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Stand vom 12.10.2010
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Bez.: Château Figeac
Prod.: Château Figeac
Reg.: Frankreich - Bordeaux - St.Emilion
Jahrgang: 1961
Typ: Rotwein
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%):
Preis:
Bewertung:
Autor: urbia Notizen
Verk.-Datum:
VKN-Details:
Titel:
1961er Château Figeac
Beschreibung:
Dann das absolute Highlight des abends und wohl auch meiner Weintrinkerkarriere. Nach dem Dekantieren einen kleinen tropfen zum Avinieren der Gläser genommen und nicht weggegossen, sondern probiert. Pfui, das war wie mit Erde gemischter Natronkalk auf einem schmutzigen Löffel! Nun, die Erwartungshaltung etwas gedämpft und rein in die Gläser. 10 Minuten lang ein unglaublich vielfältiges Bukett wie ein ganz, ganz großer Graves (einer der Brions) voller Teer, Terroir, Tee, Tabak (die vier magischen T´s), etwas brombeerige Fruchtreste und leichte Rauchspuren. Dazu etwas mineralische Noten und einen Hauch Veilchen. Der erste Schluck bestätigte dann die nasale Vorfreude, die einen (für mich) Jahrhundertwein ankündigte. Mittelschwerer Körper, dicht und vollgepackt mit einer aromatischen Vielfalt, die dem Abgang eine multidimensionale Größe zuschreibt. Der Degustator versinkt in einem Glücksgefühl, daß er sonst nur aus einer anderen Tätigkeit mit seiner geliebten Partnerin kennt... Ein breites zufriedenes Grinsen, ein langes Genießen, ein schmachtender Blick, ein Seufzen...na ja beschreibe ich mal lieber den Wein, bevors intim wird, denn die ganze Welt hörte einfach auf sich zu drehen, die Farben verschwommen und die Stimmen der Mittrinker kamen aus einem langen tiefen Tunnel kaum mehr zu mir durch. Selbst die bezaubernden Augen der jungen Damen schienen für einen Moment an Farbe und Intensität zu verlieren...bis ich nach etwas Erholung erkannte, daß selbiger berauschende Gemütszustand auch bei ihnen eingetreten war.
Die aromatische Vielfalt zu beschreiben käme dem Versuch nahe, alle Daimler-Aktien zu finden und aufzukaufen :-) Nach weiteren 30 Minuten wurde der Wein runder, fetter und kräftiger und befand sich definitiv auf dem Höhepunkt. Erst allmählich fing er dann an etwas erdiger zu werden und Tertiäraromen wie Humus und Schwammerl rauszuwerfen. Die Struktur wurde trockener und der Vorhang dieser 10/10 Punktevorstellung schloß sich nach weiteren 30 Minuten ganz langsam und grazil mit dem letzten Tropfen wieder. Man sollte den 1961er Figeac, so man welchen hat entweder jetzt nach KURZER Dekantierzeit trinken oder in ein paar Jahren ohne Dekantierzeit. Dekantiert man ihn zu lange, wird man um die unglaublichen Entwicklungsphasen eines großen Weines in Zeitraffer betrogen. Jetzt verstehe ich, warum 1961 als großer Jahrgang gehandelt wird. Und der Figeac ist eben eines meiner zwei Lieblingschateaux!!!
Zutaten:
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Zubereitung:
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Anzahl Personen:
Datum: 06.02.01 - 11:16:22
Zubereitungszeit:
@LoLo
Quelldatei: 1961er Château Figeac Lutz @LoLo 12.02.02.htm
Trinkreife: jetzt trinken