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  <title>Verkostungsnotizen.net</title>
  <link>http://www.verkostungsnotizen.net</link>
  <description>Wein-Verkostungsnotizen von EThC</description>
  <language>de-de</language>
  <pubDate>Mon, 04 May 2026 15:27:35 +0200</pubDate>
  <lastBuildDate>Mon, 04 May 2026 15:27:35 +0200</lastBuildDate>
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  <item>
    <title><![CDATA[Riesling - Zeller Schwarzer Herrgott - trocken - VDP.Große Lage - GG 2016, Philipp Kuhn, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85644</link>    
    <pubDate>Sun, 03 May 2026 21:09:20 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/20260503_130113.jpg" alt="" /><br />Im Glas ein leuchtendes Goldgelb, fürs Riechgerät gibt’s in leicht reduktiver Art einen Zitrusmix mit Yuzu und Ugli sowie reifer und etwas überreifer Zitrone, im zweiten Glied auch Pfirsich und Mirabelle, weiters Petersilienwurzel, ein Hauch Zitronengras. Am Gaumen ist das frisch und stoffig zugleich, hier sind noch Pomelo und Grapefruit am Start bzw. übernehmen sogar die Pole, auch etwas mehr Gekräutere; die Säure ist minimal samtig wie straff, bodenseitig ist neben was Kalkig-Erdigem auch eine Spur Glimmer im Spiel. Dann ein mehrminütiger Abgang, der die Kräuter und die grünen Agrumen in den Vordergrund stellt.

Ich weiß noch, daß mein Kuhn-Haupthändler (von dem dieser Wein nicht stammt), mir einst gesagt hat, daß er den 16er Jahrgang möglichst komplett auslassen will, da ihm die Weine quasi durch die Bank zu grün waren. Dieses GG schlägt genau in diese Kerbe, wobei das Grüne hier nicht unreif wirkt, aber das Ganze kommt einfach nicht „GGig“ rüber, sondern allenfalls wie eine etwas kantige, sehr erfrischende Erste Lage. Der Wein zeigt aktuell auch keinerlei Riesling-Reifenoten, die in Richtung Wachs und / oder Tankstelle zeigen; inwieweit sich hier mit weiteren 5 oder mehr Jahren noch ein klassengerechter Aufstieg zeigt, sei mal dahingestellt, nachprüfen kann ich’s eh nicht, da Einzelflasche…<br><br>Verkostet am 03.05.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Silvaner - [Escherndorfer Lump] - L - trocken - Qw 2017, Rainer Sauer, Franken, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=78300</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 21:46:05 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.files.wordpress.com/2023/05/20230519_201048.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 19.05.2023:

Fürs Auge ein leuchtendes Goldgelb, nasal gibt's einiges an Zesten von Zitrone, Pomelo und Limette in ankandierter Form, auch gelbe Pflaume und Mirabelle spielen mit. Schmeckt dann so, die Frucht ist ziemlich gut beinand ohne in die Opulenz zu gleiten, der Spagat zwischen sekundärer Dichte und primärer Plakativität wird gekonnt auf der ernsthaften Seite gehalten; die Säure ist genauso gut beinand wie die Frucht, d.h. es gibt hier weder Sieger noch Verlierer, ein kleiner Raum für Fruchtcreme bleibt aber bestehen, mineralischerseits erschließt sich mir was zwischen Kalk und Gips mit Begleitung einiger Kräuter wie Thymian und Oregano. Die letztgenannten Kräuter spielen beim mehrminütigen Nachspiel die größte Rolle, das ist auch gut so, denn die Säure fängt hier leicht das Schwächeln an, insgesamt bleiben wir aber bis ins Kräuterfinale auf der beschwingten Seite.

Wenn man einen kraftvollen, aber nicht ermüdenden Klassik-Silvaner sucht, dann ist man hier sehr gut aufgehoben, wir hatten auch rundrum Spaß damit. Hinsichtlich der aktuellen Ausrichtung hilft mir das natürlich nicht weiter, aber als Benchmark für weitere Verkostungen hoffentlich schon. Mal sehen, wie sich meine Meinungsbildung bezüglich Rainer / Daniel Sauer in den nächsten Jahren so entwickelt...

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: Die Frucht wird an allen Fronten intensiver und konzentrierter, sie nähert sich dadurch auch signifikant der Kitschgrenze, erreicht sie aber (noch) nicht. Dementsprechend verlieren Steine und Kräuter an Einfluß, was den Wein insgesamt in meinen Augen beliebiger macht, denke aber auch, daß so mancher hier eher einen Fortschritt attestieren würde.

Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 18 von 25

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Verkostung vom 01.05.2026:

Farblich ein leicht giftiges Goldgelb, nasenmäßig ein Mix aus Nektarine und Reneclaude, dazu Pomelo und dezent Pastinake, etwas Kerbel noch. Geschmacklich präsentiert sich die Frucht recht intensiv und fast noch primär ohne ins Plakative abzugleiten, die Säure ist moderat und dennoch agil unterwegs, eine feine Kalisalzspur sorgt für Frischeschub, kühle Kalkbasis mit feiner Kräuterbegleitung. Dann ein minutenlanger Abgang, der die gelbe Extraktsüße betont, im Finale dann ein feiner Salzausklang.

