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  <title>Verkostungsnotizen.net</title>
  <link>http://www.verkostungsnotizen.net</link>
  <description>Wein-Verkostungsnotizen von marzemino</description>
  <language>de-de</language>
  <pubDate>Tue, 30 Jun 2026 22:40:32 +0200</pubDate>
  <lastBuildDate>Tue, 30 Jun 2026 22:40:32 +0200</lastBuildDate>
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    <title><![CDATA[Spätburgunder Alte Reben 2019, Saalwächter, Rheinhessen, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85902</link>    
    <pubDate>Fri, 12 Jun 2026 20:48:47 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Frisch und gegenwärtig in der Nase mit Orange, Grapefruit und Sauerkirsche. Metallische Noten,  herbe Johannisbeeren. Etwas trockenes Laub und nasse Erde könnte man vermuten. Dann wieder rostiges Klettergerüst. Im Mund unmittelbar frisch und saftig, verhalten extrahiert, luzide, lichtdurchflutet, transparent und strahlend. Das hat Zug und Freshness, ist vitalisierend und lebendig. Gar nichts ist hier alkoholschwer, schmelzig-süß oder dumpf-dunkel-überwältigend. Die Säure ist belebend, der Gerbstoff präzise feindosiert. Hier weiß jemand, was zu tun ist, hier ist jemand auf der Höhe der Zeit. Alles ist erleuchtet!<br><br>Verkostet am 12.06.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Langhe Nebbiolo 2020, G.D. Vajra, Piemont, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85877</link>    
    <pubDate>Sat, 06 Jun 2026 18:00:06 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Aromatisch nicht ganz überzeugend, leicht dumpf-gedeckte Noten nach Erdbeere und Zwetschge, etwas Dörrobst mit nass-schmutzigen Facetten. Auch etwas feuchte Pappe. Taktil aber grandios balanciert, sehr elegant gebaut mit feinstem Tannin und schwebender Säure. Herb und zugleich mit vertrackter, hintergründiger Fruchtsüße. Dabei in keinster Weise klebrig, sondern frisch-schwebend, feingliedrig und transparent. Mürb-griffig und gleichzeitig fließend kühl. Tolles Mundgefühl, nichts ist hier dick, laut, wirr oder zu viel. Auf den Punkt extrahiert derart, dass es eine Wonne ist. Wunderbar!<br><br>Verkostet am 06.06.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Kapelle Chardonnay 2023, Kleines Gut, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85875</link>    
    <pubDate>Fri, 05 Jun 2026 21:34:15 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Einigermaßen schwer zu fassen in vielerlei Hinsicht, anziehend und abstoßend zugleich, changierend und schwankend. Einerseits etwas dumpf-gereifte Noten nach Opas Kartoffelkeller, nach überreifem Boskopapfel und karamellisierten Walnüssen, gelagertem Most und Politur. Dann aber auch feste Noten nach nassem Stein, nach nach ätherischen Saaten, ja beinahe Floralem und Agrumenschale. Taktil ebenso fordernd: Da ist kühle Säure ebenso wie feinöliger Schmelz, da ist glatter, kühler Fluß genauso wie bitter-phenolischer Grip und salzige Festigkeit. Wird mit Luft meinem Empfinden nach eher heller und findet taktil zu innerer Harmonie, so dass man mit einigem Recht sagen kann: Der Schmelz "fasst ihn wie ein äußerst filigran und dünnwandig gearbeitetes Glas" (Michl), oder dass "frischer Apfel sich mit kurz gezogenem Tee zum beiderseitigen Vorteil verbindet." (Kle). Das wird sicher nicht jedem gefallen, dennoch empfinde ich das keineswegs als extremistisch-überspannt, sondern durchaus als gelassen-rustikal, abseits vom Mainstream aber unaufgeregt und ohne laute Exaltiertheit.  <br><br>Verkostet am 05.06.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Neuffener Riesling Weißer Jura 2025, Dolde, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85807</link>    
