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  <title>Verkostungsnotizen.net</title>
  <link>http://www.verkostungsnotizen.net</link>
  <description>Wein-Verkostungsnotizen von eike</description>
  <language>de-de</language>
  <pubDate>Mon, 20 Apr 2026 10:02:58 +0200</pubDate>
  <lastBuildDate>Mon, 20 Apr 2026 10:02:58 +0200</lastBuildDate>
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    <title><![CDATA[Moxie 2000, Dowie Doole, Mc Laren Vale, Australien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=30565</link>    
    <pubDate>Sun, 20 Jun 2010 20:20:17 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Australische Rotschaumweine  sind hierzulande immer noch (und zu unrecht) Exoten. Einer dieser Fremdlinge ist  >Dowie Dooles< >Moxie<. (Gutsgrunddaten unter >Hooley Dooley 2004<). 

Die  webseitig sparsamen Vini-Daten des Gutes  sind ergänzt mit aus Händlerinfos gekämmten, („Eine Trinksensation, die ihresgleichen sucht!“) - und damit  mit Zurückhaltung zur Kenntnis zu nehmen: Aus vorwiegend den Jahren 2008 /2009 Non-Vintage-Cuvée mit 89 Shiraz, 8 Malbec, 3 Touriga, mit Shiraz likörisiert. 24,6 Restsüße, 6,8 Säure. Acht Tage offen fermentiert. Gelagert in älterer Franzeiche nicht benannter Herkunft und Belegung, sowie neuen US-hogheads mittlerer Toastung.

Bei 12 Grad rauscht aus der mit Presskork versehenen stämmigen Flasche der tief Schwarzviolette ins Sektglas und bietet auf der Stelle der Nase Dunkelfrucht mit feinem Rauchschleier. Am Gaumen gibt es vor allem satte Schwarzkirsche, dazu Brombeere, den leichten Rauch, fröhliche  Säure und Tannine, die dem fülligen Getränke die Balance bringt, das es im Bereich leichter, fruchtiger  Süße liegt. Ein Spritzer Cassis kommt im Abgang hinzu, der für einen rustikalen Schaumwein dieser Güteklasse bruchlos und anständig ist, ohne nun wie ein Albatross auszuschwingen.

Zu anderem zu greifen hat, wer über anhaltendes Mousseux diskutieren oder  gar seine Zunge von feiner Perlage umkosen lassen  will. >Moxie< hat beides nicht. 
Fruchtig runder Schnellprickler, der sich allein trinken läßt und gut zu geröstetem Rotfleisch passt. Aber keineswegs deswegen schnell getrunken sein sollte. Nicht allein der 13,5 Pro Alk wegen.

89 Spaßpunkte. Bei >Winestar< gab es für die 2009er-Auflage viereinhalb Sterne, auf der >Sydney IWC< 2010 ein „Highly recommended“ und bei  >Mundus Vini<, na, was wohl, nichts weniger als Gold. Was bei dieser Veranstaltung aber eher den Wert großzügig verstreuter Faschingsorden hat.
 
Der unter der Führung von Brian Light produzierte Schäumer kommt in einem anzüglichen Etikett-Kleid, von dem man sich nicht abschrecken lassen sollte, obwohl es so schwül knallig ist, als sei >Moxie< für den  Rotlichtbezirk konzipierter Lockstoff. Der Preis des Getränks ist  im Einzelhandel gutbürgerlich jedoch, in so fern er ungefähr den 25 Aussie-Dollar entspricht, die der Wein – allerdings bei hoher Alksteuer in Aussieland-  ab Gut kostet. 

Und doch: Wem es auf  Prickelstoff mit einigem Gehalt ankommt, ohne das es  Champagner sein muss,  der  kann das mit einem ausgezeichnetem unter den Italo-Lambruscos   bei ähnlicher Genussgüte deutlich preiswerter haben.<br><br>89<br><br>Verkostet am 20.06.2010 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[The Ruins Shiraz Cabernet Sauvignon 2008, Bon Cap Organic, Western Cape, Südafrika]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=30223</link>    
    <pubDate>Thu, 29 Apr 2010 17:34:13 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[
>Bon Cap Organic< ist ein 2002 in der Region Western Cape Robertson gegründetes, sofort als vollorganisch zertifiziertes Gut mit 50 Hektar unter Reben. Zuständiger Weinmacher  für die Gesamtproduktion von 70 000  Flaschen ist Marinus Potgieter. 2003 ernannte Platter den Betrieb zum Newcomer des Jahres. 

Im unfangreichen Portfolio zählen die Produkte aus der >The Ruins<-Linie des umfangreichen Portfolios laut Gut zu „the range of excellent fun lifestyle wines“.Das riecht nach Marketing? 

Dieser >The Ruins Syrah Cabernet Sauvignon< aus dem Jahr 2008 riecht und schmeckt so, dass die Bezeichnung >The Ruins< z Assoziationen geradezu erzwingt. Das Cuvée aus 76 Shiraz, 21 CabSauv und 3 Voignier mag als internationalisierender Harlekin geplant sein, ist aber ein wackeliger, vor allem nach grünem Paprika schmeckender Trunk, dessen Körperchen die 14,5 Pro Alk nicht verkraftet. Eichennasige, undefinierte Frucht, dazu Ton von hefigem Weißbrot. Gähnendes Loch am Mittelgaumen. Im flachen Abgang etwas Pfeffer und bleibend verdächtig gummibärige Eiche. Tannin und Säure disharmonisch. 2008 war für Südafrikas Rote kein Traumjahr, jedoch nicht notwendigerweise derartige Panne wie zumindest die angestellte Flasche.

Der violettig Mittelrote, mit 3,1 Zucker, 5,6 Säure und PH 3,58 auf Schrauberflasche gekommen, hat laut Gut zwei bis drei Jahre Lagerfähigkeit. Einige Händler billigen ihm nur ein bis zwei zu.  
Dekantieren bringt den Wein vollends in Verlegenheit, der sich  schon  frisch aus der Flasche bei 16 Grad im mittlerem Glas verloren hatte.

5,98 Euro umgerechnet kostet der Wein in Südafrika. Günstigster deutscher Internet-Anbieter ist >Probiowein< mit 6,95.>Natur-Concept< in Hildesheim versteigt sich zu 9,80 Euro.
<br><br>Verkostet am 25.04.2010 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Puro Gran Reserva 2007, Ojo de Aqua, Mendoza, Argentinien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=30038</link>    
    <pubDate>Mon, 29 Mar 2010 09:28:32 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Dieter Meier, bekannt als Co-Kopf des Musikerduos Yello und Meister der Selbstinszenierung,  ist ein vielseitig umtriebiger Mann. Der Schweizer besitzt unter anderem das  Weingut >Ojo de Agua<. In Argentiniens Mendoza-Region kaufte er 1996 2200 Hektar, darunter  eines jener Zeit bekannten Vollblut-Gestüts verlotterte  380, von denen er 120 unter Reben brachte. An Roten werden Malbec, CabSauv, Merlot und Petit Verdot gepflegt. Seit 2006 ist der Betrieb nach Euro-Norm biozertifiziert.

Der >Puro Single Vineyard Gran Reserva< ist  Flaggschiff des Portfolios. Außer das der Wein, Cuvée von 50 Malbec und je 25 CabSauv und Merlot, in Stahltanks gärte und Barriques unbenannter Art und Belegung reifte, ist an Vini-Daten nichts aus dem Web zu schürfen. Das Gut selbst veröffentlicht keine.

