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  <title>Verkostungsnotizen.net</title>
  <link>http://www.verkostungsnotizen.net</link>
  <description>Wein-Verkostungsnotizen von marzemino</description>
  <language>de-de</language>
  <pubDate>Wed, 06 May 2026 16:37:05 +0200</pubDate>
  <lastBuildDate>Wed, 06 May 2026 16:37:05 +0200</lastBuildDate>
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    <title><![CDATA[Pinot Noir Reserve 2020, Holger Koch, Baden, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85634</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 10:32:48 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[In der offenen nase getrocknete Erdbeeren, Sauerkirsch und Zwetschgenschale. Auch dezent grün-rindige Facetten und etwas in Richtung Agrumen. Unterlegt von nass-erdigen und etwas schmutzigen Assoziationen, Reifenabrieb, Rauch. Im Mund taktil eher zart und weich-fließend. Transparente Textur, durchscheinend, hell. Verhalten extrahiert mit ganz zartem, weichem Tannin und vergleichsweise fließend-zerfließender Kontur. Retronasal steigen grüne Noten auf, auch Agrumen. Das ist aromatisch komplex und stilsicher. Aber vielleicht fehlen ein wenig die Spannungssspitzen.<br><br>Verkostet am 02.05.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Fleurie Coup de Foudre 2018, Les Bertrand, Burgund, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85633</link>    
    <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 23:34:58 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Eigentlich finde ich Naturweine oft problematisch und Gamay meist nicht überzeugend. Aber das hier ist offen und reduktiv zugleich, ist komplex und saftig. Erinnert aromatisch an Beerensaft, an rostiges Eisen, Metall und Gummi. Hat auch nasse Erde, Graphit und Bleistift. Ist fest ohne überzogene Extraktion und ist von frischer Säure durchzogen. Gleichzeitig ist da auch etwas Teeartiges, Wirres und Strukturloses was an nasse Wäsche, an Disziplinlosigkeit und Schmuddeligkeit denken lässt. Und es ist trotzdem geil. With your feet on the air and your head on the ground try this trick and spin it. Your head will collapse and there's nothing in it. And you may ask yourself: Where is my mind.<br><br>Verkostet am 30.04.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Pinot Noir Kalkstein trocken 2020, Frank John, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85591</link>    
    <pubDate>Fri, 24 Apr 2026 21:08:37 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Wunderbar balanciert, gleichzeitig reintönig, komplex und offen. Präsenz ohne Lautstärke, feingliedrig, äquilibriert und stilsicher. Elegante Struktur und helle Beerenaromatik nach Kirsche, Zwetschge und Agrumen. Hauch Erdbeere. Trockenes Laub im Hintergrund. Schwebend-schwerelos und geerdet zugleich. Ruhig, sehr gelassen und bei sich. Keinerlei lärmende Exaltiertheit, nichts Gewaltsames, wirkt wie organisch gewachsen, authentisch und ästhetisch stimmig. Weit weg vom Lärm der Gassen, Ruhe ausstrahlend und Ruhe erheischend. Wohltuendes Understatement, große Freude.<br><br>Verkostet am 24.04.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Weißer Burgunder Alte Reben trocken 2024, Reinhold & Cornelia Schneider, Baden, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85545</link>    
    <pubDate>Sun, 19 Apr 2026 13:29:06 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Stilistisch eigentlich nicht so meins: Ordentlich Extraktsüße, Schmelz und Cremigkeit. Aber irgendwie ist das gleichzeitig nicht vordergründig, plump und behäbig, sondern mineralisch durchwachsen, salzig-steinig marmoriert und von feiner Säure durchzogen. Festes Fundament und Druck aus der Tiefe. Birne, Apfel und Zitrusabrieb. Grün-pflanzliche Andeutungen, Buchsbaum, Feigenblatt. Mineralisch schon in der Nase, Steinschlag, nasse Straße. Ein wenig auch teeartige Phenolik. Da ist etwas Vitalisierendes, was den süßen Extrakt auf eine höhere Ebene trägt und das ist es, was dem Wein etwas Zwingendes, Überzeugendes verleiht. Macht Spaß! <br><br>Verkostet am 19.04.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[Parabole 2019, Tomislav Markovic, Baden, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85542</link>    
