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  <title>Verkostungsnotizen.net</title>
  <link>http://www.verkostungsnotizen.net</link>
  <description>Wein-Verkostungsnotizen von weinaffe</description>
  <language>de-de</language>
  <pubDate>Sat, 09 May 2026 04:08:04 +0200</pubDate>
  <lastBuildDate>Sat, 09 May 2026 04:08:04 +0200</lastBuildDate>
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  <item>
    <title><![CDATA[Chardonnay Reserve QW trocken 2023, Schwedhelm, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=84103</link>    
    <pubDate>Tue, 02 Sep 2025 19:12:12 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
zartes Gelbgold mit grünen Nuancen.Jugendlicher Eindruck.

Nase:
elegante Nase mit wohldosiertem, hochwertigen Holzeinsatz, der die feine Gelbfrucht (Agrumen, Apfel,Hauch Aprikose) nicht überlagert, zarte Würze, wirkt frisch und einladend.

Gaumen:
absolut trocken, stimmige, frische und reife Säure, Alkohol bestens integriert, ganz zarter Gerbstoff-Grip, der für Struktur sorgt, trotz 13,5 Umdrehungen eher mittelgewichtig, eleganter, nur unterstützender Holzeinsatz, reife, aber frische Gelbfrucht (Apfel, Aprikose, Hauch Quitte, die perfekt mit dem Holz korreliert, sehr trinkfreudig, nicht ewig lang, aber in sich sehr stimmig. Hat sicherlich noch Potential für einige Jahre.

Fazit:
ein sehr gelungener deutscher Chardonnay aus einer Junganlage mit französischen Klonen (Selection massale) im Zeller Schwarzer Herrgott. Aufgrund des Alters der Reben hat man sich noch nicht getraut, die renommierte Lage auf dem Etikett zu vermerken. Nach gut 12-monatigen Ausbau im Tonneau wurde der Wein mit ganz geringer Filtration auf Flaschen gefüllt. Der Wein schielt schon in Richtung Burgund, hat sich aber "deutsche" Kühle bewahrt.
Auf jeden Fall erhält man hier viel Qualität für überschaubares Geld. <br><br>90<br><br>Verkostet am 01.09.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Grüner Veltliner "Steinwerk" 2023, Domäne Wachau, Wachau, Österreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=84048</link>    
    <pubDate>Tue, 26 Aug 2025 20:20:53 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
mittelkräftiges Goldgelb, ganz dezente Trübung (keine Filtration), dennoch als Wachau DAC durch die Prüfung gekommen. 

Nase:
nur dezente Fruchtausprägung (Quitte, Birne),steinig-mineralisch mit kräutrigen (Estragon, Hauch Thymian) und dezent gemüsigen Anklängen (Fenchel), etwas nussig, sehr komplex und durchaus tief angelegt, sehr spannend und animierend.

Gaumen:
absolut trocken (1 gr. RZ), lebendige Säure (6,4 Promill), die für Schwung sorgt, ganz feiner, schmirgelnder Gerbstoffgrip, der Spannung und Rückgrat beisteuert, steinig- mineralisch, einige Tiefe in dieser Mittelgewichtsklasse, Alkohol bestens integriert, dezente Gelbfrucht mit Ätherik und Kräutrigkeit, ungeheuer saftig und speichelziehend, gute Länge.
Das Traubengut in Bio-Qualität stammt aus verschiedenen, hoch gelegenen Terrassenweingärten. Nach händischer Lese und ausgedehnter Maischestandzeit wurde der Most im Marmor- und Granitfass spontan und mit einem kleinen Anteil ganzer Beeren vergoren. Nach einer Lagerung von 12 Monaten auf der Feinhefe wurde der Wein unfiltriert und ohne Schönung mit einer kleinen Schwefelgabe abgefüllt.
Fazit:
Das ist für mich in dieser Klasse ein ausgezeichneter Sortenvertreter, der perfekt den Spagat zwischen Naturweinelementen und dem klassischen "Winemaking" findet. Solch einen Wein trinkt man gerne solo, zum Essen dürfte er aber noch eine bessere Figur machen. Die Domäne Wachau macht seit einigen Jahren einen tollen Job und kann qualitativ durchaus mit den "Granden" vor Ort mithalten.
Chapeau und weiter so! <br><br>90<br><br>Verkostet am 25.08.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA["Les Parcelles" Bouzy Grand Cru Extra Brut , Pierre Paillard, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=84010</link>    
    <pubDate>Sun, 17 Aug 2025 14:58:09 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
zartes Messinggold, feinperlig.