Der nahezu schwarze 2007er gibt  bei18 Grad im großen Glas  undekantiert eine von Jobeeren dominierte Nase. Meier spricht davon eichenallergisch zu sein. Dennoch liegt auf dem Wein eine, - nicht dicke, aber vernehmlich - süße Eichennote. Meier empfiehlt zwei- bis dreistündiges Dekantieren. Das tut dem Wein wohl. >Decanter< empfand den >Puro< als "ultrareif, fruchtgeladen in netter Balance", vergab mit 16,5 Punkten vier der fünf Sterne.

Mit gerbstoffbetont vollem, mittlerem Körper geht der Wein bruchlos über den ganzen Gaumen.  Röstaromen sind zu erschmecken. Dazu ein
ein leicht schwarzpfeffriger Ton. Der Abgang hat einigen Nachklang.

Tag Zwo ist für diesen  >Puro< kein Problem. Vielmehr stellt er sich grad dann als klarer, gerader Wein dar, der das Durchkauen lohnt, bei immer noch quellfrischer Säure. Die 14,5 Pro Alk  stehen dem Wein gut an. 

91 Punkte. Solo-Wein und exzellenter Essensbegleiter zu kräftigen Bratspeisen.

28.50 Schweizer Franken (rund 20 Euro) bei >Marinello<. PL akzeptabel, ohne eine Preisentdeckung zu sein. Einen besseren, als diesen mit nur leidlichem Korken auf verkosteter Flasche hätte der >Puro< bei dem Preis allemal verdient. Kenner des Portfolios geben den Tipp, die Einfachen  der >Puro<-Linie  zu versuchen. Die seien  um etwa die Hälfte des Preises im Vergleich gradzu eine Findung. 


<br><br>91<br><br>Verkostet am 27.03.2010 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Highwood Cabernet Sauvignon 2003, Beresford, Mc Laren Vale, Australien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=29526</link>    
    <pubDate>Sun, 21 Feb 2010 09:19:41 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[>Beresford< ist ein 1985 im Mc Laren Vale gegründetes Gut mit einem gegenwärtig  Ausstoß von 130 000    Zwölfer-Kisten. 
Halliday gibt dem Portfolio des südaustralischen Gutes vier von fünf Sternen. 
Weinmacher sind Scott Mc Intosh und Rob Dundon.

Angestellter Cab Sauv aus der >Highwood<-Linie, einer von drei Produktionslinien des umfangreichen Portfolios, stammt aus 2003, einem für Rote der südaustralischen Region über dem Schnitt gutem Jahr.

Ein Jahr lag der Wein in hogheads französischer Eiche erster bis zweiter Belegung bevor er auf die mit leidlich ordentlichem Korken versehene Flasche kam.

Stämmig australisch sind >Beresfords< CabSauvs nie. 
Der angestellte dämmerte im großen Glas bei 18 Grad nur noch braunschwarz mit Ziegelrand vor sich hin. 
Nicht nur die Nase, die grad noch etwas Zeder ahnen läßt, ist ihm verfallen, auch der als mittlerer eingestufte Körper.
Kaum Frucht mehr , etwas Minze, ein Bitterschoko-Stäubchen. 
Dafür kommt im Wein immer drängender eine Säure auf, die lang noch nach dem Schlund die Papillen attackiert.

Im Aussie-Handel kostet der Wein 18-20 Dollar.
In Deutschland irrlichtert der Preis zwischen 9,95 bis 15,77 Euro.
Schon 9,95 Euro sind in dieser Kondition schlechtes PL-Verhältnis.

Im aktuellen Portfolio >Berefords< ist kein reiner CabSauv mehr enthalten.
<br><br>Verkostet am 21.02.2010 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Milton Park Shiraz 2008, Thorn-Clarke, Barossa Valley, Australien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=29525</link>    
    <pubDate>Sun, 21 Feb 2010 08:48:38 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Das 1987 gegründete Gut >Thorn-Clarke< mit 267 Hektar unter Reben und einem Ausstoß von  80 000   12er-Kisten ist einer der größten Familienbetriebe im Barossa. Über das Barossa hinaus besitzt der von Halliday mit allen fünf Sternen bewertete Betrieb auch Felder im Eden Valley. Weinmacher ist Derek Fitzgerald.

Angestellter Shiraz aus dem für in der südaustralischen Region heißem und letztendlich dann doch  ausgezeichnetem Jahr 2008 stammt aus der Preiswert-Linie >Milton Park< des  umfangreichen Portfolios. 

Ein Jahr lag der Wein in US-Eiche unbenannter Größe, und Belegung. 
Mit 2,10 Zucker und 5,70 Säure kam er auf die Schrauberflasche.

Sonderliche Nase gibt der Wein auch nach Belüftung bei 17 Grad im großen Glas nicht ab bei leicht teerigem Hauch. 
Im tiefroten, mittlerem Körper ist Blaubeerfrucht zu schmecken,
leicht Zederiges und eine Prise pfeffrigen Gewürzes. 
Der Wein hält am Gaumen von Antrunk bis Abgangsausklang gleiche Höhe. 

Vielseitig zu verwendender Essensbegleiter.

>Wine Advocate< gab im Dezember 2009  88 Punkte. 
Auf dem Niveau sehe ich ihn auch jetzt im Februar 2010. 
Parker gibt dem Wein 3-4 Jahre.

Tag Zwo schmeckt Röstung und eine  Note kalten Tees durch. 
Die 15 Pro Alk sind nun zu bemerken.

In den USA wird der Wein um die 10 Dollar gehandelt. 
Bei 8,85 Euro PL akzeptabel.
<br><br>88<br><br>Verkostet am 21.02.2010 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Alto 1998, Alta Vista, Mendoza, Argentinien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=13674</link>    
    <pubDate>Thu, 18 Feb 2010 19:09:20 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Jean Michel Arcaute, Besitzer von Chateau Clinet im Bordeaux und eines Weinbetriebs in Ungarn, kaufte 1997 im argentinischem Mendoza-Tal ein überaltertes Gut. Er krempelte es um, nannte es Alta, mit dem Ehrgeiz an der Spitze des Portfolios einen Grand Cru à  la Argentinien zu stellen.   

Das ist ihm auf Anhieb bereits  mit dem 98ger Alto-Erstling  gelungen. Und das in einem für Chile verheerenden Jahr in dem El Nino ganze Anpflanzungen fortspülte und das Meiste vom verblieben Wenigem verwaschen schmeckte.  Entweder hatte Arcaud für sein Gut den lieben Wettergott in der Tasche oder ein anderes Ass. Allein das eine geradezu verwunderliche Leistung Arcautes,  die nicht unverdient erscheinen läßt, von Robert Parker  zweimal den Titel Winemaker of the Year zugesprochen   zu bekommen. 

Der 98ger Alto besteht noch  aus   80 Prozent Malbec, der Rest Cabernet Sauvignon, allerdings  mit kleinem Zusatz Merlot, den heutigen Jahrgänge nicht mehr enthalten. 12 Monate lag der scharf selektierte Wein in Eichenbarrique unbenannter Herkunft und Belegung, Folgejahrgänge 16 Monate.