    <pubDate>Sun, 31 May 2026 20:28:51 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Helle und klare Nase nach unreifer Birne, weißem Pfirsich und einem Anflug von Grapefruit. Kräutrige Noten, Minze vielleicht. Deutlich nasse Straße, feuchtes Gesteinsmehl, Flusskiesel. Im Mund unmittelbar überzeugend, balanciert, straff und griffig. Salzig-mineralisch und zart phenolisch durchzogen mit vitaler Säure. Klare Konturen, lichtdurchflutet und kühl und freundlich. Frisch ist das und saftig und wie selbstverständlich. Als könnte es gar nicht anders sein. Sehr erfreulich, vitalisierend, erhebend. So geht Riesling, weder banal noch anstrengend. Wunderbar!<br><br>Verkostet am 31.05.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Handwerk Spätburgunder 2022, Bertram-Baltes, Ahr, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85798</link>    
    <pubDate>Sat, 30 May 2026 17:38:29 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Eigenartig schon in der Nase, Holundersaft mit Reduktionsnoten. Gummiabrieb, Chinaböller im Hintergrund, Käserinde vielleicht, auch an Animalisches erinnernd. Im Mund extrem weich und glatt. Kühl-fließend mit zarter Säure und einem Hauch Kohlensäure auf der Zunge. So gut wie kein Gerbstoff, nicht einfach das als Wein zu erkennen. Selbst Fruchtsaft hat mehr Grip und Festigkeit, mehr Halt und Struktur. Immerhin wird die Frucht mit viel Luft ein wenig heller, die Reduktionsnoten binden sich schöner ein. Eigenartige, eigenwillige Stilistik. Erfreulich ist der geringe Alkoholgehalt. Stark runtergekühlt immerhin ein brauchbarer Saufwein zum Essen.<br><br>Verkostet am 30.05.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Aus Godramstein Riesling trocken 2024, Stefan Meyer, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85724</link>    
    <pubDate>Sat, 23 May 2026 18:24:39 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Scheint ein ganz klein wenig von der Naturweinstilistik inspiriert. Teeartige Aromen, grüner Tee und Grapefruit. Auch herbale und florale Noten, ein Anflug von Holunderblüte vielleicht. Leicht phenolisch-schalig im Mund, mit kreidig-mineralischem Unterbau. Zart-süßer Fruchtschmelz, verwoben mit deutlicher und doch sehr abgerundeter Säure. Wirkt ein bisschen als hätte er BSA gemacht. Ein Anflug von Cremigkeit, mineralisch marmoriert. Hat Charakter und Wiedererkennbarkeit. Macht Spaß!<br><br>Verkostet am 23.05.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[Longuich Maximin Herrenberg Riesling trocken 2024, Carl Loewen, Mosel-Saar-Ruwer, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85701</link>    
    <pubDate>Sun, 17 May 2026 12:57:37 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Steinig-fest schon in der Nase, Steinschlag, feuchtes Gesteinsmehl, nasser Sand. Frucht nur leise im Hintergrund, Apfel, weißer Pfirsich und gelbe Kiwi. Andeutungen von Ananas. Pflanzliche Noten im Inneren. Komplex und vielschichtig. Mords Druck im Mund, salzig-mineralisch, phenolischer Grip und ordentlich Extrakt. Dabei aber nicht schwer, behäbig oder plump. Wird von vitaler Säure ordentlich in die Länge gezogen und in der Spur gehalten. Straff und griffig. Dennoch kein easy-drinking, sondern fordernd, Aufmerksamkeit einfordernd, beinahe ein wenig anstrengend.<br><br>Verkostet am 17.05.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Bechtheimer Geyersberg Pinot Noir 2020, Karl May, Rheinhessen, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85698</link>    