Nase:
deutlich Brioche, reifer Apfel, Agrumen, pinotbetont, sehr animierend.

Gaumen:
absolut trocken (nur 1gr. Dosage), reife, saftige Säure, feine Perlage dank ca. 3-jährigem Hefelager, feinhefige Autolysenoten, sehr stimmig und ausgewogen, zarte Apfel und Agrumenfrucht, mittlere Länge. Kann sowohl als Aperitif als auch als Speisebegleiter für leichtere Gerichte eingesetzt werden.

Fazit:
ein sehr gelungener Champagner, der Qualität mit einem im Kontext angenehmen Preis verbindet.<br><br>90<br><br>Verkostet am 16.08.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Kallstadter Silvaner QW trocken 2024, Benderhof, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=84009</link>    
    <pubDate>Sun, 17 Aug 2025 14:34:25 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
ganz zartes Gelbgold mit dezentem Grünstich, jugendliches Aussehen.

Nase:
sehr klare, zarte Fruchtaromatik, reifer Apfel, ein Hauch Mirabelle und Birne, aber in keiner Weise plump oder plakativ, einladend und mundwässernd.

Gaumen:
trocken (2,5 gr. RZ), passende Säure, trotz mittlerem Gewicht sehr fruchtdicht mit einigem Extrakt, ohne ins Mastige zu verfallen, klare Gelbfrucht, Hauch Kräuter, sehr stimmig und saftig, erstaunlich lang und sortentypisch.

Fazit:
Wer sich mit Silvaner Mühe gibt, kann auch außerhalb Frankens wirklich schöne Sortenexemplare vinifizieren, und das noch in zertifizierter Bioqualität. Das ist sicherlich kein ganz großer Wein, aber in dieser Preisklasse unter 10 EURO ist das schon verdammt guter Wein, bei dem sich die Flasche wie von selbst leert :)   Der Winzer traut sich auch, die "Zutatenliste" direkt auf das Etikett zu schreiben. Trauben und Sulfite und sonst nichts.<br><br>88<br><br>Verkostet am 15.08.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Vosne-Romanee "Aux Reas" a. c.  2012, Francois Gerbet, Burgund - Cotes de Nuits, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=84008</link>    
    <pubDate>Sun, 17 Aug 2025 14:13:26 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
überraschend jugendlich, leicht transparentes Rubinrot ohne jeglichen Ziegelrot-Akzent.

Nase:
elegante Dunkelfrucht (Kirsche, Himbeere), verwoben mit etwas Unterholz, Tabak und dezent ätherischen Noten, Hauch Pfingstrose, komplex, aber nicht ultratief. Finesse geht hier klar vor Konzentration.

Gaumen:
trocken mit etwas Extraktsüsse, gut strukturierende, stimmige Säure, überraschend viel Gerbstoff-Grip, sehr jugendlicher Eindruck, saftige Dunkelfrucht, nur mittelgewichtig, latente Finesse, die durch das Tannin noch etwas eingebremst wird, noch sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten, gute Länge.

Fazit:
ein sehr typischer Vosne aus einer der besten Dorflagen. Trinkt sich momentan schon sehr gut, kann aber zur Tanninabrundung noch einige Jahre vorteilhaft weiterreifen. Leider existiert das Weingut in dieser Form seit einigen Jahren nicht mehr. Wenn man dann noch auf den damaligen Einkaufspreis vor Ort schaut, kommen einem wirklich die Freudentränen...<br><br>91<br><br>Verkostet am 14.08.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Platter Grüner Veltliner QW tr. Niederösterreich 2022, Rudolf Fidesser, Weinviertel, Österreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=83928</link>    
    <pubDate>Sat, 02 Aug 2025 17:00:49 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
zartes, klares und dezentes Goldgelb.

Nase:
minimale, kaum wahrnehmbare Reduktion, die etwas Currywürze einbringt, extrem klar und sauber, feine, typische Veltlinerfrucht mit etwas Apfel, Birne und Marille, die Frucht ist aber überhaupt nicht aufdringlich, gleichzeitig mineralisch unterlegt, extrem speichelziehend.