Die bei der Erstbegegnung entstandene Befürchtung, daß der Wein mit Reife fruchtseitig zu sehr in die Breite gehen könnte, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet, die Balance der verschiedenen Aromen wirkt nun ausgeglichener, für höhere Weihen reicht’s aber dennoch nicht, vielleicht habe ich aber vor drei Jahren -aus welchen Umständen auch immer- etwas zu hoch gepunktet…<br><br>Verkostet am 01.05.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[Cuvée] - Rosé - [3. Charge] - Zero Dosage - brut nature - Österreichischer Sekt 2012, Die Winzerei - Harald Pairits, Leithaberg, Österreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=78655</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 21:15:01 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.files.wordpress.com/2023/07/20230708_123506.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 07.07.2023:

Fürs Äuglein gibt's helleres Apricot, mittelfeiner Blubber mit Ausdauer, entsprechend der Farbe auch der nasale Eindruck mit Aprikosen, Mandarine und leicht Preiselbeere auf recht filigrane Art. Am Gaumen dann nochmals orangerer im Eindruck, wobei die Frucht weiterhin auf der feinen, aber keineswegs dünnen Seite bleibt, der Extrakt sorgt für einen distinguiertes Süßeeindruck, das "Zéro" führt hier nicht zur Kargheit; dazu eine deutliche, aber nicht vorlaute Säure, darunter eine feine Kalk-Hefe-Spur. Beim ziemlich langen Abgang dann der deutlichste Süßeeindruck, jedoch auf die recht herbe Art, freien Zucker gibt's naturgemäß nicht, vor allem nicht in der geschmacklichen Wahrnehmung, im Finale dann eine Art fruchtfreies oranges Aroma, am ehesten paßt hier noch Cantaloupe-Melone fern jeder Melonendropsigkeit.

Der Unterschied zur 2. Charge ist schon eklatant, nicht nur das Fehlen der "Zuckerschminke" macht sich -zumindest für uns- äußerst positiv bemerkbar, die Konzentration auf nunmehr eher orange Aromen macht den Sekt ziemlich outstanding. Die 10 Jahre Hefelager merkt man für sich gesehen kaum, der aromatische Unterschied der zusätzlichen 6 Jahre auf der Hefe relativ zur 2. Charge macht sich aber erheblich mehr bemerkbar, als ich das vermutet hätte. Jedenfalls hat man kein flaumig-barockes Hefemonster im Glas, sondern ein immer noch ziemlich frisch und sogar etwas jugendlich-rabaukig wirkendes Schaumgetränk, das aber trotz "Zéro" alles andere als asketisch daherkommt. Hr. Pairits hat mir auch geschrieben, daß der 12er Sekt mit seinen verschiedenen Stadien ein einmaliges Experiment sei, wohl auch deshalb, weil er sich eher schleppend verkauft. Das fände ich persönlich schade, aber was kann man dagegen tun? Kaufen, kaufen, kaufen!

Wertung vom 07.07.2023: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 20.01.2024:

Optisch sind wir bei lachsfarben bis apricot, mittelfeine Perlage mit hoher Ausdauer. Geruchlich dann Mandarine, Physalis und etwas rote Preiselbeere mit leicht hefiger Unterlage. Schmeckt etwas oranger als es das Bukett angekündigt hat, leichte Extraktsüße, feine, aber auch potente Säure, noble Kalkbasis mit kleiner Hefespur. Dann ein langer, feiner Nachhall mit wieder deutlicher Konzentration auf der orangen Fruchtseite, hier auch Cantaloupe-Melone der unplakativen Art.

Es ist noch nicht soo lange her, daß ich diesen Schäumer im Glas hatte, insgesamt eine schöne Bestätigung meiner letzten Notiz.

Wertung vom 20.01.2024: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 17.02.2025:

Im Glas ein helleres Apricot, mittelfeines Geschäume mit Ausdauer, nasal zeigen sich -nicht alles auf einmal- vor allem Mandarine, Granatapfel, Quitte und Papaya auf feine, aber keinesfalls schwindsüchtige Art, ebenso fein die Hefespur. Am Gaumen dann insgesamt weniger Exotik, der Extrakt sorgt für eine gewisse Süße und macht doch klar, daß es hier an sich zuckerfrei zugeht, weiters eine recht belebende und doch elegante Säure, als Basis eine feine wie prägnante Kalk-Hefe-Spur. Dann hallt’s ziemlich lang nach, die Frucht zeigt sich hier etwas sekundärer, fast leicht gegerbt, mit dem Finale dann eine Nano-Adstringenz.

Seit den letzten Verkostungen haben sich zwar ein paar kleine Veränderungen ergeben, ich traue mir aber zu, mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit diesen Sekt auch blind immer noch wiederzuerkennen, denn die Frucht ist nicht nur vom Mix her, sondern auch von der Struktur ziemlich unique, zumindest gemessen an dem, was ich schon im Glas hatte. Nach wie vor ein Schäumer, der auch im 13. Jahr -der Grundweine- keinerlei Schwächen zeigt, auch sind keine nennenswerten Blubber-Reifenoten verspürbar, die ich persönlich meistens nicht soo sehr mag. Grandioses Zeuch zum überschaubaren Preis, auch heute noch vorbehaltlos wie mehrfach nachkaufbar!