Der 98ger  dürfte  auf dem Höhepunkt des reifen Trinkgenusses sein. Der tiefrote am Rand ziegelnde Wein drückt im großen Glas bei 20 Grad  eine Fülle schwärzester Frucht in die Nase und im Antrunk sofort an den Gaumen,  zusammen mit einem Ton reinen, feinsten  Kakaos und über die Jahre bestens sich dienlich eingefügter Säure. Der Wein weist mit den pudrigen Tanninen bei vollem Körper große Eleganz auf, die im langen Abgang anhält. Ein Schmuckstück an Beweis dafür, daß die in Frankreich widerspenstig tanninrauhe  "Cahors"-Traube Malbec in Argentinien eine neue Heimat gefunden hat, in der sie sich so pudelwohl fühlt, das sie ihr Bestes gibt. Verträumt fragt man sich, wie denn wohl ein Alto aus einem Spitzenjahr noch schmecken kann. Auf jeden Fall: Charakter-Wein, in dem Druck und Finesse sich finden.

Lagerfähigkeit? Vom Handel vorausgesagt bis 2008.

Für den im  deutschsprachigen Raum nur schwer erhältlichen, auch jedes Jahr sowieso nur in wenigen hundert Kisten hergestellten  Wein wird als 98ger gegenwärtig nun bis zu 50 Euro verlangt. Der 2000er kostete von vornherein schon ungefähr so viel. Seine jeden Cent werte 29,95 kostete er noch zu den Zeiten als er 1998 unentdeckter Jungstar war, der er hierzulande einstweils so blieb, daß ein großer Händler ihn zum halben Preis abgab. Dieses Schicksal teilte er mit einem anderen großen südamerikanischen Wein, den chilenischen El Principal 99. Dessen Verkostungsnotiz, siehe dort, sowie VKN des Los Escasos von Alta Vista.<br><br>94<br><br>Verkostet am 2.08.2006 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Indio 2006, Bove, Abruzzen, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=29449</link>    
    <pubDate>Sun, 14 Feb 2010 21:24:00 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Der >Indio< ist ein Erfolgsprodukt für die >Cantine Bove< als gut geordert im deutschen Einzelhandel. Bei einem End-VK von 7,99 für den 2006er ( bei >Vivalavida<,  andere nehmen  bis hin zu deutlich mehr) bietet der tiefrot opake Trunk des in den Abruzzen gelegenen Familiengutes tatsächlich ein verlockendes PL-Verhältnis. Der angestellte Montepulciano - der wegen eines 10prozentigen CabSauv-Anteils streng genommen ein Cuvée ist, nach italienischem Weingesetz jedoch als sortenrein deklariert werden kann - aus dem Jahr 2006 gewann, wie auch der 2008er, Silber auf der >International W&S-Competition 2009<, zwei Flaschen im >Maroni< und auf der >Vinalty< eine  >Gran Menzione<.

12 Monate lag der Wein in Allier-Barriques unbenannter Belegung und ruhte 120 Tage auf der Flasche. Laut Handel. Das Gut hält sich webseitenlos.

Bei 19 Grad bietet nur kurz dekantiert der mit ordentlichem Korken versehene Wein schon eine vollfruchtige Nase Richtung dunkler Waldbeeren im großen Glas. Die schmecken auch im mittleren, randvollen Körper. Dazu leichter Zederton und Vanillehauch. Die langen Tannine sind nicht seidig, wie der Handel propagiert, sondern eher körnig, wenn auch feinkörnig, die Säure bringt Frische, Fingerspitzchen Schwarzpfeffer. 14 Pro Alk sind in Balance. Alles würzig rund im Mund und aufrechter Abgang. Dieser >Indio< ist kein Häuptling der Legenden-Status gewinnen könnte,  jedoch von beachtlicher Statur. Mit zunehmender Belüftung gewinnt der >Indio< noch an Fülle.

90 Punkte.  Somit ausgezeichnetes PL-Verhältnis.

Lagerfähigkeit ist vorauszusetzen. Das Gut sagt fünf Jahre an. Tag Zwo stand der Wein nach wie vor.

Ein Wein, der ebenso gut  zu sahnegesalbten Nudeln wie auch Wild  paßt,  darüber hinaus durchaus solofähig.
<br><br>90<br><br>Verkostet am 03.02.2010 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Katunga GTS 2006, Pirramimma, Mc Laren Vale, Australien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=29446</link>    
    <pubDate>Sun, 14 Feb 2010 17:20:35 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[>Pirramimma<, (Gut-Grunddaten unter  VKN Petit Verdot 2001), erklärt  per Rücketikett seinen Stolz aufden >Katunga GTS< als ersten Einzellagen-Wein im Portfolio des 1989 gegründeten Betriebes. 

Angestellter Katunga stammt aus dem Erstjahrgang 2006, der für Rote im McLaren-Vale ein überdurchschnittliches gutes war. Von der führenden Kritik
ist der Wein selbst in seinem Heimatland nicht wahrgenommen worden.

Das aus 55 Grenache, 25 Tannat und 20 Shiraz bestehende, nachts gelesener Trauben bestehende Cuvée fermentierte getrennt im offenen  Beton. Der Grenache wurde in alten Barriques unbenannter Belegung ausgebaut, Tannat in zweijähriger Eiche von hoghead-Format  unbenannter Herkunft, Shiraz in unbenannter Größe und Belegung.

Mit 2,7 Restzucker und 6,2 Säure bei PH 3,50 kam der Wein auf die Schrauberflasche.

Preislich liegt er im Mittelfeld des 17-Produkte-Portfolios, das Weisse, Rote und Ports umfasst.

Bei 16 Grad im großen Glas schenkt der Katunga undekantiert eine verhaltene Nase teeriger Kopfnote. Luftzufuhr hilft dem Wein  auch geschmacklich auf. Jedoch höhlt der Schwarzrote von mittlerem Körper auch dann ab Gaumenmitte etwas aus, noch deutlicher im Abgang. Am Frontgaumen hat er einen angenehmen Antritt mit dunkler Frucht, Tanninknack und lebendiger Säure. 

Geradeaus-Getränk, das zum Essen die Zunge gut klarhält. 
Die 14 Pro Alk passen.

89 Punkte. 
Weitere Lagerung könnte bei der Struktur etwas bringen. 
Gesamtlagerdauer bis zu zehn Jahren hält das Gut für möglich.

12, 80 Euro verlangt >Jaques<. 20 Aussie-Dollar kostet der Wein ab Gut. 
PL akzeptabel, macht ihn aber nicht  zur Findung.
<br><br>89<br><br>Verkostet am 2.2.2010 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Merlot Primitivo 2007, Il Mio, Apulien, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=28511</link>    
    <pubDate>Thu, 22 Oct 2009 16:25:06 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Die  in den 70gern gegründete Landauer Weinagentur >Pellegrini< vertritt 27 Winzer mit 190 Weinen, stellt unter dem Namen >Collezione Il Mio< auch eine eigene Markenserie mit venetischem, apulischen und sizilianischem Lesegut her, darunter angestellten Merlot Primitivo aus dem Jahr 2007.

Das 60Merlot/40 Primitivo-Cuvée ist ein IGT mit Trauben des südlichen Apulien-Gebietes Tarantino. Nach Kurzmaische zu längerer Maze des Merlot-Anteils für höhere Farbausbeute wurde der Wein in Edelstahl verbleibend ausgebaut. 
Mit 14 Pro Alk, 4,95 Gramm Säure und 1,50 Zucker kam der Wein auf die mit Plastikkorken versehene Flasche.

