Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 12.09.21 21:07

Bezeichnung: [Cuvée] - Pétillant naturel fumé - Deutscher Sekt
Winzer/Produzent: Stahl
Land / Region: Deutschland - Tauberfranken
Jahrgang: 2018
Typ: Schaumwein
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%): 12
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: Cuvée aus Bacchus und Scheurebe AP 7251 001 19
Preis: 13,01 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 20.03.2019
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 10.05.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 17.06.2019:

Die Farbe ist ein trübes Ocker- bis Cadmiumgelb, deutliche Heferückstände am Flaschenboden; nach (vorsichtigem) Öffnen erst mal deutlicher Flüssigkeitsverlust, im Glas dann eine mittelgroße, intensive und beständige Perlage. In der Nase frische mürbe Äpfel und etwas Hefe, ein Hauch Holunder, am Gaumen ebenfalls viele dichte, aber nicht überinterpretierte Äpfel, wieder leicht hefig, deutliche prickelnde Säure auf ebenso deutlichem Kalkbett. Der Abgang ist von schöner Länge mit hier recht herber Frucht und einem angenehmen Fruchtbitterchen im Finale.

Dieser Pét Nat gefällt mir vor allem hinsichtlich seiner schönen Textur bei Säure(n), Frucht und Mineralik, nicht hochkomplex hinsichtlich der Aromabestandteile, aber quasi perfekt balanciert.

Wertung vom 17.06.2019: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 10.05.2020:

Im Glas ein ockeriges Strohgelb mit leichter Trübung (je nachdem, wie vorsichtig man einschenkt), deutliche mittelfeine Blubberei mit hoher Nachhaltigkeit. Riecht gleich sehr frisch und trocken mit ordentlich Säuredampf, dann in zweiter Reihe frische, etwas mehlige Äpfel, auch ein paar Mirabellen, später auch gelbe Pflaume, dazu merklich Hefe. Schmeckt auch äußerst frisch nach wieder eher mürben Äpfeln (ja!) plus dem erwähnten Steinobst, die recht kernige Säure sorgt auch hier für fortgeschrittene Frische, der Heferest sowie etwas gelöschter Kalk sorgen ansatzweise für Cremigkeit. Der schön lange und frische Nachhall ist ebenfalls furztrocken und regt den Speichelfluß erheblich an.

Schöner, sehr trockener und säurebetonter Pét nat, der erst mit etwas Luft und leichtem Erstarken der Zweitreihenfrucht auch Spuren von Eleganz entwickelt, für mich sehr animierend. Hat sich in dem guten Jahr seit der letzten Verkostung etwas beruhigt, z.B. was die zuerst sehr ungestüme Blubberei angeht, wirkt jetzt deutlich distinguierter ohne dabei an Frische einzubüßen.

Wertung vom 10.05.2020: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 08.09.2021:

Farblich ein dunkleres und leicht trübes Strohgelb, beim Einschenken füllt der Schaum anfangs das ganze GGG aus, pendelt sich dann mittelfein auf gutem Niveau ein und hält recht lange durch. Nasal einerseits sehr frisch apfelig-yuzuig, aber auch mit einer recht erwachsenen Komponente, bei der eine leicht anfermentierte Zitrone eine gewisse Rolle spielt. Schmeckmäßig dann eine schön frische und auch recht intensive Kernobst- / Agrumenkombi auf der an sich grün-gelben Seite, aber auch hier wieder einige erwachsene Komponenten im hellorangen Bereich, so quasi eine halbe Orange; recht straffe Säurestruktur, schön durch einen dezenten, aber auch prägenden Hefe-Kalk-Mix gepuffert. Der ziemlich lang hallende Nachhall baut eigentlich die größte Spannung zwischen den Frischekomponenten wie Zitrik / Säure und den Smoothenern wie der Hefe und dem Kalk auf.

Höchst belebend und ernsthaft zugleich zeigt sich der "Fumé" aktuell, nachdem sich das Steinobst quasi vollständig verabschiedet hat; für die etwas über 12 Euronen erhält man hier ein erstaunlich anspruchsvolles Getränk, das noch voll auf der Höhe ist, egal ob Pét Nat oder Sekt, solch eine Qualität muß man in der Preisklasse erst mal finden...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/05/12/tauber-petnat/
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