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Stand vom 12.10.2010
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Bez.: Chateau de Valandraud
Prod.: J. L. Thunevin
Reg.: Frankreich - Bordeaux - St.Emilion
Jahrgang: 1997
Typ: Rotwein
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%): 12,5
Preis: 100 Euro (Abverkauf/Sonderangebot)
Bewertung: Einmaliger Gang in die Garage
Autor: Albrechtstraßenbewohner
Verk.-Datum: 26.05.2009
VKN-Details:
97er Probe: Purpurfarben, sehr dicht. Stark karamellige Nase von getoasteten Barriquen; dadurch auch deutliche Kaffeenote am Gaumen, aber seltsamerweise habe ich auch "kühl" notiert, fest; etwas spitze Säure, dunkles Früchtekompott, sehr lang. Schon jetzt sehr zugänglicher und präsenter Wein, der allerdings im Glas abbaute. Um die 90+ Punkte.
Das zeigte sich schon an Tag 1, aber noch viel mehr bei der Nachverkostung des Restes in der Flasche am nächsten Abend, als der Wein in der Nase und am Gaumen schon einen leichten Stich aufwies; spitze Aromen, die Kaffeenote war verschwunden, sehr lang zwar noch im Nachgeschmack, aber deutlich schwächer als am ersten Tag (und genauso der schwächste Wein in der Nachverkostungsserie mit Chapelle d'Ausone und Ausone). An Tag 2 nur noch 87 Punkte.
Von dieser "Mutter aller (St.-Emilion) Garagenweine" wurden 1997 gerade einmal 4800 Flaschen produziert; der Wein stand im Mai bei C&D mit etwas mehr als 400 Euro pB in der Liste. Selbst für den von mir einmal auf der Resterampe entrichteten Preis von um die 100 Euro wird dies ein einmaliges Erlebnis bleiben. Alles ganz spannend zwar, aber die Investition in einen beliebigen Jahrgang von Poujeaux oder Charamail für einen Bruchteil des Preises scheint lohnender.
Trinkreife: trinken oder lagern, 2015