Bei 16 Grad undekantiert  steigt aus dem  tief Dunkelrotem im großen Glas ein Hauch rumtopfiger Süsse. Dem Gaumen bietet bei schmeichelndem Mundgefühl der mittlere Körper dunkle Steinfrucht Richtung Schwarzkirsche. Das Tannin ist geschmeidig. Die Säure genügt. Am hinteren Gaumen wird der Wein etwas hohl, hält auf der verbliebenen Höhe den Abgang moderaten Umfangs aber durch.
Der Wein schmeckt auf internationalen Gefälligkeitsstil hin konzipiert.

89 Punkte.

P/L geht durchaus in Ordnung. Andere Internet-Händler nehmen bis 7,95 Euro

Der Hersteller verspricht zwei bis vier Jahre Lagerfähigkeit.
Tag Zwo zeigte der geöffnete Wein sich von der Belüftung angegriffen.<br><br>89<br><br>Verkostet am 20.10.2009 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[ black panther shiraz 2004, chalk hill, Mc Laren Vale, Australien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=17425</link>    
    <pubDate>Sun, 18 Oct 2009 23:07:10 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Starker Auftritt eines erstmals hergestellten Shiraz: Australisch groß, tieffarben  aus einem (wie fast immer) guten Jahr, in diesem Fall sehr guten, des Mc-Laren-Vales, gewachsen auf eisenhaltigem Grund, vinifiziert von  der weitgereisten Emanuelle Requin-Bekkers bei Chalk Hill, einem 1973 begründeten, inzwischen mit 5000-12erKisten immer noch kleinem Gut, dem Aussie-Autorität Halliday viereinhalb von fünf möglichen Sternen verleiht. Wenn er den Black Panther trinken könnte (siehe unten), wäre  der letzte halbe Stern zumindest für diesen Wein fällig. 

Keine Marmeladen- oder Vanille-Orgie, vielmehr  balancierte Kraft bei verträglich bestens eingebunden stolzem Alkoholgehalt, noch mit satter Primärfrucht, jedoch schon jetzt gepaart mit vielschichtiger Finesse, die bei der Struktur auf der Flasche für viele Jahre  dazu gewinnen dürfte. Schwarze reife Früchte, Schoko, Tabak. Sehr schöne Säure; so gute, daß nicht wie oft aussie-üblich aufgesäuert werden mußte. Bruchlos langer, druckvoll ausschwingender Abgang mit bleibend tollem Mundgefühl.  Eine Gaumenmassage für Hedonisten.  Vinifiziert aus 100 Jahre alten wurzelechten Rebstöcken. 16 Monate in aus dem Burgund importierten neuen Eichenbarrriques gelagert. Um den Panther zu bändigen, wurde entschieden, für die vier letzten Monate eine zweite  Ladung zu importieren. Die erste soll er  komplett weggeschnuppert haben. 

Jetzt schon trinkbar, aber - mindestens! - fünf Stunden vorher  dekantieren.
Im großen Glas bei 19 Grad schließt  sich dann  für die Nase ein  Genußversprechen auf, dass sich auf der Zunge voll einlöst.  "Blockbuster" verbietet sich als Bezeichnung bei der Finesse. Und selbst "Riesen-Baby" würde  bei aller Liebe für den Neuling nicht treffen. Aber ein echter Jung-Steher ist er: Noch zweiten Tags in Bestform.

Der Black Panther ist  auf dem Sprung, zum Konkurrenten des shooting-star Mitolo GAM zu werden. Auf einem Feld  ist er ihm nicht nur auf den Fersen. Obwohl der zur Aussie-Spitze avancierte GAM (Verkostungsnotiz siehe dort) einen vernünftigen Preis (noch) hat, liegt der Panther als vergleichbarer Vollstoff sogar deutlich  günstiger.
Nicht schlecht, zumal für eine Rarität von der es überhaupt nur 6000 Flaschen gibt, dreitausend davon im deutschen Import.

Anfang Juli gab >Mondo<-Eichelmann, ein präzis sparsamer Punkter, dem Panther 93 Punkte. Parker und Halliday werden ihn nicht punkten können. Nicht einmal in  Australien ist dieser Shiraz  auf dem Markt. Ein deutscher und ein  befreundeter  holländischer (Groß-)Händler/Importeur  haben diesen Wein mit genauen Maßgaben auf eigenes Risiko in Auftrag gegeben, um sich einen Wunsch zu erfüllen, den jeder  gestanden weinverrückte Händler zumindest heimlich  hat: Einen "eigenen" Wein, in den sich Stolz setzen lässt, eigenen Geschmack dokumentierend.  Der deutsche >Panther<-Pate  ist Lutz Eppard von >Riesling&Co< im rheinhessischen  Wallertheim,  leidenschaftlich wissender Weinjunkie mit profunden Vorort-Kenntnissen  Aussie-Lands.  
Anläßlich eines Rundganges auf Chalk Hill entdeckte er für sich, aufmerksam gemacht von Chalk Hills Junior,   einen uralten, nebenliegenden Weinberg. Mit dessen nahezu ebenso uraltem Besitzer kam man überein, den Wein nicht wie seit ewig anonym in renommierten  Marken untergehen zu lassen, sondern getrennt für den Panther zu vinifizieren. 

Wein, nicht nur hergestellt, auch verkauft muß er werden. Das kann Nerven kosten. Zum Beispiel, wenn wie in diesem Fall das Transportschiff  eine Havarie erlitt, die Auslieferung sich damit verzögerte.  
 
Im August stieg  der Endverkaufspreis  des Panther wie vom Importeur bereits zum Start angekündigt auf 29,50 Euro.

30.10.2006-Verkostung: Der pralle Fruchtdruck des inzwischen von Pit Falkenstein im "Handelsblatt" gefeierten Panthers  wandelt sich. Dichte Struktur tritt zutage, die zu abwartender Lagerung verspricht,  das der Panther mit zunehmender Vinosität weiterhin  ein Repräsentant  der Großklasse bleibt. 

3.7.2007-Verkostung: Spannend, wie der Wein innerhalb eines Jahres sich 
wandelnd  ausformt, stark an beste nördliche Rhone erinnernd mit 
gestrafftem Körper, nun kühlerer Dunkelfrucht, Lakritzton,  leicht pfeffernd, 
mit wunderbar belebender Säure, geschliffen langen Tanninen und feinstem Holz.  
Weiterhin ausgiebig dekantieren, damit er sich voll erschließen lässt.
Wer die Geduld hat: An Tag Zwo  entfaltet in der Güte von Torbrecks und ClassicMcLaren Besten, heisst Aussie-Spitzenweinen französisch orientierten Stils.
Bei dieser Struktur darf sogar noch weiterer Zugewinn zu erhoffen sein.
Großer Kauwein zu vergleichsweise kleinem Preis.

16.10.2009. Epilog, da letzte von 24 Flaschen: Nach wie vor großartiger Wein,
der sich  selbst Tag Zwo von der Belüftung unbeeindruckt zeigte. 