    <pubDate>Sat, 16 May 2026 09:58:41 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Leise aber gleichermaßen reintönige wie komplexe Frucht nach getrockneter Erdbeere, Sauerkirsche und Agrumen. Durchwachsen von Rost und trockenem Laub. Feingliedrige wie feste Struktur. Transparent und zurückhaltend extrahiert. Offen und elegant. Etwas Steinschlag im Hintergrund, nasse Erde. Wieder offen, aufgefächert und mit Tiefenstruktur und innerer Festigkeit. Dabei ist hier nichts dick, behäbig oder schmelzig-plump. Sehnig-karg, leicht spröde und mineralisch-fest. Burgundisch möchte ich meinen, stilistisch vollkommen gelungen und insgesamt sehr überzeugend.<br><br>Verkostet am 15.05.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[Acusp 2018, Castell d'Encus, Costers del Segre, Spanien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85688</link>    
    <pubDate>Thu, 14 May 2026 20:02:30 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Herbe Noten in der Nase nach Schlehe und roter Johannisbeere. Taktil ebenfalls recht herb mit festen, leicht bitteren Tanninen. Etwas grün-schärfend, Pfefferschoten und rindig-schalige Komponenten. Vitale Säure. Eher erdige Würze als charmante Frucht. Fest gebaut, zupackend und etwas gerbig-rustikal. Aromatisch ist das recht komplex und strukturell stabil. Aber diese Stabilität scheint ein wenig äußerlich. Innen deutet sich durchaus etwas Leere und mangelnde Substanz an. Insgesamt eher rustikal als elegant. Man muss sich eintrinken und etwas dazu essen. Dann ist das aber doch mit Freude zu trinken.<br><br>Verkostet am 14.05.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[Ruppertsberg Chardonnay trocken 2023, Seckinger, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85668</link>    
    <pubDate>Sun, 10 May 2026 19:47:14 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Wirklich saugeile Nase nach warmem Kunststoff, etwas Gummi, grünem Tee und Grapefruit. Eine Ahnung von angebrannter Milch, Salzbutter und Apfel. Auch Chinaböller und Hopfen. Präsent, aber nicht schrill. Sondern fein verwoben, komplex verschränkt. Taktil mit mineralischem und phenolischem Grip, mit hauchzartem Schmelz und wunderbar eingefügter Säure. Zupackend ist das, griffig, vital und saftig. Kreidige Festigkeit, aromatische Tiefendimension und Lebhaftigkeit an einem Ort. Am zweiten Tag fast noch besser, verwobener, zwingender, mitreißender. Vital ist das, vitalisierend und enorm trinkig. Beinahe bin ich so weit zu sagen, dass man diesen Wein nicht trinkt, man wird von ihm getrunken. Stilistisch auf jeden Fall vollkommen auf der Höhe der Zeit, sauguter Stoff!<br><br>Verkostet am 10.05.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Rüdesheim Drachenstein Spätburgunder trocken 2022, Robert König, Rheingau, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85666</link>    
    <pubDate>Sat, 09 May 2026 19:43:21 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Feingliedriger und ins Florale tendierender Duft nach Preiselbeeren und Granatapfel. Vielleicht Himbeeren samt Himbeerblatt. Dezent erdig unterlegt, Kurkuma, nasse Straße. Offen ist das und zart extrahiert. Fein-duftig und luftig-schwebend. Reintönig, balanciert mit elegantem Säurezug und hauchzartem Tannin. Wer innere Dichte, Kraft und schweren Extrakt sucht, der sucht vergebens. Das hier lebt von Leichtigkeit, natürlicher Ausstrahlung und zartem Bau. Und nicht zuletzt enormem Trinkfluss.<br><br>Verkostet am 09.05.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Pinot Noir Reserve 2020, Holger Koch, Baden, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85634</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 10:32:48 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[In der offenen nase getrocknete Erdbeeren, Sauerkirsch und Zwetschgenschale. Auch dezent grün-rindige Facetten und etwas in Richtung Agrumen. Unterlegt von nass-erdigen und etwas schmutzigen Assoziationen, Reifenabrieb, Rauch. Im Mund taktil eher zart und weich-fließend. Transparente Textur, durchscheinend, hell. Verhalten extrahiert mit ganz zartem, weichem Tannin und vergleichsweise fließend-zerfließender Kontur. Retronasal steigen grüne Noten auf, auch Agrumen. Das ist aromatisch komplex und stilsicher. Aber vielleicht fehlen ein wenig die Spannungssspitzen.<br><br>Verkostet am 02.05.2026 von marzemino]]></description>
