.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Bechtheimer Geyersberg Pinot Noir 2020, Karl May, Rheinhessen, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85698</link>    
    <pubDate>Sat, 16 May 2026 09:58:41 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Leise aber gleichermaßen reintönige wie komplexe Frucht nach getrockneter Erdbeere, Sauerkirsche und Agrumen. Durchwachsen von Rost und trockenem Laub. Feingliedrige wie feste Struktur. Transparent und zurückhaltend extrahiert. Offen und elegant. Etwas Steinschlag im Hintergrund, nasse Erde. Wieder offen, aufgefächert und mit Tiefenstruktur und innerer Festigkeit. Dabei ist hier nichts dick, behäbig oder schmelzig-plump. Sehnig-karg, leicht spröde und mineralisch-fest. Burgundisch möchte ich meinen, stilistisch vollkommen gelungen und insgesamt sehr überzeugend.<br><br>Verkostet am 15.05.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Acusp 2018, Castell d'Encus, Costers del Segre, Spanien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85688</link>    
    <pubDate>Thu, 14 May 2026 20:02:30 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Herbe Noten in der Nase nach Schlehe und roter Johannisbeere. Taktil ebenfalls recht herb mit festen, leicht bitteren Tanninen. Etwas grün-schärfend, Pfefferschoten und rindig-schalige Komponenten. Vitale Säure. Eher erdige Würze als charmante Frucht. Fest gebaut, zupackend und etwas gerbig-rustikal. Aromatisch ist das recht komplex und strukturell stabil. Aber diese Stabilität scheint ein wenig äußerlich. Innen deutet sich durchaus etwas Leere und mangelnde Substanz an. Insgesamt eher rustikal als elegant. Man muss sich eintrinken und etwas dazu essen. Dann ist das aber doch mit Freude zu trinken.<br><br>Verkostet am 14.05.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Ruppertsberg Chardonnay trocken 2023, Seckinger, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85668</link>    
    <pubDate>Sun, 10 May 2026 19:47:14 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Wirklich saugeile Nase nach warmem Kunststoff, etwas Gummi, grünem Tee und Grapefruit. Eine Ahnung von angebrannter Milch, Salzbutter und Apfel. Auch Chinaböller und Hopfen. Präsent, aber nicht schrill. Sondern fein verwoben, komplex verschränkt. Taktil mit mineralischem und phenolischem Grip, mit hauchzartem Schmelz und wunderbar eingefügter Säure. Zupackend ist das, griffig, vital und saftig. Kreidige Festigkeit, aromatische Tiefendimension und Lebhaftigkeit an einem Ort. Am zweiten Tag fast noch besser, verwobener, zwingender, mitreißender. Vital ist das, vitalisierend und enorm trinkig. Beinahe bin ich so weit zu sagen, dass man diesen Wein nicht trinkt, man wird von ihm getrunken. Stilistisch auf jeden Fall vollkommen auf der Höhe der Zeit, sauguter Stoff!<br><br>Verkostet am 10.05.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Rüdesheim Drachenstein Spätburgunder trocken 2022, Robert König, Rheingau, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85666</link>    
    <pubDate>Sat, 09 May 2026 19:43:21 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Feingliedriger und ins Florale tendierender Duft nach Preiselbeeren und Granatapfel. Vielleicht Himbeeren samt Himbeerblatt. Dezent erdig unterlegt, Kurkuma, nasse Straße. Offen ist das und zart extrahiert. Fein-duftig und luftig-schwebend. Reintönig, balanciert mit elegantem Säurezug und hauchzartem Tannin. Wer innere Dichte, Kraft und schweren Extrakt sucht, der sucht vergebens. Das hier lebt von Leichtigkeit, natürlicher Ausstrahlung und zartem Bau. Und nicht zuletzt enormem Trinkfluss.<br><br>Verkostet am 09.05.2026 von marzemino]]></description>
  </item>
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