Inoffiziell verlautet, das noch dieses Jahr eine zweite Auflage des >Black Panther< herausgegeben werden soll. Korkenzieher schon im Anschlag.<br><br>96<br><br>Verkostet am mai 2006 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Shiraz 1999, Mount Horrocks, Clare Valley, Australien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=13771</link>    
    <pubDate>Mon, 12 Oct 2009 10:20:19 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA["Ein geschmacklich intensiver, eleganter Shiraz mit feinen Tanninen und festem Finish" steht auf dem Rückenetikett des 99ger Mount Horrocks Shiraz. Für den im Winter 2005 getrunkenen 98ger traf das  zu. Beim 99ger, inzwischen also fast gleich altem, steht zu befürchten, daß er seine besten Tage soeben hinter sich hat, obwohl Winzerin Stephanie Toole ihn höher und lagerfähiger einschätzt als den Vorgänger. Sie billigt ihm sieben Jahre zu, allerdings mit der Einschränkung, bei nicht idealer Einkellerung solle man zwei bis drei Jahre abziehen. Soweit die Wahrscheinlichkeits- rechnung  von Konservierungsdauer, ohne in die Diskussion über die Lagerfähigkeit australischer Weine einsteigen zu wollen, deren Spitze inzwischen erwiesenermaßen auch bis zu 15 Jahre plus noch guttun können. Wobei eingeschränkt sein soll: Was konzentriert ist und alt werden kann, muß nicht  ein zwangsläufig traumhaftes Gaumenerlebnis hervorrufen. Sonst wäre ein Maggi-Würfel Feinstkost.

1993 übernahm Stephanie Toole das 1982 gegründete und in Erinnung an John Horrocks das nach dem ersten Rebpflanzer des Clare-Valley benannten Hügels als Kleingut. Dessen Ausstoß ist von 4500 auf heute 50000 gewachsen. Aussie-Autorität Halliday liftet in seinem neuesten "Wine Companion 2006" den Betrieb von viereinhalb auf höchstmögliche fünf Sterne. Die sechs Weines ihres rot/weißen Portfolios läßt Toole bei dem mit ihr eheverbandelten, für seine Rieslinge bekannten Jeffrey Grosset vinifizieren.

Der 99ger Horrocks Shiraz, ein gutes Jahr im Clare Valley,  ist wie seine Vorgänger unbewässert und handgeerntet. Um ein Optimum an Tanninen zu extrahieren wurde er auf der Beerenhaut fermentiert, der Tresterhut alle fünf Stunden nach französischer Tradition untergeschoben.  Hand- und Fuß- und damit viel Arbeit. Vergoren wurde der Wein  bis zu drei Monaten auf der Hefe belassen und danach 15 Monate in 40 Prozent neuer französischer Eiche ausgebaut. Insgesamt dürfte auch dieser Jahrgang bei 13,5 Prozent Alkohol im Gegensatz zum Portartigen  neigenden 97ger mehr als rhoneartig kühler "Syrah" mittleren Körpers als denn aussiespezifischer Shiraz konzipiert sein. Ein Stil,  zwischen Rhone-Verfechern und Aussie-Freunden in Dauerdiskussion, ob man quasi in Hongkonk  unterlassen soll, original Schwarzwälder Kuckucksuhren herstellen zu können -  fruchtlos ideologische Diskussion, wenn solche Weine Niveau aufweisen. Zumal Rhone keineswegs automatisch Qualität garantiert. Wer wollte Nicht-Bayern das Jodeln versagen?

In seiner verbliebenen Kondition zeigt sich  der Inhalt der verkosteten, nach Kauf kühl gelagerten Flasche ins Bräunliche schwimmenden  Alterston. Auf die erste Nase entwickelt sich bei 18 Grad undekantiert im großen Glas ein als angenehm empfundener Duft abgehangenen Wildfleisches. Auf die zweite kommt eine leichte Rauchnote hinzu. Jedoch ist hinreichend Frucht  am Gaumen vermißt, vom dem sich der Wein mit zu knappem "Adieu" schon ab der Mitte verabschiedet. "Austere" mag deutschem Ohr nobel klingen, bedeutet aus dem Englischen übersetzt aber auch nur das wenige Etwas zwischen asketisch und karg. Ein australischer Weinkritiker attestierte 2004 dem 99ger "feminine Eleganz". Was  feminin bedeuten soll, das changiert von Kulturkreis und Geschlecht zwischen Pamela Anderson und Audrey Hepburn. Ohne mich für die eine oder andere zu entscheiden zu haben: Dieser Wein weist mir in diesem Zustand zuwenig auf, sei es an Körper  und/oder  Esprit. Und ganz  banal pekuniär: Rund 25 Euro Originalpreis sind für diese  Kondition kein Bauernfrühstück. 

Auch Weingenuss hängt unter anderem von Tagesform und Tageslaune ab. Über die letzten vier Monate standen  je eine Flasche des 99ger zur Gemeinschaftsprobe. Die Notizen aller drei Teilnehmer zeigen jedoch gleichbleibend einen Trend zu  beschleunigendem Abbau. 2002 stufte Rick "Torbwine" den Jahrgang als Sehr empfehlenswert ein. Durch hurtig  Austrinken  von diesem Wein verabschiedet, mit dem mir so rechtes Glück nicht beschieden war, auch,  weil vier Flaschen korksten,  die  der Händler ebenso unaufgefordert wie  umstandslos ersetzte.

10.07.2006: Gestern die letzte von drei Horrocks-Flaschen aus dem als perfekte Ernte geltenden Vor-Jahrgang 1998 getrunken. Deutlicher,  geradezu Klassen-Unterschied. Gut und sehr gerne 92+ Punkte. Ein eleganter Wein mittleren Körpers, der nichts an Struktur und Frucht vermissen läßt, was einen schönen Shiraz der "kühleren" Art von einer Qualität ausmacht, die auch an der Rhone nicht alltäglich wäre.

Nachtrag 10.10.2009: Adieu gesagt zur letzten Flasche des 98ger. Eleganz
wies sie noch auf, aber doch schon eine mit Frucht-Blutleere, in der sich der Wein an Tag Zwo denn  deutlich angegriffen zeigte.<br><br>Verkostet am 1.07.2006 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Shiraz 1998, Chalk Hill, Mc Laren Vale, Australien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=22238</link>    
    <pubDate>Sun, 11 Oct 2009 19:41:02 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Nach etwas steinigen Jahren geht bei Chalk Hill wieder alles seinen so schnurgeraden Gang, das Halliday dem 5000-12er-Kisten-Gut viereinhalb von fünf Sternen zugesteht, seitdem die frankreichgeschulte Emmanuelle Requin-Bekkers als Weinmacherin fungiert für das 7-Weine-Portfolio - das aus eigentlich 8 besteht, nämlich auch dem hervorragendem Black Panther Shiraz, (VKN des Erstling 2004, siehe dort), der  nicht in Australien, als Auftragsprodukt ausschließlich in Deutschland und Belgien erhältlich ist. Besitzer und für die Weinfelder des 1973 im McLaren gegründeten Gutes zuständig sind John und Di Harvey.

Eiche  gegenüber muss man nicht hysterisch oder bar jeglicher physischer Allergie nur animos sein, um Erfahrungsgrund zu haben, den Shiraz Mc LarenVales wie keinen anderen als den dieser von Weingütern in Relation dicht besiedelten OZ-Zone mehr zu fürchten wegen in Zungenindolenz veranstalteter  Holzüberfrachtung. 
 
