Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 17.07.20 16:40

Bezeichnung: [Gelber] Muskateller - Freistil - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Philipp Kuhn
Land / Region: Deutschland - Pfalz
Jahrgang: 2015
Typ: Weißwein
Rebsorte: Gelber Muskateller
Alkohol (Vol.%): 11,5
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: AP 5 128 037 002 16
Preis: 7,9 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 05.05.2016
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 13.07.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 19.06.2016:

Recht schönes Gold- bis Strohgelb im Glas, dabei noch leicht perlend. In der Nase gleich recht frisch und zitruslastig: Limette, Pomelo, Pampelmuse sowie Karambole. Am Gaumen ebenfalls sehr frisch, auch wegen der noch leicht vorhandenen Kohlensäure. Der Zitruskorb ist hier ähnlich gefüllt. Hier schwingt aber noch ein schönes Pomeranzen- bzw. Chinin-Bitterchen mit. Die Säure ist recht straff, aber trotz des Fehlens von wesentlicher Rest- oder Extraktsüße fällt sie keineswegs unangenehm auf. Mit 11,5 PS ein zwar alloholisch leichter Wein, aber keineswegs dünn oder langweilig. Auch nach dem Schlucken hat man noch einige Zeit den leicht herb-bitteren Zitruskorb im Rachen.

Wertung vom 19.06.2016: Nachkauf 2 von 3

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Verkostung vom 28.06.2018:

Im Glas ein dunkleres Strohgelb mit ganz leichtem Grünstich, immer noch leicht prickelig. Für die Nase gibt's frisch hellgelb-fruchtig Sachen wie gelbe Kaktusfeige, Ananas und Guave, dazu Pomelo und Zitronenschale, weiters auch Frühlingsblumenwiese. Am Gaumen haben die zitrischen Anteile etwas mehr Gewicht, hier zeigen sich auch leicht bittere Anteile, wie sie sie z.B. eine Pomeranze bietet; danach kommt dann die Blumenwiese und dann noch die Hellgelbfrucht. Die Säure ist schön knackig, auch unterstützt durch die leichte Kohlensäure. Auch wenn der Muskateller wohl eher auf kalkigen Böden wachsen dürfte, stelle ich eine ganz leicht schieferige Mineralik fest. Der Nachhall hält den frischen Eindruck recht lange auf hohem Niveau und regt den Speichelfluß auch noch nach einigen Minuten an.

Auch ein paar Jahre Lager kratzen nicht an der Frische des "Freistil", der Extrakt ist etwas erstarkt, das führt aber nicht mal ansatzweise zu irgendeinem Breitegefühl, alles gut!

Wertung vom 28.06.2018: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 20

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Verkostung vom 13.07.2020:

Die Farbe ist ein leuchtendes Grüngelb, das Bukett liefert vor allem Löwenzahn und Limette, wird mit Luft ein bißchen kräuteriger. Am Gaumen ganz leicht noch CO2, hier Frühlingswiese und Zitronenzesten, ein Hauch Pfeffer, dazu eine sehr kernige, aber auch "runde" Säure, ein bißchen kühl-blaue Mineralikunterlage. Der schön lange Abgang repetiert das Ganze quasi 1:1, wobei die Limette am längsten durchhält.

Nach wie vor ein wunderbarer Zischwein, der Anspruch und Spaß quasi kongenial verbindet, (natürlich) nicht übermäßig komplex, aber in meinen Augen ein toller "Strukturwein", der weder Warmjahrattribute noch Altersflecken zeigt; muß ich einfach zum "3er" hochstufen!
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/07/17/freier-stil/
Link 2: -
Link 3: -
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