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Stand vom 12.10.2010
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Bez.: Terre di Dora Fiano di Avellino
Prod.: Terredora
Reg.: Italien - Kampanien
Jahrgang: 2007
Typ: Weißwein
Rebsorte: Fiano d'Avellino
Alkohol (Vol.%): 13
Preis: 13,2 Euro (im Handel)
Bewertung:
Autor: eike
Verk.-Datum: 1.02.2009
VKN-Details:
<Terredora<, gegründet 1978, ist im Besitz von Walter Mastroberardino aus dem führenden kampanischen Familien-Weinclan. Mit dem hatte er solchen Ärger, dass er sich geschäftlich trennte und 1994 >Terredora< kaufte. 120 Hektar sind auf seinem kampanischem Gut unter Reben. Ausschließlich Eigenfrucht wird verarbeitet. Besonderes Augenmerk im umfangreichen Programm liegt auf einheimischen Sorten zu der die Fiano di Avellino gehört, aus der Terre Di Doro zu 100 Prozent besteht mit der Frucht einer lehmkalkigen Einzellage von der 1500 Kisten produziert wurden.
Der >Terre Di Dora< ist der kleinere Bruder des „Campore“-Fianos des Hauses, aber keineswegs ein kurz geratener. Nach Kaltmaze und mehreren Monaten auf der Hefe ist auch in 2007, das in der Region gute Ergebnisse zeitigte, abermals ein gestander Weißer herausgekommen.
Undekantiert bei 10 Grad im Weisswein-Standardglas erfreut die Nase der
leichte Duft weißer Blüten. Am Gaumen zeigt sich der Körper des Strohgelben gut gefüllt mit der Nuance hellen Honigs, Hauch Estragon, Nussigkeit, flintartiger Mineralität, sowie spritziger, aber nicht spitziger Säure.
Dem makelfreien Abgang nachzuschmecken lohnt.
Ausgewogener Wein mit 13 Prozent, der, ohne Holz gesehen haben zu müssen, auf eine Flasche mit ordentlichem Korken kam. Der 2006er war etwas fülliger. Den >Terre di Dora< bitte nicht resolut runterkühlen. Das versperrt der Zunge Fiano-Typizität.
91 Punkte gab >WineSpec<, Bronze gab es bei den >Decanter Awards 2008< und ebensolches Metall bei der >IWC-Callenge< selben Jahres, jeweils für selben Jahrgang.
90 offizielle Punkte, (plus einem heimlichem, aufgrund Fiano-Neigung)
Angehend solofähiger Wein, der zu Fisch und hellem Fleisch, auch in Asia-Art, prima passen sollte.
PL: Trotz über die Jahre immer flotter anziehenden, auch Hersteller-Preises noch in Ordnung mit 13,20 bei >Gastro-Italia<. Andere Händler nehmen ähnlich. Zugleich einmal wieder Anlass, sich freuen zu dürfen, das deutsche Weiße vergleichbarer Qualität immer noch deutlich günstiger zu haben sind. Das dürfte in Relation - bei ebenfalls gestiegenen Deutschpreisen - so bleiben, da Italien sich just entschlossen hat mit der Begründung erlittener Ernteeinbußen die Preise zu erhöhen.
Lagerfähigkeit: Gute Fianos sind dafür bekannt würdigen Alterswandel erfahren zu können, was auch oder gerade in Italien wahrlich nicht jederlei Weißem beschieden ist. Aber Achtung: Steher sind sie nach Luftzutritt nicht. Auch angestellter Flasche gebotenes Trinkvergnügen, 60 Minuten nach Öffnen wieder verkorkt und gekühlt, war nach sechs Stündchen zu zweitem Anlauf perdu.
Trinkreife: trinken oder lagern