Geschmack:
komplett trocken ( 1,0 Gr. RZ), saftige Säure (6,4 Promill), die für Leichtigkeit und Frische sorgt, nur mittelgewichtig, aber mit erstaunlicher Konzentration, gelbes Kernobst, Hauch Quitte, deutliche Mineralität mit einer Prise Salz, weisser Pfeffer, klingt würzig-mineralisch aus.

Fazit:
Die Punktzahl drückt nur unzureichend meine Begeisterung für diesen saftigen, ungemein trinkfreudigen GV, der ungeschönt und unfiltriert mit minimaler Schwefelabgabe abgefüllt wurde und perfekt den Spagat zwischen traditionellem und "naturigem" Wein findet. Tatsächlich ist dieser GV, der mit dem Standard-DAC wenig zu tun hat, in dieser leicht- bis mittelgewichtigen Liga "großes Kino". Das ist Demeter-zertifizierte Qualität zu einem mehr als bescheidenen Preis. Genauso sollte ein GV in dieser Gewichtsklasse schmecken !<br><br>88<br><br>Verkostet am 01.08.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA["Kuhweg" Riesling Landwein trocken 2020, Carl Ehrhard, Rheingau, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=83689</link>    
    <pubDate>Fri, 27 Jun 2025 09:59:21 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
zartes Quittengelb, nicht filtriert, aber ziemlich klar. Wäre wohl auch als QbA durch die Quali gekommen.

Nase:
zarte Agrumenfrucht, etwas Aprikose, aber elegant verhaltene Fruchtausprägung, schon in der Nase sehr mineralisch, macht neugierig auf den ersten Schluck.

Gaumen:
komplett durchgegoren, kräftige, aber nicht aggressive Säure, nur mittelgewichtig, zurückhaltende Gelbfrucht, extrem mineralisch (salzig, Umami) mit herbalen Einsprengseln, leichter Grip, ungeheuer saftig und trinkfreudig, kein Gramm zu viel "Speck", mittlere Länge.

Fazit:  
traditioneller, sehr straighter und handwerklich produzierter Rheingau-Riesling der alten Schule. Für Freunde dieser Stilistik ein wunderbarer Wein. In dieser verbraucherfreundlichen Preisklasse wird es tatsächlich schwer sein, einen qualitativ vergleichbar guten Wein zu finden.
Absolute Kaufempfehlung! <br><br>89<br><br>Verkostet am 26.06.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chateau Lagrange 3e Grand Cru Classe 1996, Chateau Lagrange, Bordeaux - St. Julien, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=83625</link>    
    <pubDate>Wed, 18 Jun 2025 14:15:06 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
leicht durchscheinendes Rubinrot mit ganz dezenter Ziegelrottönung, für das Alter sehr vitale Farbe, starke Sedimentierung.

Nase:
sehr feine, ultraklassische Nase von großer Klarheit, komplexer Mix aus Kirsche, Cassis vermischt mit würzigen Zedernholz- und Tabaknoten, elegant und tief zugleich.

Geschmack:
trocken mit zarter Säure, kein Blockbuster, sondern der Finesse verpflichtet, noch etwas Resttannin, das für Struktur sorgt, nur mittelgewichtig, feine Dunkelfrucht, Hauch kräutrige Ätherik, komplexe Würze, nicht ultratief, aber in sich absolut stimmig, gute, saftige Länge. In dieser Flaschenform ist keine Eile mit dem Trinken geboten.

Fazit:
Im Grunde wünsche ich mir genau diese Art eines klassischen Bordeaux: elegant, komplex, nur mittelgewichtig, aber mit enormen Trinkfluss. Der Wein befindet sich gerade in einem wunderbaren Trinkfenster. Diese Flasche präsentierte sich in perfekter Verfassung (stabiler Korken, perfekte Füllhöhe), was sicherlich auch darauf zurückzuführen ist, dass sie seit dem damaligen Einkauf meinen Weinkeller nicht verlassen hat. Wenn der Wein noch etwas mehr Dichte und Länge hätte, könnte er punktemäßig noch in andere Dimensionen vorstossen. Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau :)<br><br>93<br><br>Verkostet am 17.06.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA["Les Jeamprins" Blanc de Blancs Brut Nature Grand Cru 2013, Pertois-Moriset, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=83008</link>    
    <pubDate>Sat, 22 Mar 2025 18:45:19 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
kräftiges Strohgelb mit sehr feiner Perlage.

