Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 12.05.20 20:43

Bezeichnung: Pétillant naturel fumé - Deutscher Sekt
Winzer/Produzent: Stahl
Land / Region: Deutschland - Tauberfranken
Jahrgang: 2018
Typ: Schaumwein
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%): 12
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: Cuvée aus Bacchus und Scheurebe AP 7251 001 19
Preis: 13,01 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 20.03.2019
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 10.05.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 17.06.2019:

Die Farbe ist ein trübes Ocker- bis Cadmiumgelb, deutliche Heferückstände am Flaschenboden; nach (vorsichtigem) Öffnen erst mal deutlicher Flüssigkeitsverlust, im Glas dann eine mittelgroße, intensive und beständige Perlage. In der Nase frische mürbe Äpfel und etwas Hefe, ein Hauch Holunder, am Gaumen ebenfalls viele dichte, aber nicht überinterpretierte Äpfel, wieder leicht hefig, deutliche prickelnde Säure auf ebenso deutlichem Kalkbett. Der Abgang ist von schöner Länge mit hier recht herber Frucht und einem angenehmen Fruchtbitterchen im Finale.

Dieser Pét Nat gefällt mir vor allem hinsichtlich seiner schönen Textur bei Säure(n), Frucht und Mineralik, nicht hochkomplex hinsichtlich der Aromabestandteile, aber quasi perfekt balanciert.

Wertung vom 17.06.2019: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 10.05.2020:

Im Glas ein ockeriges Strohgelb mit leichter Trübung (je nachdem, wie vorsichtig man einschenkt), deutliche mittelfeine Blubberei mit hoher Nachhaltigkeit. Riecht gleich sehr frisch und trocken mit ordentlich Säuredampf, dann in zweiter Reihe frische, etwas mehlige Äpfel, auch ein paar Mirabellen, später auch gelbe Pflaume, dazu merklich Hefe. Schmeckt auch äußerst frisch nach wieder eher mürben Äpfeln (ja!) plus dem erwähnten Steinobst, die recht kernige Säure sorgt auch hier für fortgeschrittene Frische, der Heferest sowie etwas gelöschter Kalk sorgen ansatzweise für Cremigkeit. Der schön lange und frische Nachhall ist ebenfalls furztrocken und regt den Speichelfluß erheblich an.

Schöner, sehr trockener und säurebetonter Pét nat, der erst mit etwas Luft und leichtem Erstarken der Zweitreihenfrucht auch Spuren von Eleganz entwickelt, für mich sehr animierend. Hat sich in dem guten Jahr seit der letzten Verkostung etwas beruhigt, z.B. was die zuerst sehr ungestüme Blubberei angeht, wirkt jetzt deutlich distinguierter ohne dabei an Frische einzubüßen.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/05/12/tauber-petnat/
Link 2: -
Link 3: -
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