Kein Anlass zur Sorge bei diesem Chalk Hills.
Der  - aus dem für die südaustralische Region  an Shiraz-Erntequalität nicht zu toppendem Jahr 1998 - mit  ausschließlich gutseigener Frucht  hergestellte Wein zeigt sich im großen Glas bei 18 Grad, trotz tüchtigem Schulterdepots undekantiert, als erfreulich rüstiger  Knabe, der aus seinem dunkel braunrotem, bis über den Rand gehaltvollem mittlerem Körper nach einer Stunde immer noch Zuwarten, dann aber über zwei Stunden stetig voller  werdendes, ausgereiftes Bouquet  freigibt mit  Brombeer, Schwarzkirsche, dezent eisenerdigem Ton, leichter Dörrpflaumen-Süsse,  Tabakspfeifenholz.
Das alles spiegelt sich über den gesamten Gaumen nahezu identisch, wobei lebendige Säure und gute, biegsame Tannine den Rumtopf-Ton bestens balancieren. Klacks Bitterschoko kommt hinzu, etwas schwarzer Pfeffer. Zeder lässt sich erzüngeln, jedoch so fein, dass über eine vanillinene Holzkrücke nicht hinweg geleckt werden muss. Der altersvirile Veteran wird solch dubioser Gehhilfe Behinderung ledig (oder über die Zeit entledigt) noch das eine oder andere nicht in weiter Entfernung liegende Jährchen  aufrecht gehen, ohne das jetzige Kondition gelungener Altersreife mutmaßlich zusätzliche  Steigerung bringt. Warum also liegen lassen? Diesen Wein jetzt über die Zunge  spazieren zu lassen lohnt. meidet zudem Verfallsgefahr, auch wenn die nicht abrupt auftauchen wird, da  er noch nächsten Tags seinen Stand,  das  sogar unverändert hatte. Ebener Abgang einiger Länge versteht sich für diesen Preis auch nicht gänzlich als inklusiv.

Halliday gab im März 2000 nur 85 Punkte. Ihn mutete der Wein überextrahiert an. Wie ihm damals auch immer, mir ist er  zweifelsohne heute, nun erreichte 92   Punkte  wert. 

Des Gutes Weine brauchen Lagerzeit, derentwegen sich erhoffter  Käuferkreis in Deutschland als nur hypothetisch herausstellte.  Der Kunde war hier  nicht die riskante Geduld aufzubringen gewillt, die nun gelohnt ist. Der Jahrgang, wie insgesamt Chalk Hills Weine, werden  in der Bundesrepublik nicht mehr gehandelt. Am Gut kostet der Shiraz als gegenwärtig noch erhältlicher 2004er umgerechnet grad  12 Euro. Sollte der ähnlich lobenswerte  Entwicklung nehmen, ist das  -selbst hinsichtlich des damaligen deutschen Preises von 24,50 Euro - einer der Fälle, zu bedauern, direkten Zugriff durch Zweitwohnsitz  in Aussie-Land nicht zu haben.  

Essenempfehlung: Solo,  oder winterliches Wildbret.

Nachtrag 08.10.2009: Großartig. Vollreifst jetzt, doch noch ohne Alterston, immer noch alerte, feine Säure. Keine Dörrpflaumen-Süße mehr, dafür
ausmodellierter Körper, der weit  über Mittelgewicht hinauslangt. 
94 Punkte - und Bedauern nicht einige Flaschen mehr davon hingelegt zu haben. Dazu von Tag Zwo unbeeindruckter Steher. Superschnapp.

Süffeln, oder ganz zuversichtlich auch noch liegen lassen bei dieser Struktur.<br><br>92<br><br>Verkostet am 28.11.2007 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Brookland Valley Cabernet Sauvignon/Merlot 1997, Brookland Valley, Margaret River, Australien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=28369</link>    
    <pubDate>Sun, 11 Oct 2009 11:42:28 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[>Brookland Valley< ist ein in Oz  prominentes Gut, spätestens seit James Hallidayes, nachdem er den Betrieb schon des Längeren mit allen fünf Sternen versieht, zur >Winery of the Year< des Jahres 2009 erklärte. Der 1984 in der Wilyabrup-Subregion des westlichaustralisch gelegenen Margaret River-Zone gegründete Betrieb, seit 2004 im Besitz des >Hardy<-Konzerns, verfügt über ein 11-Weine-Portfolio, bei einem Ausstoß von 130 000-12er-Kisten. 

Noch nicht Weinmacher Ross Pamment , sondern Berufskollege Jones, war zuständig für den >Brookland Valley CabSauv/Merlot< aus dem Jahr 1997, das deutlich überdurchschnittlich gut für rote Sorten war in der Region, im Gegensatz zu den meisten anderen Gebieten.

94 Punkte gab Halliday im Oktober 99 dem 97ger-Cuvée, für das keine Vinidaten mehr auffindbar sind. 
Dem Wein, der nicht als Premium-Produkt des Hauses zählt, sagte das Gut „wenigstens 5 Jahre Lagerfähigkeit“ voraus.
Also möglicherweise einen Hinfälligen angestellt? Keineswegs.
Im großen Glas bei 18 Grad bietet sich der unter ordentlichem Korken gelegene dunkelrote  Veteran in ziegelnder Altersrobe mit verlockend abgehangener Nase von Wildton, Brombeere, Minze, Zeder und Tabak durchaus rüstig. Im mittleren, ausgerundeten Körper des 13,5Prozenters spiegelt sich das Geruchsbild, wobei die Frucht zum Schwarzkirschigen changiert mit einem Hauch frischer Steinpilze. Die Säure ist fein, das tiefe Tannin zum Hineinbeißen einladend gut. Sauber schwingt der Abgang aus. 

Sollte der Wein in beginnendem Abstieg sein, dann ist der ein würdiger. Selbst ausgesprochen frankophone Trinker könnten ihr Vergnügen haben an diesem in  kühlem Stil gehaltenem Wein.

92 Punkte.

Der Preis ist nicht mehr auffindbar. Der 2000er war in Australien 2005  für 34 Aussie-Dollar im Handel. So gemessen: Prima P/L-Verhältnis.
<br><br>92<br><br>Verkostet am 09.10.2009 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Oikonomoy 2001, Economou, Kreta, Griechenland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=28367</link>    
    <pubDate>Sat, 10 Oct 2009 12:14:37 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Gianni und Natassa Economou betreiben am äußeren Ostende Kretas ein Gut von dessen 120 Hektar 16 bestockt sind, 7 davon in Produktion rekon-struierten Familienbestandes. Die Jahresproduktion von 20 000 Flaschen ist, auch durch Landzukauf, auf 60 000 Flaschen zu steigern beabsichtigt.
Gianni ist der Önologe. Erfahrungen hat er unter anderem auf >Chateau Margaux< gesammelt. Weintechnisch erklärt frankophon orientiert, sagt er trotzdem: „Die Welt soll nicht nur voll von Cabernet Sauvignon sein“.

Als Premium-Produkt führt das Haus ein Cuvée  zweier roter autochthoner Sorten. Der <Oikonomoy< 2001 besteht zu 80 Prozent aus Liatiko und 20 Mandelaria. Erstere gilt als mild und weniger farbintensiv, letztere als von kräftigerem Aroma. Das Traubengut ist organisch angebaut. Auslese erfolgte rigid.

Vinifizierung erfolgte  mit eingangs Inox,  der Ausbau 20 bis 24 Monate in 350-Liter-Eiche nicht benannter Belegung, darauf Flaschenreife von mindestens  6 Monaten.

Bei kretischem Wein zuckt des Schmeckers Zunge immer noch zurück aufgrund der Schwemme anonymer Genossenschaftsprodukte. 
Im >Michelin< ist >Economou< als bester Anbieter der Insel bezeichnet.

