Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 09.10.20 14:46

Bezeichnung: [Chardonnay] - Maison du Villard - Pouilly-Fuissé AC
Winzer/Produzent: Château de Lavernette
Land / Region: Frankreich - Burgund
Jahrgang: 2013
Typ: Weißwein
Rebsorte: Chardonnay
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L 125
Preis: 18,9 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 09.12.2017
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 07.10.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 05.03.2018:

Im Glas ein dunkleres Goldgelb, in der Nase cremige Frucht wie Pfirsich, grüne Kochbanane und reife Papaya; anfangs auch etwas Weißkohl, der sich aber recht schnell verzieht. Auch hier schon ein recht frischer und salziger Eindruck. Am Gaumen herrscht erst mal Frisch-Fruchtigkeit vor, der eine elegante Cremigkeit gegenüber steht, die Säure ist nicht übertrieben intensiv, dafür aber recht perfekt ausbalanciert. Auf der würzigen Seite zeigen sich Lakritze, etwas Teer sowie getrocknete Feigen. Der Abgang ist lang und würzig, Frische und Extraktfülle schließen sich hier nicht gegenseitig aus, ganz zum Schluß trumpfen ein paar Meersalze auf.

Bietet angesichts eines Preises von unter 20 Euronen ziemlich viel für einen Chardonnay aus dem Burgund.

Wertung vom 05.03.2018: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

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Verkostung vom 07.10.2020:

Im Glas ein mittleres Altgold, riecht mit etwas Anlauf recht intensiv, aber nicht überladen nach japanischem Bananenkonfekt, Kaki und Physalis mit leichter, süßefreier Palmzuckerglasur, ein paar Morcheln spielen nebst süßlichem Tabak in braun und grün auch mit. Geschmacklich gesellt sich zur tendenziell dicklichen Gelbfrucht eine deutlich belebende, grün-gelbe Agrumennote plus Tamarinde, welche auch einen ganz leichten Pelz verursacht; dazu eine samtige, aber auch potente Säure, dazu Natriumhydrogencarbonat als leicht seifige Salzgrundlage. Der sehr lange Abgang ist der frischeste Teil, Pomelo und Limette haben hier ein wenigstens 20 mm langes Plüschfell, welches einerseits wohlige Wärme vermittelt, die erfrischenden Komponenten aber dennoch wohldosiert durchläßt.

Die Pouilly-Fuissés, die ich bis dato so im Glas hatte, driften gerne in ihrer Reduziertheit ins Kohlige bzw. Essigbaumgrüne ab, was in der richtigen Konzentration auch richtig gut sein kann, aber doch recht häufig zu grün bzw. vegetabil wird. Hier ist der Wein auch ohne diese Attribute schön auf der reduziert-reduktiven Seite unterwegs und bietet von Bukett bis Abgang mehrere Intensitätsstufen der verschiedenen Aromenbestandteile an, was spannend und fordernd zugleich ist. Hab' ich vor gut zweieinhalb Jahren zwar ein Pünktchen höher bewertet, kann aber auch meiner Tagesform geschuldet gewesen sein...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/10/09/salz-in-unserem-chardonnay/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2018/03/11/23b-weinrunde-in-muenchen/
Link 3: -
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