Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 29.07.20 18:59

Bezeichnung: Blaufränkisch - Horitschoner - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Weninger
Land / Region: Österreich - Mittelburgenland
Jahrgang: 2015
Typ: Rotwein
Rebsorte: Blaufränkisch
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L-N 10783/16
Preis: 8,97 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 05.04.2017
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: grandios
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 29.07.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 07.08.2017:

Im Glas ein recht dunkles, ins Violette gehendes Purpurrot, das Bukett bietet von Beginn an viel reife Kirsche, etwas mit Holunderbeeren garniert. Geschmacklich ist das erste, was mir in den Sinn kam: "schmatzig", was letztlich so viel heißt wie "ganz schön gehaltvoll (gerne auch [frucht-] fleischig), läuft aber widerstandslos". Tannine gibt's beim Horitschoner Ortswein zwar eher wenig, die, die da sind, sind dafür butterweich. Die Frucht wirkt hier noch etwas dunkler, etwas Blutorange incl. ganz leichtem Bitterchen schwingt noch mit. Dazu eine wunderschöne BF-Säure, flutscht super! Der Abgang ist dann wieder Frucht pur, hat aber nichts plakatives, auch wieder einfach "schmatzig" und das im Minutenbereich. Anfangs habe ich vor lauter schöner Frucht die erdigen Noten überhaupt nicht beachtet, es gibt sie aber, vor allem der Nachhall präsentiert den Boden zwar nicht sehr differenziert, aber dennoch sehr schön.

Wertung vom 07.08.2017: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 29.07.2020:

Farblich ein dunkleres Rubinrot mit ganz dezentem Braunanteil, kaum durchsichtig. Riecht nach Kirschkompott mit Holunderbeeren, dazu eine deutliche und warme, jedoch nicht vorlaute Würze aus Totholz, Pfifferling und Möbelschreinerei. Am Gaumen hat sich das "Schmatzige" grundsätzlich bewahrt, durch die sich mittlerweile gebildete und oben bereits beschriebene Würze plus etwas Rindenmulch wirkt der Wein nun aber deutlich ernsthafter bzw. erwachsener; die Säure bietet dem auch etwas kantig-pfeffrigen Extrakt super die Stirn, d'runter was leicht kalkig-lehmiges. Für die Bemessung der Abgangslänge ist eine Minutenskala durchaus sinnvoll, die würzig-schmatzige Frucht kommt mit einer schönen Wärme daher, die aber nicht alkig ist, sondern eher aus der Dichte resultiert.

Hat mit den 3 Jahren Keller nochmal ordentlich gewonnen; dafür daß das beim Erstkontakt ein junger, reiner -wenn auch sehr guter- Fruchtinger war, bin ich schon erstaunt, was sich da mittlerweile an Sekundäraromatik so zeigt! Wenn mir heute jemand diesen Blaufränkisch für 25 Euronen je Flasche verkauft hätte, hätte ich dem Wein immer noch ein gutes PLV bestätigt, tatsächlich waren's knapp 9 EUR! Der "Horitschoner" füllt auch souverän meine großen Sophienwald-Töpfe aus und verbindet Gehalt und Frische, Anspruch und Unkompliziertheit, Komplexität (mittlerweile finde ich diesen Begriff hier gerechtfertigt) und Geradlinigkeit wunderbar miteinander. Für mich in der Preisklasse ein richtig großer Wein!
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/07/29/jung-rot-schmatzig/
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