Nahezu naturtrüb rinnt der helltönig ziegelnde, am Rand deutlicher altersfarbene Wein aus der mit leidlich ordentlichem Korken versehenen Flasche und bietet bei 16 Grad im großen Glas mehr als denn Frucht abgehangenes Wild und welkes Rosenblatt, die Nase selbst an Tag Zwo dominierend, der dem Wein weder schadete noch aufhalf. 
Zu schmecken gibt es Frucht in Richtung Walderdbeere/-himbeere und Weichtannin. Abgang eher von Säure bestimmt, obwohl die mild ist. 
Hin- und hergezüngelt in dem Wein aus zwei mir unvertrauten Sorten, komme ich zu dem auch nach Dekantieren unsicher gebliebenem  Wunsch, den >Oikonomoy< gern das eine oder andere Jahr früher getrunken zu haben. 

Möglicherweise Leiche auf rosenblattgeziertem Sterbebett.

In Deutschland ist der Wein ausschließlich bei >Vinotaurus< erhältlich. 
Dort kostet er 17,50 Euro. 
In der  (nur noch verbliebenen?) Kondition des verkosteten 2001er ist das mir  ein Preis arg üppiger als das Geschmackserlebnis.<br><br>Verkostet am 08.10.2009 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Aberdeen Angus Malbec 2007, Finca Flinchmann, Mendoza, Argentinien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=28366</link>    
    <pubDate>Sat, 10 Oct 2009 08:38:51 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Gut-Grunddaten und Kritik, siehe unter >Aberdeen Angus Cabernet Sauvignon<.<br><br>Verkostet am 08.10.2009 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Aberdeen Angus Cabernet Sauvignon 2007, Finca Flinchmann, Mendoza, Argentinien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=28365</link>    
    <pubDate>Sat, 10 Oct 2009 08:36:25 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[1883 gründete Sami Flinchman in Barrancas nach Familiennamen benanntes Mendoza-Gut.
Vor 20 Jahren äugte das Unternehmen als erstes in Argentinien auf Weltspitze. 
Heute ist der Betrieb 500 Hektar groß; 195 davon mit Reben bestückt, dem >Sogrape<-Konglomerat einverleibt (>Mateus<, etc). >Flinchman< hält  hier angestellten Malbec und CabSauv aus der >Aberdeen-Angus<-Linie nun nicht für Weltklasse, aber vermarkten die Linie  im umfassendem Portfolio mit diversen Marken doch für mehr als Einstiegsweine.
Beide Weine datieren auf 2007, einem Jahr mit El Nino-Problemen im Staat.

An Vini-Daten teilt >Flinchman< webseitig   an  Aufhellendem Weniges mit: Jeweils beide 13 Pro Alk, sortenrein, 3 Monate in weder nach Art, Größe  noch Belegung benannter Eiche, 3 Flaschenruhe.

Die hauseigenen  Degustationsdeklarationen gemahnen nach Ziehen des Presskorks bei 16 Grad im größeren Glas ohne Dekantieren an angesäuselte Werbepoesie, da sogar längeres Finish versprochen wird.
Beide Weine dunkelrot. Der Malbec mit sortentypischem Violettstich, aber ebenso nahezu nasenlos und   am Gaumen fruchtvage wie der CabSauv-Bruder. 
Der CabSauv ist jenen Konsumenten zu empfehlen, denen an Wein gar nicht gelegen ist, weil Wein nach Wein schmeckt: Profillos flauschiges Getränk mit Vanilleschminke. 
Der Malbec traut sich etwa Tannin-Biss;aber so, als sei es nicht gelungen, ihm diesen Milchzahn  ganz zu ziehen. 

Das hat nachgetragen zu sein: Diese getrimmten Trünke hatten an Tag Zwo sich ihres vanilligem, angetoastetem  Designer-Fummels entkleidet und zeigten Ansatz von Grundprofil – jedoch ohne darum ihren Erwerb auch nur zu erwägen, selbst angesichts Günstig-Anbieter >Fiwimo< mit 5,50 Euro.
Die 2008er gibt es bei >Wein-Union< sogar  noch günstiger.
Heißt, unterlässt  man Kauf  neusten Jahrgangs , erspart man sich nur noch die Ausgabe von 4,93 Euro.

<br><br>Verkostet am 08.10.2009 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Old Adam Shiraz 2004, Bremerton, Longhorne Creek, Australien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=25266</link>    
    <pubDate>Mon, 28 Sep 2009 19:28:03 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Eine kontroverse Tsunami-Weinwelle löste Aussiewein-Guru Halliday in seiner neusten Ausgabe des >Winecompanion< mit der Vergabe von 97 Punkten an den >Old Adam Shiraz< des Jahres 2004 aus, denn damit hatte er den Wein als Dritten auf den Ikonen-Thron neben den 2002er >Penfolds Grange< und Henschkes Hill of Grace< selben Jahres geschwemmt, die dem Geldbeutel alles zumuten. Preis dagegen des >Old Adam in Australien: Keine 20 Euro.
Umgehend war der  alte Adam in seiner Auflage von  720 12erKisten aus allen Regalen des Landes weggekauft. 
Inzwischen gibt es Anfragen bei britischen Händlern wegen Rückkaufs.
Parker zeigte sich mit 89 Punkten als einer der weniger Beeindruckten. 

>Bremerton< wird betrieben von der Willson-Familie, die schon lange Zeit im Langhorne Creek Trauben anbauten, bevor sie 1988 selbst zu vinifizieren und zu vermarkten begann. Heute bringt es das Gut auf  35 000    12erKisten mit 16 Weinen im Rot/Weiss-Portfolio.
In Premium-Barriques französischer und US-Herkunft investierte das Unternehmen ebenso stark wie in Zukäufen an Land, dessen Umfang  auf hundert Hektar verdoppelt wurde. 


„Old“ wurde der angestellte reinsortige Shiraz getauft, weil er ursprünglich von rund 100 Jahre alten Stöcken stammte, die in Besitz eines „Adam“ waren. Weinmacherin des Hauses Rebecca Willson legt Wert auf finetuning. Die eingesammelten Partien des 2004ers wurden im gesamten Prozess getrennt vinifiziert, nach Fermentierung in offenem Stahl  auch während des 22monatigen Ausbaus (= laut Rücketikett; 21, laut hauseigenen Vini-Daten) in extrafeiner US-Eiche, bevor der Trunk vereint wurde mit PH 3,38, 7,5 Säure und 2 Restzucker zu 12monatiger Flaschenreife vor Herausgabe. Die Qualität eingesetzter 2004-Frucht bezeichnen die Bremertons als „wundervolle Ernte“.

Undekantiert gibt der fast Schwarze mit Granatrand die Nase von kühlem Rauch und Minze.
Auf jeden Fall dekantieren, mindestens 6 Stunden. Tag Zwo wird der Wein erst zum ganzen Bringer. Zuvor startet er gradlinig mit roter und schwarze Jo-Beere; Minze, und Holz im Hintergrund, das Toastnote hat, ohne vanillig zu sein.  Tag Zwo aber: Mächtig Extrakt im vollen und trotz  15 Pro Alk nicht schwerlastigem Körper,  deutlicher Brombeerton, ohne Beerenbombe zu sein, poliertes Tannin, Feinsäure, kühler schwarzer Tee schmeckt mit, leicht schwarzer Pfeffer, benanntes Holz Im langen Abgang schwillt Bitterschoko und Lakritz gradzu auf.