Wertung vom 17.02.2025: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 28.02.2026:

Ich habe mir nur stichpunktartig Notizen gemacht, aber nachdem ich mir die letzte, gut ein Jahr alte VKN nochmals durchgelesen habe, muß ich feststellen, daß ich nichts, aber auch gar nichts ändern muß, siehe also oben! Deshalb muß man sich nicht scheuen, beim Weingut noch eine größere Zahl an Flaschen zu bestellen, vor drei Wochen gab’s jedenfalls noch was…

Wertung vom 28.02.2026: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 01.05.2026:

Erwartungsgemäß kein signifikant anderer Eindruck als vor zwei bzw. vierzehn Monaten, hätte mich auch gewundert. Für die nächste Flasche nehme ich mir vor, etwas mehr Zeit ins Land gehen zu lassen, Eile scheint jedenfalls nicht geboten…<br><br>Verkostet am 01.05.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[Muscat Ottonel] - Bulles de Muscat - [extra dry] - Vin mousseux de Qualité 2020, Domaine Eugene Meyer, Elsass, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85640</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 20:06:06 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/20260502_182125.jpg" alt="" /><br />Farblich sind wir im Messingbereich, es blubbert recht fein und ausdauernd, riechen tut’s unplakativ nach weißen Rosen und ähnlichem Geblümel, dahinter was leicht Kernobstiges in Form von Äpfeln und Birnen. Geschmacklich zeigt sich wie erwartet eine recht deutliche Süßespur aus der Zuckerrohrecke, die aber recht gut integriert ist, dennoch ist der Maskierungseffekt erheblich; die Säure ist eher unauffällig, verrichtet aber dennoch gute Dienste, neben der Floralik gibt’s auch eine feine Kräuterspur, bodenseitig am ehesten kalkig, wird aber weitgehend vom Zucker übertüncht. Dann ein recht langer Nachhall, der neben einem leichten Chinin-Bitterchen auch noch ein bißchen Adstringenz zu bieten hat.

Für zwölfeinhalb Gramm Zucker pro Liter ist das noch erstaunlich unklebrig, konnte ich unbeschwerter wegtrinken als erwartet, aber meine Baustelle wird’s deswegen noch lange nicht. Hat zwar der Mittrinkerschaft gut gefallen, aber für die gibt’s auch noch andere Schaumsachen im Keller, bei denen ich letztlich mehr Mittrink-Freude habe, deshalb sicher kein Nachkauf von meiner Seite, auch wenn’s ein interessanter Exkurs war…<br><br>Verkostet am 02.05.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Pinot noir - Viola odorata - Claire Naudin - Côte de Nuits-Villages AC 2018, Domaine Henri Naudin-Ferrand, Burgund, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85639</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 17:07:41 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260424_225614.jpg" alt="" /><br />Dunkles Granatrot, mittlere Transparenz, nasal eine herbere Kirsche, auch etwas Aronia, sehr verhaltenes Holz, das eher an alte Berghütte erinnert. Geschmacklich zeigt sich zuerst eine stramme wie samtige Tanninstruktur, die eine leichte Adstringenz auslöst, super austarierte Säure, steinseitig eine Mischung aus Talcum und Kalk. Abgangsseitig hat man recht lange Freude an einer mürben, leicht extraktsüßlichen Schwarzkirsche, die von leicht pilzigem Totholz begleitet wird.

Etwas herberer, ungeschwefelter Natur-Pinot der Extraklasse, der die Vorzüge beider Genres vorzüglich zusammenführt. Ich denke mir bei sowas immer, daß das doch auch den Freunden der Klassik-Pinots gefallen sollte, womöglich denke ich da jedoch etwas naiv…<br><br>Verkostet am 24.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[Pinot noir] - [Chenôve] Clos du Roy - Marsannay AC 2013, Domaine Jean Fournier, Burgund, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85638</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 17:03:49 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260420_103530.jpg" alt="" /><br />Ein recht dunkles Rubinrot im Glas, minimal ziegelig, geringere Transparenz; riecht nach Schwarzkirsche und etwas schwarzer Johannisbeere, sehr feine, zurückhaltende Holznote mit Sandel- und Zedernholz. Am Gaumen setzt sich das Holz etwas mehr in Szene und bringt auch dezent pilzige Noten ins Spiel, feine Tanninstruktur mit minimaler Adstringenz, die Frucht setzt aber weiterhin Akzente, wirkt hier aber etwas wärmer und mürber; die Säure sorgt für relative Leichtigkeit, bodenseitig zeigt sich eine Mischung aus schmeichelndem Kalk und forderndem Dunkelstein, der ein bißchen in Richtung Schiefer schaut. Der sehr lange Abgang wärmt und kühlt gleichzeitig, hier ist die Frucht wieder klar in der Pole, allerdings in extrem sekundärer Manier, im Finale auch etwas Blutorange.

Sehr schöner, eher kühler Pinot, der substantiell aber kein Manko hat und auch im 13. Jahr keinerlei Altersgebrechen, ja nicht einmal fortgeschrittenere Reifenoten zeigt.<br><br>Verkostet am 24.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[Pinot noir] - Vosne-Romanée AC 2014, Domaine Berthaut-Gerbet, Burgund, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85637</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 16:56:30 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/20260424_210018.jpg" alt="" /><br />Farblich ein etwas dunkleres Rubinrot mit leicht ziegeligem Einschlag bei mittlerer Transparenz, nasal gibt’s mürbe Kirschen, minimal auch Pflaume, dazu feines dunkleres Holz mit etwas Ledercoating. Am Gaumen schiebt sich das Holz mit feinen Pfifferling- und Totholznoten nach vorne ohne dominant zu wirken, Kirsche und Pflaume wandern in den Oberschwingungsbereich; die Säure ist lebendig und dabei gut integriert, bodenseitig assoziiere ich eine kalkig-lehmige Basis ohne Schwere. Der Nachhall im Minutenbereich bietet der Frucht dann wieder etwas mehr Raum, im Finale aber wieder vorrangig feinstes Leder und etwas Totholz.

