Wallace 2004

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Stand vom 12.10.2010
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Bez.: Wallace
Prod.: Glaetzer Wines
Reg.: Australien - Barossa Valley
Jahrgang: 2004
Typ: Rotwein
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%): 14,5
Preis: 13,9 Euro (im Handel)
Bewertung:
Autor: eike
Verk.-Datum: 16.12.2007
VKN-Details:
Glaetzer Wines (Gut-Grunddaten unter Amon Ra 2005) surft auf Erfolgswoge
bei Kundschaft wie Fachwelt mit seinem 4-Weine-Portfolio in dem der Wallace unterhalb des mit Kritiker-Punkten beladenen Prunk-Flaggschiffs Amon Ra der preisgünstigste ist. Auch mit diesem Cuvee (70 Shiraz, 30 Grenache) beweisen Papa Colin und in diversen anderen Projekten (siehe VKNs Mitolo und Heartland) vielbeschäftigter Sohn Ben goldenes Weinmacher-Händchen.

Die Frucht des Wallace stammt von einem in fünfter Generation erfahrenem Vertragslieferanten der Ebenezer-Subregion, dem Herzstück des Barossa, für das 2004 ein Top-Jahr an Erntequalität war. Der Shiraz wächst an 65 Jahre alten Stöcken, der Grenache 90jährigen.
Die Maische fermentierte in offenem Stahl. 12 Monate ruhte der Most in 2- bis 3jährigen Hogheads, 85 Prozent US-, Rest französische Eiche. Mit 14,5 Prozent Alkohol, 6.39 Säure, 1,4 Restzucker bei einem PH-Wert von 3.51 ging der Wein auf die Flasche, auf dem Rücketikett charakterisiert als nahtlose Fusion zweier klassischer Rotsorten, als >ein robuster Roter mit dem Glaetzer Marken-Zeichen Eleganz<. Lässt sich mit Siegel absegnen.

Bei 17 Grad im großen Glas erfreut bereits undekantiert der Wallace mit blitzsauberer, frischer Dunkelfrucht, sowie leichtem Zeder- und Minzton die Nase. Exakt Eins zu Eins findet sich das am Gaumen im dunkelroten, mittleren Körper mit genügend, jobeeriger Säure, glatten Tanninen und klug rationierter Eiche. Ein würziger Trunk von ausgeglichen strukturierter, erdverbundener Eleganz mit gutem Mundgefühl bis in den bruchlosen Abgang, der erfreulich nachklingelt. Mehr ist für 13, 90 selten im Handumdreh zu finden. 11, 90 Euro nimmt umgerechnet der Einzelhandel Aussie-Lands.

90 Punkte, die aber garantiert.
Parker lobt den Wein als von prototypischer (<zu schön wär´s ja) Südaustralien- Güte und spendierte 89-91 bei einer Fassprobe kurz vor Abfüllung. Genau in der Spanne schätzte Halliday den Wein, aber justierte bei einer Späterverkostung im März 2006 auf 93 Punkte nach. Das erscheint mir zu generös, lässt rätseln, ob er sich nicht zu einer anderen Flasche des Portfolios vergriffen hat. Komplimente gab es auch, doch nur stocknüchterne 89 Punkte im Januar 2005 bei wineanorak.

Essensempfehlung: Vielseitig verwendbar, auch solofähig. Könnte Spitzen-Bistro als Hauswein sehr gut zu Gesicht stehen.

Lagerdauer: Dekantieren brachte keine Steigerung, aber auch keine Schwächung. Noch an Tag Zwo stand der Wallace ermüdungsfrei. Halliday meint, bis 2012 halte der Wein, Parker 2010. Der Wein bietet sich mit gereiftem Frischfleisch am gut gebauten Gerüst so superb trinkfertig an, dass man ihn munter derzeit genießen kann und damit dem gelegentlich sehr weit vor den sich als arg optimistisch erweisenden Prognosen eintretendem Abbau von Aussie-Weinen hundertprozentig aus dem Wege bleibt.
Dann lieber selbst und vergnüglich abstürzen. 14,5 im Geschmacksbild dezent bleibende Prozente bieten prima Gelegenheit.
Trinkreife: jetzt trinken