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Stand vom 12.10.2010
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Bez.: Thousand Hills Shiraz
Prod.: Rees Miller
Reg.: Australien - Goulburn
Jahrgang: 2004
Typ: Rotwein
Rebsorte: Shiraz
Alkohol (Vol.%): 14,5
Preis: 14,35 Euro (im Handel)
Bewertung:
Autor: eike
Verk.-Datum: 30.12.2008
VKN-Details:
David Miller und Silke Rees sind Weinmacher/Besitzer von <Rees Miller Estate<, eines von ihnen 1996 gegründeten Gutes in der Region Upper Goulbourn Victorias. Ausschließlich die sieben eigenen Hektar sind unter Reben für ihr aus vier Roten bestehendem Portfolio. Miller gehört zu den Gründungsvätern des >Grass Roots Magazine<. Seit 2007 ist das Kleingut streng zertifiziert als biodynamisch.
2002 hatte der Betrieb seinen >Thousand Hills Shiraz< nach Mass am Start. Der Wein erreichte sofort die Top Twenty bei der >Great Australian Shiraz Challenge 2003<. Rees & Miller machen nicht viel Aufhebens um ihr 3000 12erKisten-Gut. Aber strikt sind sie in Anbau und Vinifizierung. Auch der >Thousand Hills< ist bis auf Sulfit-Konservierung nahezu naturbelassen. Die korbgepresste Frucht vergor spontan und ohne Temperaturführung. Standardisierte Hefen wurden nicht eingesetzt. Weitere Vini-Daten sind allerdings nicht erhältlich, außer das der Wein in französischer Eiche ausgebaut ist. In Händlerangaben findet sich Barrique. Belegung, Größe, Röstgrad nicht benannt. Vorlauf und Pressings erhielten für nicht bekannte Zeit getrennte Behandlung bis sie ungefiltert auf die mit Diam versehene Flasche kamen mit 14,5 Prozent Alkohol.
2004 war ein anständiges Rotjahr im Upper Goulborn, einer cool-climate-Region, die 2007 so unter Frost, aber auch Buschbränden litt, das nahezu die gesamte Ernte zusammenbrach.
Der fast undurchdringlich schwarzrote >Thousand Hills< benötigt derzeit ausgiebiges Dekantieren. Direkt bei Öffnen zeigt er verfliegenden, leichten Redu-Ton. Erst nächsten Tages zeigt er sein volles Format. Brombeere und Schwarzkirsche dominieren dann hinsichtlich Frucht die Nase und Gaumen. Herbe Schoko, Mokka, Schwarzpfeffer, Splitter Echtlakritz, strammes, gutes Tannin, frische Säure, längerer, eben durchgehaltener Abgang mit hauchfeiner Bitternote zum Schluss. 14,5 Pro Alk angemessen. Nach australischem Maßstab am oberen Ende der Mittelgewichtskathegorie. Elegant straffer Körper, randvoll und extraktreich. Feine Holzstütze, ohne übertriebene Röstung.
Falls notwendig, weiterer Beweis, das tantra-artig wiederholtes Gerede von australischer Nur-Marmelade inzwischen trübe Anti-Propaganda ist. Würde in seiner Art so manchen Rhone-Winzer stolz machen.
92 Punkte. Die gab Halliday angetan auch im März 2007.
Lagerfähigkeit kein Zweifel.
Ob bis 2030, wie Halliday voraussieht, steht wie bei jeder Prognose in den Sternen, muss aber in diesem Fall nicht galaxieenweit daneben liegen. Veredlung auf der Flasche, wenn Vinosität eintritt, denkbar. Lagerversuch könnte lohnen. Drum ein + hintendran. Auch an Tag Drei stand der Wein.
Solotrunk, der exzellent zu gehaltvollem dunklem Wildbratem passen sollte.
Grandioser Preis mit umgerechnet 9,86 Euro ab Gut. Mit 14,35 beim deutschen Händler nur noch, - wegen Draufschlag -, aber doch angesichts der Punkte angenehm zu nennendes PL-Verhältnis.
Trinkreife: trinken oder lagern