Sehr schöner, klassischer Pinot, nicht die Komplexität und letzte Feinheit eines Crus, aber nicht soo weit davon entfernt. Nur zum Preis aktueller Jahrgänge dann doch nicht mehr so wirklich attraktiv.<br><br>Verkostet am 24.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[Chardonnay] - Bourgogne Hautes-Côtes de Nuits AC 2021, Domaine Henri Naudin-Ferrand, Burgund, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85636</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 16:48:17 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260424_225848.jpg" alt="" /><br />Visuell ein etwas dichteres Goldgelb, geruchlich eine Mischung aus sehr reifer Mirabelle, gelber Kochbananenschale und einem Hauch Kokos, ganz leichte Würze. Am Gaumen wiederholt sich die Fruchtaromatik mit Dichte und gleichzeitiger Leichtigkeit, dazu fein gewobenes Holz mit braunen und grünen Anteilen, sehr potente und dennoch distinguiert wirkende Säure, bodenseitig assoziiere ich Kalk mit vielen kühlenden Einschlüssen. Dann ein mehrminütiger Nachhall, der vor allem das gekonnte grün-braune Holz hervorhebt und auf der anderen Seite einen nobel-samtigen Mix aus Yuzu und Ugli bietet.

Unglaublich fein strukturierter und dennoch sehr stoffiger Chardo der unteren Klassen, der von den Crus nicht allzu weit entfernt ist, für 23 Euronen bekommt man hier extrem viel Burgund ins Glas!<br><br>Verkostet am 24.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[2022er] [Chardonnay] - Satèn - brut - Franciacorta DOCG 2022, Elisabetta Abrami, Lombardei, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85635</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 16:43:34 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260424_225936.jpg" alt="" /><br />Im Glas ein relativ helles Goldgelb, mittelintensiver Blubber mit feinem Geschäume und ordentlicher Ausdauer; riecht vorwiegend nach gelben Renetten vor feinem Hefeschleier. Geschmacklich auch in erster Linie hellapfelig, leicht zitroniert, insgesamt leicht cremig unterwegs; die leichte Restsüße ist dank der zwar geschmeidigen, aber doch auch lebendigen Säure gut integriert, bodenseitig wirkt’s recht kalkig. Dann ein schön langer Nachhall, der die Apfelseite besonders flaumig präsentiert.

Für einen eher geschmeidigen Schäumer -was nicht meine Hauptbaustelle beim Geschäume ist- ist das schon recht schön gelöst!<br><br>Verkostet am 24.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Riesling - Schiefersteil - weiße Kaspel - [halbtrocken] - Qw 2020, Markus Molitor, Mosel, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85631</link>    
    <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 19:57:15 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260430_103059.jpg" alt="" /><br />Ein leicht zitroniges Goldgelb im Glas, nasal zeigen sich schön differenziert verschiedene gelbe bis grüne Agrumenalbeden in sekundärer, leicht flaumiger, aber dennoch in erster Linie frischer Manier, dazu eine leicht kräuterige und noch leichter schieferige Begleitung. Gaumal wirken die Agrumen etwas saftiger als angekündigt, ein feiner, fast nobler Flaum bleibt aber erhalten; der Restzucker -der wohl gemäß der MM-Skala auf dem Rückenetikett ganz leicht im technisch halbtrockenen Bereich rangiert, sensorisch aber aufgrund der weißen Kapsel als trocken charakterisiert wird- ist maximal gut eingebunden, die im Netz gefundenen 6 g/l Gesamtsäure (wenn’s denn stimmt) arbeiten sehr emsig, fühlt sich jedoch nach etwas mehr an; der Schiefer kommt hier deutlicher zur Geltung, prägend entsprechend der Namensgebung ist er aber nicht. Dann ein schön langer Nachhall, der sich agrumenmäßig stark auf die Pomelo stürzt, dazu eine feine Kräuterspur, im Finale adstringiert’s sogar ein bißchen.

Hier haben wir eine äußerst gelungene Symbiose aus Frische und Stoffigkeit im Glas, wie ich sie von den Klassikern der Mosel eigentlich kaum kenne, irgendwie ist ein Schuß „junge Wilde“ mit drin. Ist aufgrund seiner eigenen Stilistik sowohl ein ernsthafter und recht vielseitiger Essensbegleiter als auch ein wunderbar erfrischender Solist, für die aktuell gezahlten elffuffzich ist das erstaunlich viel Wein im Glas!<br><br>Verkostet am 30.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[Savagnin] - S------n - Vin de France 2020, Éric Goypieron, Jura, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85625</link>    
    <pubDate>Wed, 29 Apr 2026 20:42:41 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260429_151533.jpg" alt="" /><br />Farblich ein minimalst getrübtes Messing, geruchlich gibt’s sehr sekundäre, albedolastige Yuzu, weiters Kaktusfeige, das Ganze weißrauchig untermalt, feine Kräuterspur, etwas Distel, deutliche Extraktsüßeankündigung. Am Gaumen dann tatsächlich ein recht potenter Agrumenextrakt, dazu etwas Guave, die Säure wirkt eher distinguiert, dafür sorgt eine feine wie breite Kalisalzspur für Spannung, ansonsten ein Bett aus Kalk und Talcum. Beim mehrminütigen Abgang dominiert dann die erwähnte Salzspur ohne kantig zu wirken, der Rest oberschwingt im Finale schier ewig lang nach.

