Kiedricher Gräfenberg, Spätlese trocken 1997

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Stand vom 12.10.2010
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Bez.: Kiedricher Gräfenberg, Spätlese trocken
Prod.: Robert Weil
Reg.: Deutschland - Rheingau
Jahrgang: 1997
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 13
Preis:
Bewertung: sehr gut
Autor: jokel
Verk.-Datum: 19.08.2009
VKN-Details:
Aus der Reihe "Jokel will's wissen":

Zunächst Schock: Der durchnäßte Korken ist irgendwie an der Flasche festgewachsen und zerbröselt. Eine fummelige Operation mit dem Küchenmesser kann den Wein schließlich befreien.

Farbe: angesichts des Alters eher hell, ein mittleres Gold mit grünen Reflexen, klar

Geruch: insgesamt recht verhalten, eine dezente aber noble Honignote herrscht vor, unterlegt mit fruchtigen, frischen Anklängen an Limetten und Stachelbeeren, zeitweise etwas Petrol

Geschmack: lebendig, schlank, knochentrocken, präsente Säure, Zitrusfüchte, leichte Reifetöne, Kräuter, eine Ahnung von Pfirsich. Im langen Abgang entfalten sich auch süßere Arome (Honig, Aprikose, Pfirsich), Läßt mich an Kalkböden denken (Champagne).

Charakter: Eine überaus positive Überraschung. Nach elf Jahren in der Flasche präsentiert sich der Gräfenberg höchst vital und köstlich. Ein wenig altersweise ist er geworden und könnte durch ein passendes Gericht gut gestützt werden. Fisch, Geflügel oder Schwein mit frischen Kräutern könnte ich mit gut dazu vorstellen. Man sollte ihn aber nur mit Liebhabern knochtrockener Weißweine teilen.

20.08.2009:

Am nächsten Abend zeigt sich der 97er Gräfenberg in noch besserer Verfassung. Eine schöne Birnenfrucht ist nun zu erschnuppern und vor allem zu schmecken. In dieser Form ist er ein Weltklassewein: tolle Balance, tolles Aroma, Reife und Lebendigkeit. Wow!
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