Nase:
perfekt ausgewogen zwischen Frische und reifen, dezent oxidativen Noten, zarte Gelbfrucht, Brioche, Hauch Holz, würzige Noten, sehr komplex und absolut speichelziehend.

Gaumen:
knochentrocken, elegante Säure, superfrisch und doch fein gereift, glasklarer Auftritt, superfeine Perlage dank knapp 6-jährigem Hefelager, hat Kraft, aber noch mehr Frische und Eleganz, zarte Frucht mit hintergründiger Würze, komplex und elegant, aber mit zarten Ecken und Kanten, die diesen BdB so unwiderstehlich macht, langer Abgang.

Fazit:
Das ist High-End-Winzer-Champagne mit Klasse und Charakter, der von mir in punkto Trinkfluss die volle Punktzahl erhält. Viel besser geht ein BdB nicht und das zu einem Preis, der gar nicht so viel höher liegt als die häufig banalen Standard-Cuvees der großen Häuser. 
Pertois-Moriset ist für mich ein Top-Erzeuger von feinen BdB, der fast immer perfekt die Mitte zwischen Frische und angenehmer Reife findet. Chapeau!<br><br>96<br><br>Verkostet am 21.03.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chateau Gruaud-Larose 2e Grand Cru Classe 1990, Domaine Cordier, Bordeaux - St. Julien, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=82974</link>    
    <pubDate>Fri, 14 Mar 2025 15:14:50 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
durchscheinendes Rubinrot mit Ziegelrotreflexen im Außenbereich.

Nase:
wunderbar komplexe Nase mit einem Hauch Bret, dunkle Früchte (Kirsche, Brombeere), verwoben mit edlem Tabak, Piment, altes Leder, Graphit, Hauch Kräuter, genau die Aromatik, die ich mir von einem klassischen, angenehm gereiften Bordeaux wünsche, ein echter Schnüffelwein !

Gaumen:
trocken mit etwas Extraktsüsse, die Säure ist leider etwas prominenter, was den Wein etwas verschlankt, nur mittelgewichtig, Tannin noch nicht ganz abgeschmolzen, Dunkelfrucht, sehr saftig, ordentliche Länge.

Fazit: ein perfekt gereifter Gruaud aus einer perfekten Flasche (Top-Füllstand, nur zu 1/4 durchweichter Korken), der seinen absoluten Höhepunkt vielleicht schon etwas überschritten hat. Das ist natürlich Jammern auf sehr hohem Niveau, denn der Wein macht auch nach knapp 35 Jahren immer noch sehr viel Spass. Wenn der Gaumen den feinen Naseneindruck bestätigt hätte, hätte ich noch etwas höher in die Punktekiste gegriffen. An den superben 82er und den kaum weniger schlechten 86er kommt er aber nicht heran.<br><br>92<br><br>Verkostet am 13.03.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Blanc de Noirs Brut Nature 2012, Sekthaus BurkardSchür, Franken, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=82643</link>    
    <pubDate>Mon, 27 Jan 2025 14:43:22 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
zartes Strohgelb mit lebendiger Perlage.

Nase:
sehr komplex, feine Briochenoten, Hauch Dunkelfrucht, wunderbar ausgewogen, keinerlei Oxidation oder tertiäre Noten, macht neugierig auf den ersten Schluck.

Gaumen:
komplett ohne Dosage, trotzdem nicht knochig und hart, superfeine Perlen, perfekte Kombi aus Frische (!) und Cremigkeit,perfekt durchgeführte Malolaktik, ruht völlig in sich, deutliche Autolysenoten, Hauch Holz im Hintergrund, zarte Frucht, komplex, mineralisch, trotz 93 Monate Hefelager keine Spur von Müdigkeit, hefig-würziger Abgang.

Fazit:
Dieser Sekt kann es qualitativ mit Top-Champagnern aufnehmen, ohne diese kopieren zu wollen. So geht deutscher Sekt der Spitzenklasse, was natürlich auch seinen berechtigten Preis hat ! <br><br>95<br><br>Verkostet am 26.01.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Gevrey-Chambertin "Les Evocelles" 2009, Dugat-Py, Burdund - Cotes de Nuits, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=81693</link>    
    <pubDate>Mon, 26 Aug 2024 18:53:18 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
Sehr lebendiges, leicht durchscheinendes Granatrot.

