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Stand vom 12.10.2010
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Bez.: Killerman´s Run Shiraz
Prod.: Kilikanoon
Reg.: Australien - Diverse
Jahrgang: 2006
Typ: Rotwein
Rebsorte: Shiraz
Alkohol (Vol.%): 14,5
Preis: 12,98 Euro (im Handel)
Bewertung:
Autor: eike
Verk.-Datum: 30,12.2008
VKN-Details:
>Kilikanoon< ist das mitten im Clare Valley gelegene Gut des Weinmachers und Besitzers Kevin Mitchel, gegründet 1997, mit heute 300 eigenen Rebenhektar und weiteren 200 Vertragsland.
40 000 12erKisten stösst der international angesehene Erfolgsbetrieb aus, der mit allen fünf Sternen bei Halliday rangiert. Der gab angestelltem Shiraz der aus mit Grenache und CabSauv zwei weiteren Roten bestehenden >Killerman `s Run<-Serie, die das Entrée des von den Shiraz >Oracle< und >Atunga< angeführtem 24-Weine-Portfolios darstellt, seit 2002 den verschiedenen Jahrgängen zwischen 84 bis 94 Punkte.
Angestellter 2006er erhielt von ihm im März 2008 90 Punkte. >WeinSpecs< Steimann schmeckte ihn im Oktober 2008 auch auf 90 Punkte. 91+ gab Parkers Miller im Oktober 2007. Laut Gut ist der Wein als früh trinkfähig konzipiert. Tanzers >IWC< Josh Reynolds nannte ihn im Juli 2008 sogar einen leicht zu trinkenden ohne raue Kanten und gab 88 Punkte.
Die Frucht des >Killerman< stammt aus Lagen im Clare Valley, Barossa, McLaren Vale und neuen Gebieten wie Baroota. 2006 war in genannten Arealen für Shiraz ein durchschnittlich gutes, für Barossa sogar hervorragendes Jahr.
18 Monate wurde der Wein ausgebaut in US-und französischer Eiche von Hoghead-Format unbenannter Behandlung und Belegung. Blending erfolgte erst zum Schluss, bevor der 100prozentige Shiraz ungefiltert auf die Schrauberflasche kam. Nähere Vini-Daten läßt das Gut nicht heraus.
Gut und Übersee-Kritiker sprechen von 15 Prozent Alkohol. Auf den im deutschen Handel erhältlichen Flaschen sind 14,5 Prozent verzeichnet.
Der schwarzrote Wein gibt im großen Glas bei 18 Grad undekantiert erst mal nur die Noten von Holzrauch und Minze ab. Seinen Höhepunkt beginnt er nach 10 Stunden Belüftung zu haben. Mit dunkler Frucht vertiefte Nase. Im ausgerundeten mittlerem Körper bestimmen Pflaumenton und Süß/Sauerkirsche die Frucht.
Bitterschoko kommt hinzu, leichter Süßton am Mittelgaumen, Säure und Tannine freundlich.
Unaufdringliche Toastnote. Alles in Balance, ebener Abgang erwähnenswerter Länge, der erst ganz am Schluss leicht antrocknet.
Der Alkohol macht sich keinen Augenblick wichtig.
Zu Beginn 89 Punkte, in der Blüte durchaus 91, aber nach zwölfter Stunde beginnt die Frucht abzubauen. So entkleidet, zeigt sich das an Röstung, wenn auch nicht vanilligen Holzes, wahrlich nicht gespart worden ist.
Somit als statistischer Mittelwert: 90 Punkte.
Was guter Gegenwert ist für einen Wein, der ab Gut mit 8.16 Euro honorig eingepreist wurde.
Selbst bei vom deutschen Händler üppig draufgetüteten Euro mit 12,98 noch am Rand konkurrenzfähigen Bereichs gegenüber anderen Weinen.
In seinen Beststunden als solofähiger Wein angehend.
>Killermans Run< ist kein Killer, gibt aber auch keinen Anlass vor ihm wegzulaufen als vor einem Schwächling.
Etwas Lagerfähigkeit wird ohne Entwicklungshoffnung noch drin sein.
Halliday vermutet, der Killerman hält bis 2013 durch.
In der Lebenserwartung selbst durchschnittlichster australischer Roter zeigt er sich über die Jahre gleichbleibend zu nationalstolz, wie diverse nachgeschmeckte Prognosen sich mir erwiesen haben.
Parkers Miller allerdings hält gar 2016 für möglich.
Trinkreife: jetzt trinken