Ganz wunderbarer Savagnin, der mich mit seiner Rauchig- und Salzigkeit an die palmerischen Listàn blanco erinnert, auch wenn das Basaltige der dortigen Vulkanböden fehlt. Bei aller Filigranität der Aromatik wirkt das dennoch recht gehaltvoll und kann so helleren, mediterranen Fleischgerichten durchaus Paroli bieten. Große Freude für überschaubares Geld!<br><br>Verkostet am 29.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Riesling - Würzburger Stein - trocken - VDP.Erste Lage 2016, Juliusspital, Franken, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=62071</link>    
    <pubDate>Wed, 29 Apr 2026 13:31:52 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260420_102227.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 01.12.2017:

Hier ein mittleres Goldgelb im Glas, geruchlich reife, aber doch irgendwie reduzierte Ananas, etwas Blutorange sowie etwas Pulpe (das ist der Brei, aus dem Papier gemacht wird), deutlich kalkig, ganz leicht rauchig. Geschmacklich fällt erst mal eine leichte Adstringenz auf, die Frucht präsentiert sich, wie oben beschrieben mit einem kleinen Pfirsich als Zugabe. Die Säure ist recht kernig, aber schön integriert, mit ihr kommt noch etwas Pampelmuse incl. Bitterchen mit. Der Abgang hat eine schöne Länge, dabei frisch-fruchtig, die Mineralik ist hier eher angedeutet.

Eigentlich ein sehr schöner Riesling, aber aus meiner Sicht noch nicht ganz fertig. Das habe ich aber schon öfter bemerkt, daß die Muschelkalk-Rieslinge gegenüber den Silvanern eher Spätzünder sind.

Wertung vom 01.12.2017: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 28.04.2026:

Visuell ein dichtes Goldgelb im Glas, nasenmäßig gibt’s von Beginn an einen intensiven Mix aus Kaki und Mango sowie etwas angematschtem Pfirsich nebst etherischen Anteilen von Mandarine und Kumquat. Gaumal sind die Exoten und das Steinobst mit ihrem amtlichen Extrakt auch deutlich vor den Agrumen unterwegs, die aber dennoch stark regulierend eingreifen, um das Ganze nicht mastig werden zu lassen, dazu einige etherisch (schon wieder!) wirkende Kräuter, die ein bißchen in Richtung Minze und Eukalyptus schauen; die Säure ist gut aufgestellt und arbeitet frischemäßig eher in zweiter Reihe hinter der Kräuterseite, steinseitig erinnert mich das eher an einen Keuperwein denn Muschelkalk, was aber nix Schlimmes ist. Dann ein sehr langer Nachhall, der die Zitrusetherik vermehrt transportiert, im Finale ein kaum enden wollender Kräuterausklang.

Das ist zwar grundsätzlich ein eher wuchtigerer Riesling, er kriegt aber die Kurve ums Adipöse mit Hilfe von Agrumen, Kräutern und Säure äußerst gut und so macht der Wein nicht nur zum Essen fortgeschritten Freude. Das paßt mit seiner Dichte mindestens genauso gut zu schärferem, asiatischen Essen wie der hierzu oft gepriesene Restsüß-Riesling, schade, daß das seit dem Jahrgang 2017 stilistisch in eine andere Richtung geht…<br><br>Verkostet am 28.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Weißer Burgunder - trocken - Landwein Main 2020, Rothe, Franken, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85619</link>    
    <pubDate>Mon, 27 Apr 2026 21:02:56 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260420_102929.jpg" alt="" /><br />Ein relativ dichtes Messing emittiert das Glas, es riecht recht intensiv nach leicht sekundären Pfirsichen und Mirabellen, dazu ein Hauch an weißem Rauch. Geschmacklich dominiert dann auch der Pfirsich in erstaunlich unplakativer Art, die Säure hält die fast schon fett zu nennende Frucht gut im Zaum, mit ihr kommen oberschwingungsmäßig auch Mandarine und Orange ins Spiel, bodenseitig wirkt’s eher lössig-lehmig mit ein paar kühlenden Einschlüssen. Der sehr lange Nachhall bringt dann auch etwas Salz ins Spiel, im Finale auch eine leichte Kräuterspur, hier wirkt’s fast etwas keuperig (gibt’s da aber nicht…).