Nase:
nahezu perfekte Kombination aus Kraft und Finesse, sehr dicht, eher dunkelbeerig (Brombeere, Kirsche, Cassis) mit kräutrigem Hintergrund, etwas heller Tabak, dezente Holzunterstützung, komplex und dicht, aber nicht ohne Eleganz, sehr typisch für einen Gevrey, wobei man diese Qualität in der Villages-Kathegorie äusserst selten findet. Die anfangs ganz dezente Reduktion verschwindet mit Lufteinfluss komplett. Ganz großes Nasenkino!

Gaumen:
absolut trocken, der enorme Extrakt in Kombination mit dem Alkohol erzeugen eine verführerische Sucrosite (Extraktsüsse), die Säure hält das Ganze gut im Zaum, mittelgewichtig, reife, aber keineswegs marmeladige Dunkelfrucht, die perfekt durch kräutrige (80% der reifen Stiele wurden mitvergoren) und würzige Noten (Tabak, Pfeffer, etwas floral) ergänzt wird, der Wein ändert stetig seine Facetten, das feinkörnige Tannin ist durchaus noch vorhanden und verleiht eine kräftige Struktur, die auch einem Gevrey 1er Cru oder sogar Grand Cru alle Ehre machen würde. Dieser Village ist jetzt schon sehr schön zu trinken, wird aber aufgrund seiner noch jugendlichen Art über locker 10 Jahre oder mehr noch weiterreifen und sich vielleicht noch etwas verbessern. 
Der Wein ist ein perfektes Beispiel dafür, dass die Klassifikation für den Spass im Glas häufig keine Rolle spielt, wenn ein Winzer auf dem Niveau von Dugat-Py arbeitet.   <br><br>93<br><br>Verkostet am 20.08.2024 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA["Vina Ardanza" Rioja Reserva DOC 2008, La Rioja Alta, Rioja, Spanien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=81495</link>    
    <pubDate>Mon, 29 Jul 2024 21:26:34 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
sehr lebendiges Rubinrot ohne jeglichen Ziegelrot-Reflexe.

Nase:
sehr einladende Nase mit genialer Kombi aus roten Früchten (Kirschen, Himbeere, Cassis) und würzigen Aspekten (feines Leder, Tabak, Pfeffer), keinerlei Alterungsnoten. Genial!

Gaumen:
komplett trocken, aber sehr fruchtdicht, die Säure sorgt für viel Frische, keinerlei Schwere, bestens eingebundener Alkohol, feine Dunkelfrucht mit Würze und reichlich Extrakt, dennoch kein Dickschiff, ganz im Gegenteil hat der Wein enormen Trinkfluss, dennoch ungewöhnlichen Anspruch in dieser Kathegorie, ohne zu kompliziert zu sein. Einfach ein toller Mix aus Frucht und Würze. Das 3-jährige Holzlager und die mittlerweile gut 15 Jahre Alter sind in keiner Phase spürbar. Blind probiert würde ich diesen Wein nur halb so alt schätzen. In der Reserva-Klasse stets einer meiner Favoriten. <br><br>91<br><br>Verkostet am 24.07.2024 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Barolo "Cannubi" 2005, Comm. G. B. Burlotto, Piemont, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=81493</link>    
    <pubDate>Mon, 29 Jul 2024 20:48:30 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
Leicht durchscheinendes Granatrot mit dezenten Ziegelrot-Reflexen.

Nase:
sehr elegante und tiefe Nase nach roten Früchten (Kirsche, Himbeere, Granatapfel), Hauch Holz, etwas Tabak, deutlich floral , sehr komplexe und ideal gereifte Nase. Grosses "Nasenkino" !

Gaumen:
absolut trocken, feine Säureader, noch etwas feinkörniges Rest-Tannin, trotz 14 Umdrehungen in keiner Weise fett oder alkoholisch, bezwingende Extraktsüsse, sehr tiefe Frucht, viel Substanz und Extrakt, aber in grosse Finesse gepackt, sehr langer Abgang mit fruchtig -floralen Akzenten. 

Fazit: unnachahmlicher Stil, viel eleganter kann ein Barolo unmöglich sein. Jetzt voll auf dem Höhepunkt, der sicherlich noch einige Jahre anhalten wird. Gefällt mir in dieser Verfassung tatsächlich noch besser als der "Monvigliero" aus gleichem Jahrgang. Ein richtiger Hochgenuss aus leider wieder einmal der letzten Flasche.<br><br>94<br><br>Verkostet am 23.07.2024 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Brut Nature , Cordeuil Pere et Fille, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=81492</link>    
    <pubDate>Mon, 29 Jul 2024 20:20:46 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
zartes Gelbgold mit feiner Perlage

Nase:
dezente Rotfrucht, aber in erster Linie Brioche und Hefenoten, Hauch Apfel, Reifenoten mit deutlicher Frische, mundwässender Eindruck.