94 Punkte mit Zuwachserwartung.
Solowein	 
Einerseits kostet manch anderer Shiraz dieser Klasse mehr als die  hierzulande  34.90. Aber ganz andrerseits, (>Inter-Wein< verlangte für andere Jahrgänge 26 Euro),  ist das von deutschem Allein-Importeur >Möenpick< ein monströser Schluck aus der (Dr)aufschlag-Pulle angesichts von in Australien nicht einmal 20 Euro, die wiederum ein Schnäppchen-PL darstellen.

Siehe auch VKNs von >avatar< und >mixhals<.<br><br>94<br><br>Verkostet am 28.11.2008 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Shiraz 2006, RyeMill, Sonstige, Australien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=27947</link>    
    <pubDate>Sun, 30 Aug 2009 14:57:44 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Keinerlei Infos über diesen Wein. In der australischen Weinkritik ist das Produkt nicht wahrgenommen und selbst das australische Winzer-Verzeichnis ergibt Null. 

Importeur dieses südaustralischen Shiraz ist laut Rücketikett der websitelose Getränkegroßhändler Arthur Picard in Alzey. 
Also nur das Etikett: >Rye Mill Shiraz 2006 – Southeast Australia<. (Nicht zu verwechselnmit Coonawarras >Rymill<-Winzerei).

Bei 16 Grad im großen Glas undekantiert: Ein mit Plastikkork versehener
tief Dunkelroter mit leicht portiger Nase. Am Gaumen in vollem, mittlerem Körper reichlich dunkle Süßfrucht mit nicht völlig integriert straffem, aber nicht heftigem Tannin. 
Die 14 Pro Alk gehen in Ordnung. 
Etwas mehr und prägnantere Säure hätte möglicherweise Balance zu der leichten Marmeladigkeit geboten.
Preis vom Spender nicht mehr erinnerbar, auch der Erwerb bei welchem  Händler nicht. 
Kostet der Wein 5-6 Euro, ginge das in Ordnung. Im französischen e-bay wird der 2005er für 24,6O Euro pro Sixpack von dem deutschen Händler >Weinecke< ausgerufen. 
21 Euro verlangt in der Türkei ein Händler pro Püllecken, was, wenn nicht Tippfehler, heftig ist.
<br><br>Verkostet am 26.08.2009 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Amarone Classico 2001, Campagnola, Venetien, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=27838</link>    
    <pubDate>Thu, 13 Aug 2009 20:42:22 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Noch ein >Campagnola<-Flop - (Gut-Grunddaten unter Jahrgang 2005):
Angestellt war der 2001er >Amarone Classico<, in mehreren Abfüllungen
aufgelegt mit 80 000 Flaschen. Der längere Korken ist anständig. Der
Wein nicht. Oder nicht mehr? Denn im zuverlässigen  >Merum< ist in der Ausgabe 6/ 2004 über genau diesen 2001er-Wein, ein für Amarone feines Erntejahr, nachzulesen:
„Gute Kraft, recht geschmeidig und elegant, Alkohol, viel Süße, angenehm.“ 

Süße ist in dem Magerem nicht mehr vorhanden. Geschmeidigkeit schon gar nicht. 
Gleich  nach Öffnen deutlicher Redu-Stinker, der mit Dekantieren sich legte.
Im großen Glas fand sich bei 18 Grad beim in bräunlicher Altersrobe Gehülltem nur Flaches als  auch noch unsauber Schmeckendes.
Dazu brandeten für Amarone nicht unübliche 15 Pro Alk im Abgängchen, das sich eher als ein Wegkippen vollzog. 
Tag Zwo war nur noch an einem Total-Skelett zu lutschen.
22 Euro kostete der Wein im Jahr 2006 bei Schampus. Superpreis - wäre es ein ordentlicher Amarone. In diesem Zustand 22 Euro zuviel.

>Campagnola< stellt seinen Amarone nicht mehr unter der Bezeichnung >Classico< her.

Eine  neue Amarone-Version  ist im Handel erhältlich. 
Wer wagt gewinnt? Oder verliert 34 Euro. 
Denn die sind  im günstigsten Fall  für den Neuen hinzulegen. 
<br><br>Verkostet am 12.08.2009 von eike]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Ghost Gum Shiraz 2004, Blue Pyrenees, Pyrenees, Australien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=27809</link>    
    <pubDate>Sun, 09 Aug 2009 22:53:03 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[>Blue Pyrenees< ist ein in Victoria gelegenes, 1963 gegründetes Gut mit inzwischen185 Hektar unter Reben. Leiter des Vinifizierungsteams ist Andrew Koerner, vormals>Rosemount<s Senior-Weinmacher. 
Halliday gibt dem 50 000    12er-Kisten ausstoßendem Betrieb vier von fünf Sternen. Bislang höchste Wertung erhielt >Blue Pyreenes< bei ihm mit dem Shiraz aus der >Richardson Series< des Jahres 2004, geschmeckt im Februar 2009, mit 93 Punkten. Ansonsten dümpelt das Programm bei Halliday um bestenfalls die 90, selten sind höhere Ausnahmen.

Angestellter Shiraz stammt aus der >Ghost-Gum<-Serie,  ehemals  Einstiegslinie des Hauses. 2004 war ein Superjahr für Shiraz in den Pyrennes. 

Die Region  gilt als kühl, >Blues Pyrenees< Lagen als die kühlsten der Region.
Tatsächlich schmeckt dieser Shiraz für Aussie-Verhältnisse kühl, so kühl sogar, das er selbst Freunden französischen Syrahs zusagen mag. 
Bei 16 Grad undekantiert im großen Glas gibt der Tiefschwarze gleich nach Eingießen aus mit Presskork versehener Flasche deutliche Minznase mit darunter Dunkelfrucht. Obwohl in ausschließlich US-Eiche unbekannter Größe und Belegung mit nicht wenig Toastung gelagert, ist der mittlere Körper unvanillig straff. 
Dem Gaumen werden neben der Minze und kleinbeeriger Dunkelfrucht, Espressoton und Tabak geboten. 
Die 5,8 Gramm Säure sind lebendig, das längere Tannin prägnant. Null Zucker. Der Abgang ist von einiger Länge, gegen Schluss von Toastkomponenten bestimmt. 
Dekantieren brachte keine Änderung des Geschmacksbildes. 
Durchkauen ebenso lohnender wie fordernder Wein.

91 Punkte. 
Mit 9,45 Euro ausgezeichnetes PL-Verhältnis. 

Der Importeur prognostiziert erreichte Lagerfähigkeit , der Händler bis 2015. Der Wein ist in so guter Form, das Jahre über 2009 hinaus denkbar sind, ohne noch auf Steigerung hoffen zu wollen.

Auch Tag Zwo hatte die Belüftung auf den Wein keine Wirkung.

Durchaus solofähiger Wein, der - nicht nur, weil er vorbildlich die Zunge klar hielt -  ein ausgezeichneter Essensbegleiter zu geschmortem  Kaninchen war.

Sollten alle Jahrgänge so gelungen sein, Bedauern, dass >Blue Pyrenees< die >Ghost-Gum<-Serie mit 2004 beendete.
<br><br>91<br><br>Verkostet am 8.08.2009 von eike]]></description>
  </item>
</channel>
</rss> 