Das ist bis jetzt der fruchtigste Wein aus dem reichhaltigen Rothe-Sortiment, das ich im Keller habe. Dabei fällt vor allem auf, wie unplakativ die doch recht gut proportionierte Frucht im Glas steht, ähnlich fruchtdicke Weine strengen mich bei solchen Konzentrationen schon an. Allerdings mag ich das zum Essen deutlich mehr als solo danach, ist für mich vor allem ein idealer Mittrinkerwein.<br><br>Verkostet am 27.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Pinot noir - Rupture - brut nature - Chamapagne [AOP] 2019, Marie Copinet, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85617</link>    
    <pubDate>Mon, 27 Apr 2026 18:07:36 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260420_102003.jpg" alt="" /><br />Optisch ein gedämpftes Messing mit rotorangem Randschimmer, mittelfeines Geblubber mit ordentlicher Ausdauer; riecht sehr frisch nach weißer Johannisbeere (wenn’s gelbe geben würde, auch die) und Zitronenalbedo, feine Hefespur. Geschmacklich kommt die Agrumenseite trotz „brut nature“ mit einer prägnanten Extraktsüßespur daher, dazu ein leichtes Limettenbitterchen; die Säure wirkt relativ geschmeidig, bodenseitig was Kühl-Kalkiges. Der recht lange Nachhall wird dann von dem leicht süßlichen Limettenextrakt dominiert.

Das trinkt sich recht beschwingt weg und wirkt durchaus auch champagneresk, für die erhoffte „3er“-Wertung ist mir die pinottypische Aromatik jedoch zu wenig ausgeprägt, außerdem ist mir die Limettenextraktsüße etwas zu vorlaut. Macht zwar durchaus Freude beim Trinken, aber bei knapp 70 Euronen Gestehungspreis muß ich das nicht nachkaufen…<br><br>Verkostet am 26.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Ulysse - Tonic - IGP Normandie 2022, Domaine de la Flaguerie, Normandie, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=83776</link>    
    <pubDate>Mon, 27 Apr 2026 18:04:46 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/07/20250623_151512.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 12.07.2025:

Farblich ein deutliches, minimal getrübtes Orange, ausdauernder, mittelfeiner Blubber. Riecht nach feinen Mostäpfeln mit Mandarinenbegleitung, dazu eine ebenso feine Hefespur. Am Gaumen sind die Mandarinen vermehrt und in recht sekundärer Form vorhanden, auch eine Spur Bitterorange ist dabei, die Äpfel spielen hier aromatisch die zweite Geige, trotz kompletter Trockenheit prägt den Cidre auch eine äußerst angenehme, samtige Extraktsüße, der eine ganz leicht bittere Säure resultierend aus der Bitterorange gegenübersteht; dazu noch flaumige, aber nicht weichgespülte Gerbstoffe nebst dem nasal schon spürbaren Hefeschleier, viel gefühlter Kalk als Basis. Beim sehr langen Nachhall übernimmt die Bitterorange die Führung ohne dabei die Bitterkeit in den Vordergrund zu stellen, sie präsentiert sich eher fein und mürbe.

Wieder so einer dieser wunderbaren Normannen, die eine perfekte Balance zwischen herber Ernsthaftigkeit und belebender, dabei aber irgendwie subtiler Frische hinbekommen. Große Freude für wenig Geld!

Wertung vom 12.07.2025: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

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Verkostung vom 26.04.2026:

Im Glas ein minimalst getrübtes, dichtes Orange, recht ausdauerndes wie feines Geschäume; fürs Näschen gibt’s leicht staubige Mostäpfel mit leichter Mandarinendotierung, deutliche Gerbstoffankündigung. Geschmacklich nicht ganz so staubig wie erwartet, deutliche wie flaumige Säure, Kalk mit gelben Eisensalzen als Basis. Beim langen Nachhall kommt die Mandarine schließlich etwas mehr zur Geltung.

Seit der Erstbegegnung haben sich vor allem die Agrumen etwas zurückgezogen, was die Expressivität dieses Cidres leicht verringert. Wir bleiben aber klar in der „3er“-Riege mit diesem Apfelgeschäume!<br><br>Verkostet am 26.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[Sauvignon blanc] - 101 Rangs - Pouilly-Fumé AC 2017, Château de Tracy, Loire, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85584</link>    
    <pubDate>Thu, 23 Apr 2026 19:53:36 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260420_102435.jpg" alt="" /><br />Optisch ein etwas dichteres Goldgelb, nasenmäßig gibt’s nach etwas Anlauf einen Mix aus sehr reifen, sekundären Jostabeeren, weißer Johannisbeere und Mirabelle, garniert mit einem feinen Hauch aus Kräutern, Koriandersaat und dezent was Blaurauchigem. Geschmacklich zeigt sich die Frucht aromatisch noch reduzierter, nimmt aber dennoch einigen Raum ein, die sich nach vorne schiebenden Kräuter, Würze und Mineralik sind einerseits filigraner Art, aber dennoch prägend und ein bißchen frech unterwegs; die Säure ist wunderbar austariert, steinseitig kommt zum Silex auch eine kleine Salzspur hinzu. Dann ein ordentlich langer Nachhall, der sich kräuterseitig auf gerebelten Oregano stützt, im Finale dann eher Estragon auf kleiner, feiner Kalisalzspur, hier ist die Lautstärke tatsächlich leicht erhöht.