    <pubDate>Sat, 18 Apr 2026 13:26:18 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Zurückhaltend extrahiert mit transparenter Textur. Trotzdem fest, mit teeartigem Tannin und leicht schärfender Phenolik. Im Oberton zart spürbarer Alkoholdunst. Aromatisch recht komplex und hell, Hibiskus, Orange und Granatapfel. Dann immer dunkler werdend, Wacholder, Rost und nasse Erde. Ein bisschen auch nasse Pappe und feuchter Altbaukeller. Das ist schon interessant aber holt mich nicht völlig ab ob der leichten Schärfe und vor allem: der dunkel-nass-schmutzigen Noten, die die Reintönigkeit der Frucht zerstören und sich immer wieder in den Vordergrund drängen. Dennoch: Das ist seriöser Stoff.<br><br>Verkostet am 18.04.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[Gattinara Il Putto 2019, Delsignore, Piemont, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85515</link>    
    <pubDate>Sat, 11 Apr 2026 18:25:21 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Luftig-duftige und offen-komplexe Aromatik nach roter Johannisbeere, getrockneter Erdbeere und Orange. Auch Cranberries kommen mir in den Sinn. Dann Eisen, getrocknete Kräuter und Kiefernwald. Nasse Kreide darunter. Das ist aber alles keineswegs laut oder dick, sondern zart, schwebend und ohne Gewicht. Taktil eher Teeinfusion als Extraktion. Filigran strukturiert, zartgliedrig und elegant. Dennoch mit einer inneren Festigkeit und mineralischem Fundament. Anrührende Eleganz und erhabene Feinheit. Keinerlei Lautstärke, und doch hallt alles nach, strahlt und leuchtet. Aura möchte man meinen, Ferne und Nähe in einem. Wunderbar! <br><br>Verkostet am 11.04.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Neuffener Silvaner Weißer Jura 2024, Dolde, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85503</link>    
    <pubDate>Wed, 08 Apr 2026 18:41:58 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[In der Nase Birne und nasse Straße. Auch etwas Salzbutter und ein Anflug von Schweiß und Weingummi. Vegetabile Assoziationen. Nicht sonderlich komplex, aber mit Substanz, Reintönigkeit und präziser Kontur. Zarter Schmelz, mineralischer Grip und schön eingefügte Säure gut balanciert. Erfreulich unprätentiös und frei von Exaltiertheit. Passt gerade wunderbar zum Essen, zur Jahreszeit, zur Stimmung. Seriöser Stoff mit Spaßfaktor.<br><br>Verkostet am 08.04.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[Langhe La Tartufaia Pinot Nero 2018, Giulia Negri, Piemont, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85496</link>    
    <pubDate>Tue, 07 Apr 2026 13:48:27 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Offene und recht komplexe Nase nach Zwetschge, getrockneten Erdbeeren und Agrumen. Etwas Sauerkirsch, trockenes Laub und Malz. Im Mund mit vitaler Säurespannung und präsentem, leicht trocknendem Tannin. Dezent bitter im Abgang. Wirkt gleichermaßen kühl, fest und natürlich-stimmig. Nichts scheint hier exaltiert oder konstruiert. Karge Eleganz und stille Größe. Alles Exzentrische ist hier fremd. Insofern sehr gelungen, auch wenn ein wenig der innere Kern zu fehlen scheint. Leider wird mittlerweile der doppelte Preis aufgerufen, was bedauerlich ist.<br><br>Verkostet am 07.04.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Neustadt 'V' Chardonnay trocken 2024, Müller-Catoir, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85486</link>    
    <pubDate>Sun, 05 Apr 2026 11:41:43 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Diskrete Nase nach Birne und Apfel. Hell-nussige Noten und eine Ahnung von Kreidestaub. Taktil harmonisch mit elegantem Schmelz und feinem Säurezug. Ruhig und angenehm unaufgeregt. Aromatisch eher ein wenig an guten Weißburgunder erinnernd als an Chardonnay. Vielleicht könnte man sagen, das ist stilistisch etwas einfältig und nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Aber das kann ja durchaus auch positiv zu sehen sein. Wem reduktiver Funk und hippes Getöse beim Chardonnay auf die Nerven geht und - wenn man so will - gepflegte Langeweile zu schätzen weiß, der ist hier gut beraten.<br><br>Verkostet am 05.04.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Bensheimer Hemsberg Riesling trocken 2024, Barnert & Drewitz, Hessische Bergstrasse, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85480</link>    
    <pubDate>Fri, 03 Apr 2026 17:20:40 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Helle und klare Nase nach weißem Pfirsich und etwas unreifem Apfel. Auch Apfelschale und zitrische Anklänge. Dezent weißer Tee, Buchsbaum und Flusskiesel. Im Mund ebenfalls hell, klar und straff. Mit Luft dann etwas ins Gelbwürzige drehend, Kurkuma und ein Anflug von Ananas vielleicht. Mit mineralischem Fundament und phenolischem Grip. Sehr schöner Säurezug und klare Kontur. Vibrierend, lebhaft, saftig. Stilistisch stimmig und überzeugend. Macht Spass!<br><br>Verkostet am 03.04.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[Auxey-Duresses 2018, Agnès Paquet, Burgund, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85454</link>    
