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Stand vom 12.10.2010
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Bez.: Kestener Paulins-Hofberger Riesling Auslese
Prod.: Paulinshof
Reg.: Deutschland - Mosel-Saar-Ruwer
Jahrgang: 2003
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 13,5
Preis: 15 Euro (ab Hof)
Bewertung: Üppiger Stil/87 Pkte.
Autor: Einzelflaschenfreund
Verk.-Datum: September 2006
VKN-Details:
Fast dunkel goldfarben.
In der Nase zunächst deutliche Röstnoten, später auch nussig (Macadamia?), etwas exotisch-kompottige Fruchtnoten (Litschi), evtl. auch Quitte und Rharbaber, Orangenschale.
Voluminöser Körper, feste Mineralität, keine "frische Frucht", etwas bitter im Abgang.
Wie vom Winzer angegeben, ist die Anmutung tatsächlich eher trocken. Der Wein hat gerade noch genug Säure, um nicht brandig zu wirken; seinen hohen Alkoholgehalt kann er indes nicht verleugnen. Keinerlei Petrolnoten. Blind hätte ich den niemals MSR zugeordnet, eher in die Pfalz.
Der Boden dieser Lage besteht - im Ggs. zum benachbarten Brauneberger Juffer - vornehmlich aus Blauschiefer.
Lt. Winzerangaben nach GG-Richtlinien vinifiziert. Winzerangabe "feintrocken" (nicht auf dem Etikett) - nicht zu verwechseln mit der trockenen Auslese gleichen Jahrgangs und gleicher Lage
Der Wein stimmt mich etwas ratlos. Der Jahrgang scheint ihn wesentlich mehr zu prägen als die Lage.
Januar 2007: Die Fruchtnoten sind derzeit kaum feststellbar, die Bitternis hat sich allerdings auch verflüchtigt. Ob es sich um eine Verschluss- oder eine Endphase handelt, weiß ich leider nicht. Insgesamt hat der Wein etwas an Harmonie gewonnen; er wirkt jetzt keinesfalls brandig, aber für mich nach wie vor nicht moseltypisch.
Trinkreife: trinken oder lagern, Prognose ungewiss