Wenn man Sauvignon blanc nur in der lauteren, eher grünen Machart kennt, wird man die Sorte in diesem Fall möglicherweise gar nicht erkennen, denn das hier ist alles andere als „lauter SB“, mit einiger Luft fügen sich die Bausteine eines recht noblen wie selbstbewußten Sauvignon aber sehr schön zusammen. Der Wein vereint Zug mit Filigranität, ist dabei wunderbar klar in seiner aromatischen Differenziertheit und schafft es, Substanz und Eleganz sowie etwas Kante selbstverständlich zu vereinen. Ist zwar kein ganz billiges Vergnügen, aber im Gegensatz zum einst probierten 14er bin ich hier ohne Weiteres bereit, die „3er“-Karte zu zücken…<br><br>Verkostet am 23.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Kisi-Mtsvane - Shilda - trocken - Qvevri Wine 2021, Shaloshvili Cellar, Kachetien, Georgien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85575</link>    
    <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 20:41:14 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260420_103242.jpg" alt="" /><br />Ein leuchtendes wie dichtes Dunkelorange im Glas, nasenmäßig gibt’s furztrocken bzw. fast staubig anmutende, etherische Bitterorangen nebst Kumquat und ein bißchen Aprikose, etwas untermalt von Koriandersaat und Kardamom. Geschmacklich bestätigt sich die kompromißlose Trockenheit, das orange Fruchtkonzentrat kommt erstaunlich niederviskos und doch stoffig wirkend rüber, die Säure ist an sich unauffällig, hat aber wesentlichen Anteil am hohen Trinkfluß; mineralischerseits wirkt’s tonig mit leichtem Zementanteil. Insbesondere beim recht langen Abgang wirken die Gerbstoffe in feiner Weise adstringierend, im Finale hält sich der Aprikosenstaubpelz einige Minuten.

Bei gerade mal elfeinhalb Umdrehungen wirkt dieser absolut zuckerfreie Qvevringer in keinster Weise schwindsüchtig, die Stoffig- / Leichtigkeitsbalance ist geradezu vorbildlich! Sehr schöner Begleiter zur heutigen Tajine, mit etwas mehr Komplexität wär auch eine Einstufung als „3er“ drin gewesen.<br><br>Verkostet am 22.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Silvaner - Tauberzeller Hasennestle - Steillage - trocken - QbA 2013, Kraemer, Tauberfranken, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=79034</link>    
    <pubDate>Tue, 21 Apr 2026 19:28:29 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.files.wordpress.com/2023/09/20230914_085737.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 14.09.2023:

Farblich ein helleres, ins Zitronige gleitendes Goldgelb, fürs Näschen gibt's leicht kantige Agrumen von Limette über Pomelo bis Zitronatzitrone, deutlich steinig-kiesiger Hintergrund. Am Gaumen dann stoffiger als zuerst erwartet, der Extrakt ist aber genauso kantig-frisch wie vom Bukett angekündigt, von der Agrumenseite her ein Gemisch aus komplett süßebefreitem Zitronat und Limetat (ich weiß, gibt's nicht, schmeckt aber so!), die Säure ist superklar, leicht grünlich und doch reif wirkend, die Steinseite wirkt sehr blau und kühl, aber kein Schiefer, irgendwie schärfer, kompromißloser. Der Laserschwert-Abgang hat frischemäßig wirklichen Benchmark-Charakter, ganz leicht dazwischenfunkende, gelbliche Zitronatsprengsel puffern jedoch minimal, sodaß ein kleines Maß an Eleganz mitschwingt.

Blind hätte ich diesen Wein sicher nicht älter als 3 Jahre geschätzt, er scheint sich jetzt in einer Phase zu befinden, in der er so gerade das Grüne hinter den Ohren abgelegt hat, die typischen Silvaner-Alterungsnoten wie Torf, Totholz etc. findet man nicht mal im Ansatz. Diese mehr oder weniger reinen Agruminger sind zwar häufig superfrisch, ihnen fehlen dann aber ebenso häufig diese leisen Obertöne, die einen Wein facettenreich machen; genau das kann aber dieser Silvaner, wobei er den Status der Filigranität nicht aufgibt, sondern nur ein perfekt dosiertes Maß an Substanz gegen die Frischebildner setzt. Auch wenn das noch einer der eher konventionellen Weine des Guts ist: große Freude!

Wertung vom 14.09.2023: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 21.04.2026:

Im Glas ein recht jugendlich wirkendes Zitronengelb mit leichtem Grünstich, nasal zeigt sich ein recht intensiver Mix aus leicht konzentrierten Limetten, Zitronen und Pampelmusen bis hin zu einem Hauch Zitronat, auch Löwenzahl spielt eine Rolle. Geschmacklich dann auch dieser dichte wie frische und sehr leichtfüßige Agrumenmischer mit kräuteriger Untermalung, der Extrakt zeigt sich leicht kantig, die Säure ist lebendig-kühl, aber nicht spitz, bodenseitig könnte man mal wieder das berühmte Gebirgsbachbett bemühen, das auch ein blaue Aromen bietet, die aber nichts mit Schiefer zu tun haben, ich finde dafür einfach keine Entsprechung. Dann ein superfrischer Nachhall im Minutenbereich, der vor allem das zuckerfreie Zitronat thematisiert und mit seiner Substanz dafür sorgt daß das Finale in Verbindung mit etwas Zitronengras ganz leicht wärmt.

