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Stand vom 12.10.2010
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Bez.: Chateau Brun
Prod.: Chateau Brun
Reg.: Frankreich - Bordeaux - St.Emilion
Jahrgang: 2005
Typ: Rotwein
Rebsorte: Bordeaux-Cuvée
Alkohol (Vol.%): 13,5
Preis:
Bewertung:
Autor: Innauen
Verk.-Datum: 08.08.2008
VKN-Details:
Für den Jahrgang ungewöhnlich helles Rot. Erst verhaltene, nach längerem Öffnen dann intensivere Nase mit süßlichen Brombeer- und Ledernoten. Im Mund dann ein eleganter Wein ohne starken Körper, vordergründiger Kirschsafteindruck. Sehr säurebetont. Etwas Holz. In diesem Stadium natürlich sehr tanninreich. Leider aber auch etwas grün. Finale noch sehr unterdrückt.
12.08.2008
Tatsächlich hat sich der Wein am fünften Tag (!) gewandelt. Er ist jetzt sehr viel samtener und durch diese Entwicklung bedingt, kommt die (immer noch wenige) Frucht jetzt in eine bessere Balance zur Säure. 83-85 Punkt
Fazit: Jahrgangsuntypischer leichter, säurebetonter und leider auch etwas dünner Wein. Klassisch ausgebaut. Braucht dringend lange Lagerung. Ob der geringen Frucht gleichwohl unsicher, ob er noch eine deutlich bessere Entwicklung nehmen wird.
UPDATE 12.03.2009
Brun kommt immer mehr in seine Balance. Erinnert mich mehr an einen Burgunder als an einen Bordeaux. Deutlich zupackender als zuletzt, aber seine Kraft kommt nicht aus einer konzentrierten Frucht sondern aus dem harmonischen Zusammenspiel seiner Komponenten. Und nicht nur für diese Preisklasse ein wunderschöner Abgang. Muss immer noch reifen. Derzeit 87 Punkte
Update 27.12.2009
Also denn, die dritte Begegnung mit Chateau Brun 2005. Diesmal erstaunlich dunkeles Rot mit violetten Aufhellungen am Rand, die zeigen, dass der Wein nach wie vor jung ist. Die Nase präsentiert sich sehr vielschichtig und elegant. Primär recht süßlich, wie von vollreifen Kirschen. Ein Duft der Anklänge an Amarena weckt, aber weit entfernt von überreif ist. Und da ist noch etwas versteckte Vanille und Balsam. Der Gaumen kommt mit der Nase noch nicht ganz mit. Ist immer noch ein wenig spröde mit viel Tannin und auch Säure, dahinter aber eine ganz gut entwickelte Frucht. Von allen Bestandteilen hat der Wein eine ganze Menge, diese stehen sich aber harmonisch und ausgewogen gegenüber. Gute Länge und im Abgang wiederum auf Kirsche endend.
Fazit: Ich habe den Wein anfangs überhaupt nicht verstanden. Jedes halbe Jahr wurde er jetzt aber besser und so langsam scheint er in eine hedonistische Fruchtphase zu treten und beginnt Spaß zu machen. Vor allem das Bukett ist ein tolles Versprechen auf die Zukunft. Dürfte noch viel Freude machen. Habe von dem Wein mittlerweile auch den 2003, den 2004 und den schönen 2006er verkostet. Dieser hier ist sicherlich der Beste.
Trinkreife: keine Angabe