Gaumen:
absolut trocken, kräftige, aber integrierte Säure, reifer Apfel, mittelgewichtig, ein Hauch Tannin, guter Grip, saftig, gute Länge.

Fazit:
Sicherlich kein ultraeleganter Champagner, aber dank des hohen Pinot-Anteils (85%) ein idealer Menue-Schampus mit angenehmen Ecken und Kanten. Besonders an diesem Schäumer ist seine lange Lagerzeit auf der Hefe (mind. 6 Jahre), seine kompromisslose Art und sein aussergewöhnlich niedriger Preis. Das könnte glatt so eine Art "Haus-Champagner" werden. Ab Weingut kostet das wohl weniger als 20 EURO.<br><br>88<br><br>Verkostet am 28.07.2024 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Iphöfer Kronsberg Sylvaner Alte Reben 2022, Nicolas Olinger, Franken, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=81110</link>    
    <pubDate>Tue, 11 Jun 2024 15:36:14 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
zartes Goldgelb mit grünen Reflexen, jugendlicher Eindruck.

Nase:
dezente Frucht, etwas Kernobst, kräutrig, frisches Gemüse (Fenchel, weisse Rübchen), würzig-komplex, sehr harmonischer Eindruck.

Gaumen:
knalltrocken (0,4 gr. RZ) mit stimmiger Säure (5,7 Promill), mittelgewichtig, zurückhaltende Frucht (Apfel, etwas Birne), die klar hinter der straffen Struktur und Würze zurücksteht, sehr saftig, viel Zug und feinschmirgeliger Phenolik-Grip, hat Kraft und Dichte, ohne den Trinkfluss zu vernachlässigen, ordentliche Länge mit Saft und Würze.

Fazit:
Klar ein "Overperformer" in dieser Preisklasse. Hier gibt es enorm viel griffigen Silvaner für kleines Geld ins Glas. Sehr typischer Keuperwein, der mit Sicherheit ein großartiger Speisenbegleiter ist. Wer fruchtbetonte Silvaner bevorzugt, ist hier aber an der falschen Adresse.
Klare Kaufempfehlung ! Zu recht auch empfohlen in der letzten "Vinum"-Ausgabe ("eine Trouvaille!)
  <br><br>90<br><br>Verkostet am 10.06.2024 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chateau Moulin du Cadet Grand Cru Classe St. Emilion 1995, Alain Moueix, Bordeaux - St.Emilion, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=80583</link>    
    <pubDate>Tue, 02 Apr 2024 13:47:26 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik: 
für gut 28 Jahre Alter eine fast jugendliche Farbe, keinerlei Brauntöne, leicht durchscheinendes, vitales Rubinrot mit dezentem Ziegelrot im Aussenbereich.

Nase:
perfekt gereift ohne jeglichen Alterstöne, imer noch präsente Rotfrucht, ergänzt durch feine Tabaknoten, altes Leder, etwas Lakritze, Kardamon, sehr komplex, in sich ruhend und absolut auf der kühlen Seite. Macht neugierig auf den ersten Schluck...

Gaumen:
absolut geschliffen und kühler Gaumenauftritt, lebendige Säure, sogar noch etwas Resttannin, das dem Wein eine feste Struktur verleiht, Alkohol (13,5 Vol%) in keiner Weise spürbar, elegante Rotfrucht (Kirsche, Brombeere, Hauch Himbeere), in keiner Weise plakativ, feine Würze (Tabak, Leder), hauch Lakritze, hat durchaus Extrakt, aber kein lauter oder überextrahierter Vertreter, alle Bausteine passen perfekt zusammen, gute retronasale Länge.