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    <title><![CDATA[Fleurie Coup de Foudre 2018, Les Bertrand, Burgund, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85633</link>    
    <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 23:34:58 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Eigentlich finde ich Naturweine oft problematisch und Gamay meist nicht überzeugend. Aber das hier ist offen und reduktiv zugleich, ist komplex und saftig. Erinnert aromatisch an Beerensaft, an rostiges Eisen, Metall und Gummi. Hat auch nasse Erde, Graphit und Bleistift. Ist fest ohne überzogene Extraktion und ist von frischer Säure durchzogen. Gleichzeitig ist da auch etwas Teeartiges, Wirres und Strukturloses was an nasse Wäsche, an Disziplinlosigkeit und Schmuddeligkeit denken lässt. Und es ist trotzdem geil. With your feet on the air and your head on the ground try this trick and spin it. Your head will collapse and there's nothing in it. And you may ask yourself: Where is my mind.<br><br>Verkostet am 30.04.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[Pinot Noir Kalkstein trocken 2020, Frank John, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85591</link>    
    <pubDate>Fri, 24 Apr 2026 21:08:37 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Wunderbar balanciert, gleichzeitig reintönig, komplex und offen. Präsenz ohne Lautstärke, feingliedrig, äquilibriert und stilsicher. Elegante Struktur und helle Beerenaromatik nach Kirsche, Zwetschge und Agrumen. Hauch Erdbeere. Trockenes Laub im Hintergrund. Schwebend-schwerelos und geerdet zugleich. Ruhig, sehr gelassen und bei sich. Keinerlei lärmende Exaltiertheit, nichts Gewaltsames, wirkt wie organisch gewachsen, authentisch und ästhetisch stimmig. Weit weg vom Lärm der Gassen, Ruhe ausstrahlend und Ruhe erheischend. Wohltuendes Understatement, große Freude.<br><br>Verkostet am 24.04.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[Weißer Burgunder Alte Reben trocken 2024, Reinhold & Cornelia Schneider, Baden, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85545</link>    
    <pubDate>Sun, 19 Apr 2026 13:29:06 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Stilistisch eigentlich nicht so meins: Ordentlich Extraktsüße, Schmelz und Cremigkeit. Aber irgendwie ist das gleichzeitig nicht vordergründig, plump und behäbig, sondern mineralisch durchwachsen, salzig-steinig marmoriert und von feiner Säure durchzogen. Festes Fundament und Druck aus der Tiefe. Birne, Apfel und Zitrusabrieb. Grün-pflanzliche Andeutungen, Buchsbaum, Feigenblatt. Mineralisch schon in der Nase, Steinschlag, nasse Straße. Ein wenig auch teeartige Phenolik. Da ist etwas Vitalisierendes, was den süßen Extrakt auf eine höhere Ebene trägt und das ist es, was dem Wein etwas Zwingendes, Überzeugendes verleiht. Macht Spaß! <br><br>Verkostet am 19.04.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Parabole 2019, Tomislav Markovic, Baden, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85542</link>    
    <pubDate>Sat, 18 Apr 2026 13:26:18 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Zurückhaltend extrahiert mit transparenter Textur. Trotzdem fest, mit teeartigem Tannin und leicht schärfender Phenolik. Im Oberton zart spürbarer Alkoholdunst. Aromatisch recht komplex und hell, Hibiskus, Orange und Granatapfel. Dann immer dunkler werdend, Wacholder, Rost und nasse Erde. Ein bisschen auch nasse Pappe und feuchter Altbaukeller. Das ist schon interessant aber holt mich nicht völlig ab ob der leichten Schärfe und vor allem: der dunkel-nass-schmutzigen Noten, die die Reintönigkeit der Frucht zerstören und sich immer wieder in den Vordergrund drängen. Dennoch: Das ist seriöser Stoff.<br><br>Verkostet am 18.04.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Gattinara Il Putto 2019, Delsignore, Piemont, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85515</link>    