    <pubDate>Fri, 27 Mar 2026 20:38:06 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Eigenartige Aromatik nach Cassis, Melone und grüner Paprika. Kaum als Pinot erkennbar, könnte auch Dolcetto, Mencia, Cabernet Franc oder Gamay oder sonst was sein. Metallische Noten, Grapefruit und wieder grün-herbale Assoziationen. Fest, herb und strukturell etwas wirr. Leichte Pepperoni-Schärfe und metallische Dosenerdbeere. Grüne Rinde. Macht nicht wirklich Spaß. Auch nach einiger Eintrinkzeit nicht wirklich überzeugend.<br><br>Verkostet am 27.03.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Nonnenhorner Seehalde Chardonnay trocken 2022, Seehaldenhof, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85449</link>    
    <pubDate>Wed, 25 Mar 2026 20:22:37 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Geradlinig und streng schon in der Nase. Aromatisch vergleichsweise limitiert. Schalig-rappig und etwas gelbwürzig. Zart holzig. Eher leise und kühl-eingleisig, eng und bang. Im Mund schlank, phenolisch griffig und steinig karg. Etwas gelbe Würze leise angedeutet. Straff und kühl und steinig. Das ist schon interessant, aber ein wenig mehr Charme, Lebensfreude, Weitherzigkeit und sinnliche Generosität wären vielleicht nicht übel. Und das sage ich, dem behäbiger Schmelz und sinnlose Alkoholwärme vollkommen gegen den Strich gehen.<br><br>Verkostet am 25.03.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Königsbacher Riesling trocken 2024, Alexander Swillus, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85428</link>    
    <pubDate>Sun, 22 Mar 2026 16:59:04 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Eher steinig-phenolisch als fruchtig schon in der Nase. Etwas unreifer Apfel und herbe Grapefruit. Zarte Reduktion, Steinschlag, Flusskiesel und grün-herbale Noten. Vielleicht Zitrusabrieb. Fest gebaut im Mund mit zupackender, vitaler und gut eingebauter Säure. Schlank und fest zugleich. Hat Substanz ohne Behäbigkeit, Fett oder blöden Schmelz. Keinerlei Alkoholwärme, die etwas vorgaukelt, was nicht ist. Phenolischer und mineralisch-salziger Grip. Hell, klar und nordisch kühl. Straff und klar konturiert. Perfekt sind die Dinge nicht dann, wenn alles da ist, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann. Vielleicht gibt es solche Weine nur aus Deutschland.<br><br>Verkostet am 22.03.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Marbleous Moselürscher F Spätburgunder 2019, Materne  & Schmitt Tobias Feiden, Mosel, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85386</link>    
    <pubDate>Sat, 14 Mar 2026 21:16:39 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Dosenerdbeere, Bleistift und Minze in der Nase. Etwas maischige Assoziationen, Spontangärung, angegorenes Obst. Metallisches auch, Rost und Eisen. Sehr schlank im Mund, feingliedrig und schwebend. Mit festem Säurezug und festen Konturen. Schwebend, luftig und feingliedrig. Aber ohne inneren Kern, etwas substanzarm, und aromatisch limitiert. Kühl, frisch und trinkig. Eher wenig Frucht, aber auch wenig echte Substanz. Dennoch mit gewissem Biss und dezenter phenolischer Schärfe. Interessant ist das schon, aber nicht völlig überzeugend.<br><br>Verkostet am 14.03.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Grauer Burgunder Alte Reben trocken 2024, Egon Schmitt, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85309</link>    
    <pubDate>Sat, 07 Mar 2026 19:34:50 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Verhaltene Aromatik nach Apfel und Goldkiwi. Diskret durchzogen von nussigen Noten, Sesam und Krokant vielleicht. Vergleichsweise schlank und frisch für einen Grauburgunder, vitaler Säurezug und mineralische Andeutungen. Retronasal auch ein Anflug von nassem Stein. Das ist in keiner Hinsicht ein Extremist, keine lärmende Exzentrik, sondern gepflegte Übersichtlichkeit und ruhige Unaufgeregtheit. Will gar nicht mehr sein als er ist und gerade das macht ihn so angenehm, trinkig und freundlich. Stilistische Gelassenheit mit schöner Säurefrische, so macht Grauburgunder Spaß!<br><br>Verkostet am 07.03.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[Weisser Burgunder 2023, Saalwächter, Rheinhessen, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85263</link>    