Fazit: ein Geschenk eines Weinhändlers, der Weinkeller aufkauft, und ein absoluter Volltreffer. Der Wein war offensichtlich sehr kühl und feucht gelagert; wunderbar intakter Korken, perfekte Füllhöhe (into neck), lediglich das Etikett hat unter den Lagerbedingungen gelitten. Toller Wein für LIebhaber eleganter Bordeaux.<br><br>93<br><br>Verkostet am 01.04.2024 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA["Oenophile" Blanc de Blancs 1er Cru non dose 2015, Pierre Gimonnet et fils, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=79981</link>    
    <pubDate>Wed, 07 Feb 2024 13:54:59 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
Strohgelb mit dezent grünen Reflexen, intensive, feine Perlage, jugendlicher Eindruck.

Nase:
feine, ausgewogene Aromatik nach gelben Früchten (Zitrus, Aprikose), vermischt mit hefigen Aspekten und zarter Würze, straight mit gewisser Eleganz.

Gaumen:
absolut trocken dank fehlender Dosage, saftige, aber keineswegs spitze Säure, gelungene Malo, extrem feine Perlage (4 1/2 Jahre Hefelager), zarte, nur angedeutete Gelbfrucht, findet gut die Mitte zwischen Eleganz, Finesse und Körper, elegante Hefewürze, Brioche, sehr ausgewogen mit angenehmer Länge.

Fazit:
ein vorbildlicher Chardonnay-Schäumer von der Cote de Blancs, der als nomineller 1er Cru fast zu 3/4teln aus Grand Cru-Material besteht. In dieser Flaschenform jetzt auf dem Punkt und ein Hochgenuss. Leider ist der Nachfolger (2018) ein gutes Stück teurer geworeden. 
<br><br>92<br><br>Verkostet am 05.02.2024 von weinaffe]]></description>
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  <item>
    <title><![CDATA[Chateau Monbrison Cru Bourgeois Margaux 2009, Fam. Vonderheyden, Bordeaux-Margaux, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=79665</link>    
    <pubDate>Wed, 03 Jan 2024 18:22:54 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
dezent durchscheinendes Rubinrot.

Nase:
sehr feine, klassische Aromatik nach reifen Früchten (Cassis, Himbeere, Herzkirsche, Craneberries), vermischt mit würzigen Aspekten (Tabak, altes Leder,Hauch Eukalyptus und schwarzer Pfeffer), zarte Holznote, elegant und perfekt balanciert.

Gaumen:
herrliche Kombination aus reifer Frucht und gleichzeitiger Finesse und Eleganz, zarte Extraktsüsse, perfekt tarierte Säure, keinerlei Überreife oder Alkohollastigkeit, stoffig und trotzdem auf der eleganten Seite, teilweise abgeschmolzenes, sehr feinkörniges Tannin, gute Fruchtdichte (Herzkirsche, Cassis und etwas Himbeere), toller Trinkfluss, satte Länge.

Fazit:
gelungene Umsetzung dieses sehr warmen Jahres mit Konzentration u n d Eleganz. Ein Margaux auf Grand-Cru-Classe-Niveau, sicherlich einer der Preis-Leistungs-Sieger dieses kraftvollen Jahrgangs. Steht jetzt am Anfang eines mindestens 5-10 Jahre langen Trinkfensters und könnte sich sogar in den nächsten Jahren noch etwas verbessern.
 <br><br>93<br><br>Verkostet am 01.01.2024 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Bürgstadter SpätburgunderQW tr. 2015, Josef Walter, Franken, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=79515</link>    
    <pubDate>Thu, 14 Dec 2023 18:25:55 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
durchscheinendes Rubinrot, jugendliches Aussehen.

Nase:
elegante, nicht zu ausgeprägte Kirschfrucht,Hauch Erd- und Himbeere, etwas ätherisch ,sehr reintönig und erstaunlich jugendlich.

Gaumen:
komplett trocken (0,5 RZ), samtige, perfekt eingebundene Säure (4,9 Promill), feinkörniges Tannin, nur mittelgewichtig, zarte Kirschfrucht, keinerlei Unter- oder Überreife, etwas Kräuter und Spuren von Tabak, nicht ultrakomplex, aber mit wunderbarem Trinkfluss, gute Länge. Der Wein ist jetzt in einem guten Trinkfenster, wird aber auch in den nächsten 5-8 Jahren viel Trinkgenuss bereiten. Gelungener deutscher Spätburgunder, der -ohne anzubiedern- wohl jedem schmecken dürfte. In dieser Preisklasse (12,50 EURO ab Hof) ein vorbildlicher Pinot.  <br><br>88<br><br>Verkostet am 13.12.2023 von weinaffe]]></description>
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