    <pubDate>Sat, 11 Apr 2026 18:25:21 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Luftig-duftige und offen-komplexe Aromatik nach roter Johannisbeere, getrockneter Erdbeere und Orange. Auch Cranberries kommen mir in den Sinn. Dann Eisen, getrocknete Kräuter und Kiefernwald. Nasse Kreide darunter. Das ist aber alles keineswegs laut oder dick, sondern zart, schwebend und ohne Gewicht. Taktil eher Teeinfusion als Extraktion. Filigran strukturiert, zartgliedrig und elegant. Dennoch mit einer inneren Festigkeit und mineralischem Fundament. Anrührende Eleganz und erhabene Feinheit. Keinerlei Lautstärke, und doch hallt alles nach, strahlt und leuchtet. Aura möchte man meinen, Ferne und Nähe in einem. Wunderbar! <br><br>Verkostet am 11.04.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Neuffener Silvaner Weißer Jura 2024, Dolde, Württemberg, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85503</link>    
    <pubDate>Wed, 08 Apr 2026 18:41:58 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[In der Nase Birne und nasse Straße. Auch etwas Salzbutter und ein Anflug von Schweiß und Weingummi. Vegetabile Assoziationen. Nicht sonderlich komplex, aber mit Substanz, Reintönigkeit und präziser Kontur. Zarter Schmelz, mineralischer Grip und schön eingefügte Säure gut balanciert. Erfreulich unprätentiös und frei von Exaltiertheit. Passt gerade wunderbar zum Essen, zur Jahreszeit, zur Stimmung. Seriöser Stoff mit Spaßfaktor.<br><br>Verkostet am 08.04.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Langhe La Tartufaia Pinot Nero 2018, Giulia Negri, Piemont, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85496</link>    
    <pubDate>Tue, 07 Apr 2026 13:48:27 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Offene und recht komplexe Nase nach Zwetschge, getrockneten Erdbeeren und Agrumen. Etwas Sauerkirsch, trockenes Laub und Malz. Im Mund mit vitaler Säurespannung und präsentem, leicht trocknendem Tannin. Dezent bitter im Abgang. Wirkt gleichermaßen kühl, fest und natürlich-stimmig. Nichts scheint hier exaltiert oder konstruiert. Karge Eleganz und stille Größe. Alles Exzentrische ist hier fremd. Insofern sehr gelungen, auch wenn ein wenig der innere Kern zu fehlen scheint. Leider wird mittlerweile der doppelte Preis aufgerufen, was bedauerlich ist.<br><br>Verkostet am 07.04.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Neustadt 'V' Chardonnay trocken 2024, Müller-Catoir, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85486</link>    
    <pubDate>Sun, 05 Apr 2026 11:41:43 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Diskrete Nase nach Birne und Apfel. Hell-nussige Noten und eine Ahnung von Kreidestaub. Taktil harmonisch mit elegantem Schmelz und feinem Säurezug. Ruhig und angenehm unaufgeregt. Aromatisch eher ein wenig an guten Weißburgunder erinnernd als an Chardonnay. Vielleicht könnte man sagen, das ist stilistisch etwas einfältig und nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Aber das kann ja durchaus auch positiv zu sehen sein. Wem reduktiver Funk und hippes Getöse beim Chardonnay auf die Nerven geht und - wenn man so will - gepflegte Langeweile zu schätzen weiß, der ist hier gut beraten.<br><br>Verkostet am 05.04.2026 von marzemino]]></description>
  </item>
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