    <pubDate>Sat, 28 Feb 2026 21:09:55 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Verhaltene Frucht nach Apfel von der Streuobstwiese und Grapefruit. Florale und herbale Assoziationen. Grüner Tee und Fermentationsnoten. Steinschlag und eine Ahnung von Reduktion. Im Mund dann vergleichsweise schlank und frisch, mit griffiger Textur. Phenolisch und zupackend. Herb-saftig und vital. Schielt Richtung Naturwein ohne gärig-maischige Noten. Strukturierte Freshness, mit Tiefgang und Komplexität. Keinerlei behäbige Alkoholsüße oder plumper Fruchtschmelz. Erfrischt, erfreut, belebt. Sehr gelungen!<br><br>Verkostet am 28.02.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[Brunello di Montalcino 2019, Le Ragnaie, Toskana, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85259</link>    
    <pubDate>Fri, 27 Feb 2026 19:45:44 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Klassische Sangiovese-Nase nach Kirschen, getrockneten Cranberries und trockenem Laub. Eisen und rostiges Klettergerüst. Nasse Erde und florale Assoziationen. Ein Hauch Dörrobst und Tabak im Hintergrund. Offen und mürb-saftig. Burgundisch strukturiert, feingliedrig und mit transparenter Struktur. Schöner Säurezug und frei von jeglicher Überextraktion, sinnloser Kraft und dunkler Gewalt. Stilistisch vollkommen überzeugend, karge Eleganz, erdverbunden, authentisch. Enorm erfreulich!<br><br>Verkostet am 27.02.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Königsbacher Ölberg Spätburgunder trocken 2019, Christmann, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85223</link>    
    <pubDate>Sat, 21 Feb 2026 20:00:19 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Helle, offene, luftig-duftige Nase nach Johannisbeere, Sauerkirsche und Orange. Etwas Malz, nasse Erde und Zwetschgenschale. Florale Noten. Im Mund feiner Säurezug, saftig und vital. Zart extrahiert, schwebend fein. Elegante Struktur, feingliedrig, ohne wirres Getöse und frei von jeder Übergriffigkeit. Balanciert und wunderbar trinkig. Nichts ist hier dick aufgetragen, lärmend oder in irgend einer Weise aufdringlich. Das ist eine Wonne, eine Wohltat, weit weg von dunkler Gewalt und plärrender Kraft. Das hier ist edle Einfalt, das hier ist stille Größe. Wunderbar!<br><br>Verkostet am 21.02.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Saphir 2020, Schwegler, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85176</link>    
    <pubDate>Wed, 11 Feb 2026 20:50:13 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Etwas differenzierter und definierter in der Nase als der Beryll, dunkle Beeren, Brombeeren, Aronia und Schlehe. Etwas Leder dabei und tuschige Momente. Im Oberton kühle Minze und fisch-saftige Noten. Taktil dann auch schlanker als der Beryll, weniger dick, weniger plump, weniger wirr. Salzlakritz, erdige Mineralik und eine Ahnung von Asphalt. Leicht schalig-rappig- bitteres Tannin, aber dafür sehr feiner, eleganter Säurezug. Das ist wirklich schön! Trotz 14 Volt gerade wegen der vitalen Säure durchaus mit Freude zu trinken. Dennoch ist das stilistisch ein wenig gesichtslos, herkunftslos. Solche sehr gut gemachten Weine gibt es überall auf der Welt. Und ich weiß nicht, was sie mir zu erzählen haben. Aber vielleicht kann ich es nur nicht hören.<br><br>Verkostet am 11.02.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chateau Pontet-Canet 2023, Chateau Pontet-Canet, Bordeaux-Pauillac, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85140</link>    
    <pubDate>Thu, 05 Feb 2026 21:02:49 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Verhalten-verschlossene Nase nach dunklen Beeren, feuchter Asche und Leder. Sehr gedeckt und alles lediglich in leisen Andeutungen. Holunderbeere im Oberton. Wirklich sehr verhalten, nur als Ahnung, nah am verstummen. Dunkel auf jeden Fall, beinahe schwarz auch im Mund, jedoch taktil und strukturell gewalttätig fast: Dunkle Wut und wirres Getöse. Rappig-bittere Gerbstoffe, alles ohne Feinheit, ohne Eleganz, ohne Charme. Wirkt grob und derb und wirr und wirft die Frage auf: Warum macht man sowas und wer tut sich sowas an? Trinken kann ich das nicht, das geht organisch gegen mich, zieht mich mental abwärts und lässt mich deprimiert zurück. Sicher: Am Ende aller Tage und für kommende Geschlechter wird die Metamorphose, das Mysterium, die Transsubstantiation geschehen.<br><br>Verkostet am 05.02.2026 von marzemino]]></description>
  </item>
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