Auch im 13. Jahr zeigt dieser Silvaner keinerlei Alterungsnoten, er befindet sich immer noch im allerbesten Erwachsenenalter und wird sich möglicherweise noch eine ordentliche Zeit lang auf diesem Niveau halten. Wenn sich die Agrumenseite über die Jahre so formiert wie hier, führt das auch häufig in eine aromatische Überkonzentration mit daraus resultierender Künstlichkeit, die mich in der Regel nicht sonderlich begeistert, davon sind wir hier aber weit entfernt. Ich weiß gar nicht, ab wann genau das Weingut „nur“ noch Landweine in den Verkehr gebracht hat und seinen Stil aufgrund der damit verbundenen größeren Freiheiten in die naturige Richtung verlagert hat. aber mit diesem noch etwas konventionelleren Silvaner zeigt sich erneut, daß der Winzer über alle Strömungen hinweg ein sehr glückliches Händchen für die fränkische Leitsorte hat, und nicht nur für die…<br><br>Verkostet am 21.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Pinot noir - Siebeldingen [Im Sonnenschein] "Königsgarten" - Blanc de noirs - brut - Deutscher Sekt b.A. 2019, Wilhelmshof, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85562</link>    
    <pubDate>Tue, 21 Apr 2026 10:41:51 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260323_102633.jpg" alt="" /><br />Ein helleres Goldgelb im Glas, recht feiner wie ausdauernder Blubber; geruchlich zeigt sich etwas süßlicher Apfel und ansatzweise Mirabelle, sehr dezenter Hefehauch. Geschmacklich gibt’s dann auch in erster Linie diesen Süßapfel, dazu leicht Kaktusfeige; die Säure hat’s schwer mit dem doch deutlich maskierenden Restzucker, bodenseitig kann ich irgendwie gar nichts Greifbares nennen. Der sehr lange Nachhall hebt die Restsüße in Form von Zuckerrohr recht deutlich hervor und überdeckt alles andere.

Dieser „brute“ Schaum ist jetzt gar nicht mal „pappsüß“, aber mangels Substanz bügelt der Restzucker so gut wie alles nieder, was sich an Aromen da so tummelt, irgendwelche Feinheiten oder gar was Mineralisches sucht man vergebens. Dazu kommt, daß der Pinot noir überhaupt keine charakteristischen Spuren hinterläßt, die erkennbaren Aromen deuten für mich eher auf Chardonnay hin. Auch wenn ich mal ausblende, daß ich als Trockenfuzzy per se ein persönliches Problem mit freier Restsüße habe, bleibt meine Einschätzung bestehen, daß wir es hier mit einem technisch zwar sauber gemachten, kürmäßig aber völlig gesichtslosen Sekt zu tun haben. Das gefällt vermutlich nicht wenigen Leuten, ich werde hier aber wohl nicht mehr zuschlagen…<br><br>Verkostet am 20.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Silvaner - Solera - trocken - Taubertäler Landwein 2018, Kraemer, Tauberfranken, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=77694</link>    
    <pubDate>Sun, 19 Apr 2026 19:34:41 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.files.wordpress.com/2023/03/20230216_200912.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 18.02.2023:

Leicht trübes Hellorange, riecht etwas nach Apfel-Mandarinen-Fruchtsalat, Kreide und einer Spur trockenem Thymianhonig. Schmeckt dann leicht kantig nach Mandarinen und Kumquat von dezent reduktiver Ausprägung, ein kleines Bitterorangenbitterchen schwingt mit; deutliche, gut austarierte Säure mit leichten Verjus-Qualitäten, leicht angekräuterte Kalkbasis. Der gut lange Nachhall ist dann der frischeste und auch kantigste Teil des Genusses, das Zitrusfermentat ist hier recht grün-gelblich, im Finale ploppen dann aber eher orange Früchte wie Physalis und Kaki in hyperfrisch auf.

Auch ein völlig untypischer Silvaner, vielleicht noch ein bißchen jugendlich-kantig, dürfte mit den Jahren noch gut gewinnen, ist aber jetzt auch schon ein richtig goiler Wein, der sich nur in Relation zu den Konkurrenten leicht ducken muß.

Wertung vom 18.02.2023: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 19.04.2026:

Optisch ein minimal getrübtes Bräunlichorange, nasal gibt’s einen Mix aus leicht ankandierten Orangen respektive auch deren Blüten, reifer Mango und Physalis, dezente Früchteteeassoziation, Ankündigung samtiger Gerbstoffe, etwas zuckerfreier Rosmarin- und Thymianhonig noch. Am Gaumen dann leicht wie stoffig (sic!) ein ähnliches Aromengemisch auf sehr samtigem, feinen Gerbstoffbett, hier auch noch etwas sehr sekundäre Aprikose, sehr feine Pelzbildung; die Säure ist eher moderat ausgebildet, leistet aber dennoch vorbildliche, ausgleichende Arbeit, bodenseitig viel Kalk und ein bißchen was Lehmiges. Dann hallt’s ordentlich lang nach und wärmt dabei leicht, ohne daß man deshalb von Brandigkeit sprechen könnte, im Finale setzt sich ein Exoten-Früchtetee in Szene.

Tatsächlich hat diesem Silvaner das Mehr von 3 Jahren Flaschenlager äußerst gut getan, er schließt jetzt problemlos in die „3er“-Riege auf. Faszinierend vor allem, wie hier Leichtig- und Stoffigkeit so selbstverständlich Hand in Hand gehen als wäre es das Normalste von der Welt. Wunderbar als Essensbegleiter sowie auch als Solist und dabei -als Hinweis für die Naturweinskeptiker- aromatisch zwar klar von der Klassik abweichend, aber das auf absolut „saubere“ Weise. Große Freude!<br><br>Verkostet am 19.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>
</channel>
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